Die Rundenzeiten der Königsklasse wurden im zweiten Training auf dem Sachsenring insgesamt schneller. In den letzten sechs Minuten rückten fast alle Fahrer mit einem neuen, weichen Hinterreifen aus, um sich einen Platz in den Top 10 zu sichern. Schließlich war es Marc Márquez, der mit 1:20.705 Minuten die Bestzeit aufstellte. Márquez hat seit seinem MotoGP-Debüt 2013 alle Rennen auf deutschem Boden gewonnen.
Seine Favoritenrolle bestätigte der Honda-Werksfahrer am Freitag. Márquez war der einzige Fahrer unter 1:21 Minuten und hatte etwas mehr als drei Zehntelsekunden Vorsprung. Suzuki-Speerspitze Álex Rins folgte an der zweiten Stelle. Und Fabio Quartararo, der mit der Petronas-Yamaha am Vormittag vorne gewesen war, belegte den dritten Platz.
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Bevor in der Schlussphase die Zeitenjagd gestartet wurde, arbeiteten viele Fahrer mit dem harten Hinterreifen. Vor allem zwei Fahrer machten das Tempo: Márquez und Quartararo konnten die konstant schnellsten Rundenzeiten fahren. Auch Rins zeigte mit dem harten Hinterreifen eine sehr gute Zeit. Mit Blick auf das Rennen waren diese drei Fahrer schon am Freitag gut aufgestellt.
Márquez wechselte mehrmals zwischen seinen beiden Motorrädern hin und her. In einem war ein neues Chassis mit Carbon-Verstärkungen verbaut, im zweiten war das gewohnte Aluminium-Chassis. Mit diesem Bike stellte Márquez zum Schluss die Bestzeit auf. Neue Sachen gibt es bei Quartararo nicht. Allerdings gestikulierte der Franzose wild mit den Armen, weil er sich zum Schluss von seinem Teamkollegen Franco Morbidelli aufgehalten fühlte.

Valentino Rossi Zehnter

Nachdem die Zielflagge geschwenkt wurde, ärgerte sich Quartararo, denn er hatte das Gefühl, dass eine bessere Zeit möglich gewesen wäre. Assen-Sieger Maverick Viñales folgte an der vierten Stelle, während Valentino Rossi den zehnten Platz eroberte. Stand heute ist der Italiener vorübergehend direkt für Q2 qualifiziert. 0,833 Sekunden Rückstand hatte Rossi als Zehnter (zum kompletten FT2-Ergebnis).
Ein weiteres Highlight zeigte Pol Espargaró (KTM9 mit der fünftschnellsten Zeit. Außerdem war er im vierten Sektor der Schnellste. Cal Crutchlow (LCR-Honda) konnte trotz der Knieverletzung (rechts) die sechstbeste Zeit fahren. Ducati hatte etwas Rückstand. Jack Miller, Danilo Petrucci und Andrea Dovizioso belegten die Positionen sieben, acht und neun. Sieben Zehntelsekunden betrug der Rückstand dieses Trios auf Marquez.
Aprilia-Pilot Aleix Espargaró verpasste um 0,005 Sekunden die Top 10 und landete an der elften Stelle. 14 Fahrer befanden sich in einer Sekunde. Der Letzte in diesem Paket war Stefan Bradl. Phasenweise war der Deutsche, der im Honda-Team den verletzten Jorge Lorenzo vertritt, in den Top 10 zu finden. Am Ende wurde es Platz 14. Bradl war um genau 0,988 Sekunden langsamer als Márquez.
Pramac-Fahrer Francesco "Pecco" Bagnaia nahm nicht am zweiten Training teil. Der Italiener war am Vormittag gestürzt und klagte über Kopfschmerzen. Deswegen wurde Bagnaia zu weiteren Untersuchungen in ein Krankenhaus nach Chemnitz gebracht. Schließlich meldete das Pramac-Team, dass Bagnaia okay ist und am Samstag wieder fahren kann.
Weiter geht es am Samstag ab 9:55 Uhr mit dem dritten Freien Training.
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