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Berlin-Marathon: Eliud Kipchoge kommt "nach Hause": Dritter Weltrekord in der Hauptstadt?
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Publiziert 21/09/2023 um 14:26 GMT+2 Uhr
Bei der Marathon-Party in Berlin werden am Sonntag (9:45 Uhr live bei Eurosport) wieder einmal alle Augen auf Marathon-Star Eliud Kipchoge gerichtet sein. "Es fühlt sich an, als würde ich nach Hause kommen", sagte Kipchoge vor seinem Lieblingsrennen. Läuft der Superstar seinen dritten Weltrekord in der Hauptstadt? Er sei "bereit", sagte der 38-Jährige, "um die Herausforderung erneut anzunehmen"
Eliud Kipchoge
Fotocredit: Getty Images
Eliud Kipchoge quälte sich. Über 200 Kilometer pro Woche rannte der Laufstar auf den Wegen rund um das kenianische Dorf Kaptagat. Nur Ugali, ein fester Maismehlbrei, und das einheimische Gemüse Managu sowie Reis und rote Bohnen standen in der Vorbereitung auf seinem Speiseplan. Und in 2500 Metern Höhe dachte Kipchoge immerzu an - Berlin.
"Ich kann es kaum erwarten", sagte Kipchoge. Über 45.000 Läuferinnen und Läufer um den deutschen Rekordhalter Amanal Petros werden zur Marathon-Party rund um Siegessäule, Reichstag, Potsdamer Platz und Brandenburger Tor erwartet, aber alle Augen werden wieder einmal auf den Helden Kenias gerichtet sein.
Kann Kipchoge bei seinem sechsten Auftritt in Berlin auf der ultraschnellen Strecke zum dritten Mal Weltrekord laufen? Er sei "bereit", sagte der 38-Jährige, "um die Herausforderung erneut anzunehmen". Im Vorjahr hatte Kipchoge in Berlin fast auf den Tag genau seinen Weltrekord auf 2:01:09 Stunden gedrückt.
Kipchoge gilt als unumstrittener Herrscher über die 42,195 km, stürmte zwei Mal zu Olympiagold, knackte unter Laborbedingungen die 2-Stunden-Marke, lief 2018 und 2022 offiziellen Weltrekord in Berlin - doch sein Nimbus der Unbesiegbarkeit bekam zuletzt Kratzer ab. Zuletzt in Boston im April zeigte Kipchoge ungewohnte Schwächen, wurde nur Sechster. Die Herausforderer wie Amos Kipruto, London-Sieger von 2022, wissen jetzt: Kipchoge ist nicht unantastbar.
Kipchoge: Großes Ziel Olympia 2024
"Es geht mir nicht aus dem Kopf", musste Kipchoge, der bereits 2020 mit Platz acht in London eine bittere Pleite eingesteckt hatte und ein Jahr danach erneut Olympiasieger wurde, zuletzt zugeben: "Aber ich glaube, dass das, was passiert ist, vorbei ist."
Ihn treibt weiter ein großes Ziel an. In Paris im nächsten Jahr will Kipchoge als erster Läufer der Geschichte zum dritten Mal Marathon-Olympiasieger werden. Damit würde Kipchoge den Äthiopier Abebe Bikila (1960 und 1964) sowie den früheren DDR-Läufer Waldemar Cierpinski (1976 und 1980) hinter sich lassen.
"Die Priorität liegt jetzt darin, sich auf die Olympischen Spiele zu konzentrieren und ein drittes Mal zu gewinnen", sagte Kipchoge, und sein Lieblingsrennen "die perfekte Vorbereitung" dafür. All die Qualen sollen nicht umsonst gewesen sein.
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(SID)
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Kipchoge-Triumph im Marathon, kuriose Szene um Silber und Bronze
Quelle: Eurosport
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