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MotoGP Sachsenring: Valentino Rossi enttäuscht, Stefan Bradl mit gelungenem Comeback

Rossi enttäuscht, Bradl mit gelungenem Comeback

13/07/2018 um 11:11Aktualisiert 13/07/2018 um 15:28

Stefan Bradl lässt als Ersatzfahrer im 2. Freien Training zum Moto-GP am Sachsenring mit einer Zeit in der Region von Dani Pedrosa aufhorchen. Derweil setzen sich drei Ducati-Fahrer in den Top fünf fest, Jorge Lorenzo fehlt auf den Streckenrekord nur noch eine halbe Sekunde. Marc Márquez lässt es im zweiten Training ruhig angehen, Valentino Rossi enttäuscht auf Rang 17.

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Das zweite Freie Training für den Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring entwickelte sich in der Schlussphase zu einem Mini-Qualifying.

Viele Fahrer nutzten in den finalen Minuten einen frischen weichen Hinterreifen, um sich mit Blick auf Samstag vorläufig einen Platz in den Top 10 zu sichern.

Zum Schluss brannte Jorge Lorenzo (Ducati) eine Runde in 1:20.885 Minuten in den Asphalt und sicherte sich die Bestzeit. Damit fehlte nur eine halbe Sekunde auf den bestehenden Streckenrekord.

Iannone sprengt Ducati-Paket

Lorenzo ließ als Reaktion auf Assen die speziellen Auflagen bei seinem Tank weiter modifizieren. Sie wirken nun etwas größer und sollen dem Spanier im Rennen körperlich unterstützen. Platz zwei ging auch an eine Ducati, obwohl der Sachsenring traditionell nicht die beste Strecke für die italienische Marke ist. Danilo Petrucci fehlten 0,257 Sekunden auf die Lorenzo-Bestzeit.

Und Andrea Dovizioso, der im Gegensatz zu Lorenzo mit den Carbon-Verstärkungen beim Chassis weiterarbeitet, folgte an der vierten Stelle.

Dieses Ducati-Paket sprengte Suzuki-Werksfahrer Andrea Iannone, der in FP1 die Bestzeit aufgestellt hatte. Lange befand sich der Italiener im hinteren Teil des Feldes und verbesserte sich erst am Ende mit einer fliegenden Runde auf Rang drei.

Sein Teamkollege Alex Rins verpasste die Top 10 hauchdünn und ist momentan als Elfter nicht direkt für Q2 qualifiziert. Aber das trifft auf einige große Namen zu.

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Rossi nur 17.

Yamaha-Star Valentino Rossi beendete den Freitag nur auf Platz 17. Sein Rückstand betrug 0,899 Sekunden. Johann Zarco folgte mit seiner Tech3-Yamaha direkt dahinter als 18. Damit waren beide langsamer als Rookie Hafizh Syahrin auf Rang 16.

Bester M1-Fahrer war Maverick Viñales als Sechster. Sein Rückstand auf Lorenzo betrug eine halbe Sekunde. Das zeigt, wie eng die Zeitabstände auf dem Sachsenring sind.

Weltmeister Marc Márquez mischte sich nicht in diese Zeitenjagd ein. Der Honda-Fahrer konzentrierte sich auf das Rennen. Zunächst fuhr er lange vorne und hinten mit dem Medium-Reifen. Damit stellte Marquez in seiner dritten Runde seine persönliche Bestzeit auf. Das reichte für den fünften Platz.

Nakagami in Top Ten

In der Schlussphase probierte der Spanier auch noch den harten Vorderreifen aus. Bemerkenswert war auch, dass Marquez einen Vergleich zwischen Alu- und Carbon-Chassis machte. Normal wechselt er erst am Samstag auf das Carbon-Chassis.

Ebenfalls in die Top 10 schafften es MotoGP-Rookie Takaaki Nakagami (LCR-Honda), Jack Miller (Pramac-Ducati), Cal Crutchlow (LCR-Honda) und Alvaro Bautista (Nieto-Ducati). Diese Fahrer belegten die Plätze sieben bis zehn.

Pol Espargaro war als Zwölfter der beste KTM-Fahrer. Sein Bruder Aleix Espargaro folgte mit der Aprilia direkt dahinter an der 13. Stelle. Da sich die Abstände teilweise im Hundertstelbereich bewegten, ist in FP3 und im Qualifying noch viel möglich.

Bradl schneller als Lüthi

Stefan Bradl sprang am Nachmittag statt Franco Morbidelli auf die Marc-VDS-Honda und zog sich achtbar aus der Affäre. In der Schlussphase zeigte der Deutsche gute Rundenzeiten. Er verkürzte seinen Rückstand auf die Spitze auf eineinhalb Sekunden.

Damit lag Bradl sogar vor Honda-Werksfahrer Dani Pedrosa. Aber Pedrosa fuhr in seiner letzten Runde noch einen Tick schneller und schob sich wieder vor Bradl. Im Ergebnis belegte Pedrosa Platz 20 und Bradl Rang 21. Der Deutsche war aus dem Stand schneller als Teamkollege Tom Lüthi.

Nach rund zehn Trainingsminuten kam es in der schnellen Kurve 8 zu einem spektakulären Sturz von Mika Kallio. Der KTM-Testfahrer kam von der Strecke ab und pflügte durch das Kiesbett. Kurz vor der Streckenbegrenzung stürzte der Finne und schlug in die Luftpolster ein.

Seine KTM folgte direkt danach und traf Kallio mit voller Wucht. Die Hilfskräfte waren sofort zur Stelle. Kallio war benommen und hatte Mühe, auf seine Beine zu kommen. Die Streckenposten brachten ihn auf einer Trage weg. Er saß aufrecht auf der Trage und wurde anschließend im Medical Center durchgecheckt.

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