Faith Kipyegon und Beatrice Chebet sorgen für zwei Weltrekorde in 90 Minuten: Spektakel bei Meeting in Eugene

Die Kenianerinnen Beatrice Chebet und Faith Kipyegon haben beim Diamond-League-Meeting in Eugene/Oregon innerhalb von 90 Minuten für zwei Weltrekorde gesorgt. Erst blieb Chebet als erste Frau der Geschichte über 5000 m in 13:58,06 unter der Marke von 14 Minuten. Wenig später lief die dreimalige 1500-m-Olympiasiegerin Kipyegon die 1500 m in 3:48,68 und verbesserte ihre eigene Bestmarke.

Beatrice Chebet lief beim Diamond-League-Meeting in Eugene Weltrekord über 5000 m

Fotocredit: Getty Images

Der prestigeträchtige Triumph wurde ihr mit dem letzten Sprung zwar entrissen, doch beim Weltrekord-Spektakel in Eugene durfte auch Malaika Mihambo jubeln: Mit ihrem Sieben-Meter-Satz unterstrich Deutschlands beste Weitspringerin eindrucksvoll ihre WM-Ambitionen.
7,01 Meter - so weit wie bei ihrem vierten Versuch beim Diamond-League-Meeting im Hayward Field war Mihambo in diesem Jahr im Freien noch nicht gesegelt.
Dass sie auf ihre letzten beiden Versuche verzichtete und die amerikanische Olympiasiegerin Tara Davis-Woodhall in der Neuauflage des Paris-Duells mit 7,07 m ganz am Ende noch vorbeizog? Geschenkt.
"Ich habe etwas in meinem Bein gespürt, also wollte ich es heute nicht übertreiben, weil es heute nicht darum geht. Es geht um die WM im September", betonte Mihambo.

Krause muss aufgeben

Auch wenn sie nun schon zum vierten Mal in Serie gegen ihre große Konkurrentin verloren hat - gut zwei Monate vor dem Saison-Höhepunkt in Tokio kommt Mihambo allmählich ins Rollen.
Gleiches hatte sich Gesa Felicitas Krause über 3000 m Hindernis erhofft. Doch die Folgen ihres Rippenbruchs zwangen die zweimalige Europameisterin zur Aufgabe.
"Ich dachte es geht schon wieder, aber mein Körper hat andere Pläne für mich", schrieb Krause bei Instagram. Sie war Mitte Juni bei einem Rennen in Oslo gestürzt.
Den Rückschlag von Eugene bezeichnete Krause nun als "extrem bitter, aber eben auch die Realität. Vielleicht war es ein Fehler, so krampfhaft an meinen geplanten Wettkämpfen festzuhalten." Sie brauche nun "mehr Zeit, um diesen Rückschlag und die Blessuren von meinem Sturz in Oslo zu überstehen und vollends auszukurieren".

Kenianische Weltrekord-Show

Auch Kugelstoßerin Yemisi Ogunleye erlebte in Übersee eine Enttäuschung. Die Olympiasiegerin kam nur auf 18,83 m und musste sich nach nur drei Versuchen mit Rang neun begnügen.
Für Konstanze Klosterhalfen lief es nicht besser. Bei ihrem Saisoneinstieg auf der Bahn über 5000 m landete sie in 15:14,22 Minuten auf dem 21. und damit letzten Platz.
Für die große Show sorgten andere. Vor allem Beatrice Chebet. Die Kenianerin blieb im Klosterhalfen-Rennen als erste Frau der Geschichte unter der Marke von 14 Minuten, in 13:58,06 Minuten knackte sie den zwei Jahre alten Weltrekord der Äthiopierin Gudaf Tsegay (14:00,21).
Für den zweiten Weltrekord des Abends sorgte Faith Kipyegon. Die Kenianerin steigerte ihre eigene Bestmarke über 1500 m um 36 Hundertstelsekunden auf 3:48,68 Minuten.

Duplantis verpasst Weltrekord knapp

Die Weltrekord-Entwicklung über die Traditionsstrecke ist verblüffend: Die 1993 gesetzte Bestmarke der Chinesin Qu Yunxia aus der "Schildkrötenblut-Armee" von Trainer Ma Junren hatte 22 Jahre lang gehalten - Kipyegon läuft mittlerweile fast zwei Sekunden schneller.
Einen weiteren Weltrekord verpasste Stabhochsprung-Phänomen Armand Duplantis. Der Schwede scheiterte dreimal an der Marke von 6,29 m, gewann mit 6,00 m aber dennoch klar vor Sam Kendricks (USA/5,80 m). In Eugene hatte Duplantis zweimal den Weltrekord gebrochen - mit 6,21 m im Jahr 2022 und 6,23 m im Jahr 2023.
(SID)
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Kipyegon: Jagd auf Meilen-Schallmauer in Paris scheitert

Quelle: Eurosport


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