MotoGP: Bradl frustriert - Oliveira gewinnt Krimi in Spielberg

Stefan Bradl ist auch bei seinem dritten MotoGP-Einsatz in der laufenden Saison an den Punkten vorbeigefahren. Marcel Schrötter sammelte beim Moto2-Rennen in Spielberg nach einer Aufholjagd wenigstens ein paar Punkte. Das 900. Rennen in der Geschichte der Königsklasse gewann Miguel Oliveira, der KTM-Fahrer siegte in der MotoGP als erster Portugiese und beendete damit die Ducati-Dominanz.

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In einem echten Krimi mit roter Flagge und Re-Start fiel die Entscheidung in der letzten Kurve. Oliveira profitierte dabei von einem Zweikampf zwischen Pol Espargaro und Jack Miller, die beide von der Ideallinie abkamen.
Stefan Bradl sah schon vor dem Rennen in Spielberg schwarz, und er lag mit seiner Ahnung richtig. "Ich komme nicht vorwärts. Wir fahren gegen eine Wand", sagte der MotoGP-Pilot aus Zahling beim Großen Motorrad-Preis der Steiermark in der Startaufstellung bei ServusTV. Am Ende blieb Bradl als 18. erneut ohne WM-Punkte.
Bradl hat große Probleme mit der Honda, derzeit ist der frühere Moto2-Weltmeister nicht annähernd so konkurrenzfähig wie er sich das vorstellt. Beim fünften Saisonrennen in Österreich ersetzte der 30-Jährige zum dritten Mal im Werksteam den langzeitverletzten Weltmeister Marc Marquez. Seine Bilanz - 18., 17., 18. - ist enttäuschend.
Da der Spanier Marquez wegen seiner Oberarmverletzung noch bis zu drei Monate fehlen wird, wie am Samstag bekannt wurde, winken Ersatzmann Bradl weitere Bewährungschancen. Weiter geht es in drei Wochen in Misano/Italien, die Pause kommt zum richtigen Zeitpunkt.

Schrötter fährt in die Punkte

In der Moto2 punktete Marcel Schrötter eine Woche nach dem Sprung auf das Podium beim zweiten Lauf in Spielberg nach einer starken Aufholjagd. Von Startplatz 21 fuhr der 27-Jährige aus Vilgertshofen bis auf Rang elf vor und sammelte fünf Zähler. Schrötter war in der Vorwoche Dritter geworden.
Der Spanier Jorge Martin fuhr in der mittleren Klasse wie schon am vergangenen Wochenende auf dem Red Bull Ring als Erster über die Ziellinie, verlor seinen Sieg aber nachträglich an den Italiener Marco Bezzecchi. Martin wurde eine Position zurückgestuft, weil er in der letzten Runde die Streckenbegrenzung überschritten hatte.
Im Gesamtklassement verteidigte Luca Marini (Italien), Halbbruder von MotoGP-Superstar Valentino Rossi, seine Führung durch einen siebten Platz mit 87 Punkten erfolgreich. Martin ist hinter Enea Bastianini (Italien/beide 79) neuer Dritter.
"Ich habe nichts zu verlieren", sagte Schrötter vor dem Start. "Von hinten aufräumen, alles riskieren" sei die Devise - und der Oberbayer ließ Taten folgen. Beim Start machte Schrötter sechs Plätze gut, schob sich in der ersten Rennhälfte weiter nach vorn und behauptete in der Schlussphase seine elfte Position.

Oliveira siegt im Jubiläumsrennen

Das 900. Rennen in der Geschichte der Königsklasse gewann Miguel Oliveira, der KTM-Fahrer siegte in der MotoGP als erster Portugiese und beendete damit die Ducati-Dominanz. Der italienische Hersteller hatte zuletzt fünfmal nacheinander in Österreich triumphiert.
In der Gesamtwertung liegt weiter Fabio Quartararo (Yamaha/70 Punkte) vorn. Der Franzose wurde am Sonntag 13. Andrea Dovizioso (Italien/67) ist nach fünf Läufen Zweiter, Jack Miller (Australien/beide Ducati/56) Dritter.
Für eine Schrecksekunde sorgte Maverick Vinales. Eine Woche nach dem schlimmen Crash in Österreich, bei dem nur durch ein Wunder kein Fahrer schwerer verletzt wurde, versagte die Bremse an der Yamaha des Spaniers. Vinales ließ sich von der Maschine fallen, die am Ende der Start-Ziel-Geraden in den Luftzaun krachte und in Flammen aufging. Das Rennen wurde neu gestartet.
In der Moto3 feierte der Italiener Celestino Vietti (18) seinen ersten Karrieresieg. Albert Arenas aus Spanien, diesmal im Rennen Fünfter, führt das Klassement weiter souverän an.
(SID)
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