Moto3: Pawi glänzt im Regenrennen von Argentinien

Khairul Idham Pawi aus Malaysia vom Honda Team Asia hat den Großen Preis von Argentinien in der Moto3 in Termas de Rio Hondo für sich entschieden. Auf teilweise regennasser Strecke zeigte Pawi auf Slicks eine beeindruckende Leistung und distanzierte die Konkurrenz deutlich. Zweiter wurde der Spanier Jorge Navarro (Estrella Galicia) vor Brad Binder (Südafrika/Red Bull KTM Ajo).

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"Zunächst einmal möchte ich mich bei meinem Team bedanken, denn sie haben mir ein gutes Setup gegeben. Es war gar nicht so schwer. Am Anfang pushte ich, aber am Ende fuhr ich einfach nur noch konstante Runden.", lacht Pawi, der auch im nassen Warmup am Morgen bereits die deutliche Bestzeit gesetzt hatte. Im Ziel lag sein Vorsprung auf die Verfolger bei mehr als 26 Sekunden. Der junge Honda-Pilot absolvierte erst sein drittes Rennen in der Moto3.

Drama um Norrodin

Ein Drama spielte sich um Adam Norrodin ab: Der Honda-Pilot kämpfte mit Navarro um Rang zwei, startete in der letzten Kurve einen Angriff auf den Spanier und flog per Highsider von seinem Motorrad. Der Rookie verpasste damit einen historischen malaysischen Doppelerfolg und sah die Zielflagge nur als Elfter.
"Ich wusste, dass Adam hinter mir war, und dass er es in der letzten Runde versuchen wird", berichtet Navarro und schildert den Vorfall wie folgt: "In der letzten Kurve wollte er innen vorbei, aber als er das Gas öffnete, da ist er gestürzt. Ich bin sehr zufrieden, denn wir haben einen guten Job gemacht." Der Spanier rückt in der Weltmeisterschaft mit 29 Punkten auf den dritten Rang vor.
Die WM-Führung übernimmt Binder. Der Südafrikaner verrät: "Ich habe vor dem Rennen mit Aki (Ajo, Teamchef; Anm. d. Red.) gesprochen, und er sagte mir: 'Was immer du tust, wirf die Punkte nicht weg.' Zu Beginn war ich definitiv etwas zu vorsichtig. Ab Mitte des Rennens habe ich dann mehr gepusht, aber auf den nassen Stellen war es ziemlich brenzlig. Mehr als Platz vier wäre eigentlich nicht drin gewesen."

Öttl holt letzten WM-Punkt

"Ich hätte heute eigentlich nicht auf dem Podium stehen dürfen. Aber bei diesen Bedingungen geht es darum, es ins Ziel zu schaffen", weiß Binder. Andrea Locatelli (KTM), der lediglich von Rang 20 gestartet war, feierte seinen vierten Platz derweil wie einen Sieg. Er setzte sich in einer Verfolgergruppe gegen Joan Mir (KTM), Hiroki Ono (Honda) und John McPhee (Peugeot) durch.
Die Top 10 komplettierten Jorge Martin (Mahindra), Jakub Kornfeil und Niccolo Antonelli (beide Honda). Der Italiener liegt in der Meisterschaft nun mit 31 Zählern an zweiter Position. Die weiteren Punkte gingen an Juanfran Guevara, Fabio Quartararo, Maria Herrera und Philipp Öttl (alle KTM). Lois Risiko wurde nicht belohnt, er landete auf Rang 16. Interessant: Obwohl die Bedingungen ziemlich knifflig waren, sah mit Aron Canet (Honda) nur ein einziger Pilot nicht die Zielflagge.
Große Enttäuschung für die italienische Moto3-Fraktion: Enea Bastianini, Fabio di Giannantonio (beide Honda), Nicolo Bulega, Romano Fenati (beide KTM) und Francesco Bagnaia (Mahindra) gingen allesamt leer aus. Bereits in der kommenden Woche haben die Italiener in Austin allerdings die Chance zurückzuschlagen. Das dritte Moto3-Rennen des Jahres beginnt am 10. April um 18:00 Uhr MESZ.
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