Yelena Isinbayeva bleibt Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees und darf ihre Arbeit fortsetzen

Die Russin Yelena Isinbayeva bleibt Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees und darf ihre Arbeit in der Athletenkommission fortsetzen. Das teilte die frühere Stabhochspringerin über ihre Sozialen Kanäle mit. Das IOC bestätigte, dass die Ethikkommission keine Hinweise auf "aktive Unterstützung" des Krieges und Verträge zwischen ihr und dem russischen Militär gefunden habe.

Yelena Isinbayeva

Fotocredit: Getty Images

Die Ukraine führt Isinbayeva allerdings auf einer Sanktionsliste, weil sie als "Repräsentantin des russischen Sportsektors" versuche, "den Sport im Dienste der russischen Aggression zu nutzen".
Die 41-Jährige startete für den Militärklub ZSKA Moskau, stieg im Militär bis in den Rang einer Majorin auf und unterstützte nach Medienberichten die Jugendmilitärorganisation "Junarmija".
Zudem pflegte Isinbayeva, seit 2016 IOC-Mitglied, enge Verbindungen zu Staatschef Wladimir Putin. Als Abgeordnete saß sie im russischen Parlament Duma.
Die zweimalige Olympiasiegerin half Putin mit ihrer Popularität in Wahlkämpfen, unterstützte dessen Gesetzesvorhaben gegen "Homosexuelle Propaganda" und als Mitglied einer Arbeitsgruppe die Verfassungsreform, die Putin langfristig die Macht sicherte.

Isinbayeva "Frau von Welt"

Isinbayeva bezeichnete sich dagegen als "Frau von Welt" und schrieb von "gefälschten Artikeln und Informationen". Ihr militärischer Rang sei nur "nominell", sie stehe nicht und habe auch niemals im Dienst der bewaffneten Streitkräfte Russlands gestanden.
Bereits im September werde sie ihre "internationalen Aktivitäten im IOC wieder aufnehmen, weil das IOC keine Zweifel an mir hat", teilte sie mit.
Neben Isinbayeva gehören auch ihre Landsleute Schamil Tarpischtschew, Witaly Smirnow und Alexander Popow (beide Ehrenmitglieder) dem IOC an.
Die Frage nach dem Stand der Untersuchungen der Ethikkommission in ihren Fällen beantwortete das IOC zunächst nicht. Alle drei stehen ebenfalls auf der Sanktionsliste der Ukraine.

Entscheidung für Paris noch nicht gefallen

Entscheidungen über den Start russischer und belarussischer Athleten bei den Olympischen Spielen in Paris trifft das Quartett nicht.
Das obliegt der Exekutive unter dem Vorsitz des deutschen Präsidenten Thomas Bach, die den Weltverbänden die Teilnahme der Sportler aus den kriegstreibenden Nationen an internationalen Wettkämpfen unter dem Status der "Neutralität" empfohlen hat.
Wann sich das IOC für Paris 2024 final entscheidet, steht noch nicht fest.
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(SID)
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Olympic Momentum : Jim Hines

Quelle: Eurosport

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