Eurosport
Philipp Öttl belegt beim Großen Preis von Indianapolis Rang drei
Von
Publiziert 09/08/2015 um 17:53 GMT+2 Uhr
Philipp Öttl hat beim Reifenpoker von Indianapolis das große Los gezogen und ist vom letzten Startplatz auf Position drei nach vorne gefahren. Bei leichtem Nieselregen zu Beginn des Rennens war der Deutsche vom Schedl-Team einer der Ersten, der auf Slicks wechselte. Das erwies sich als richtige Wahl, und er zog fast am gesamten Feld vorbei. Es siegte der Belgier Livio Loi (RW Racing).
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
Zweiter wurde der Brite John McPhee vom Team Saxoprint.
Kurz vor Beginn des Rennens um 11:00 Uhr Ortszeit setzte an der Strecke leichter Regen ein, weshalb Regenreifen die logische Wahl zu sein schienen. Das größte Risiko ging zu diesem Zeitpunkt Loi ein: Er war der einzige Pilot unter den 34 Startern, der auf Slicks in die Einführungsrunde ging. McPhee war etwas zu spät dran: Er entschied sich im letzten Moment zwar ebenfalls für Slicks, musste allerdings aus der Boxengasse starten.
Am Ende der Einführungsrunde entschied sich schließlich auch Öttl, der nach einem Sturz im Qualifying vom letzten Rang starten musste, für Trockenreifen. Er kam an die Box und ließ sein Motorrad umbauen. Der Deutsche musste dem Feld anschließend hinterherfahren und fand sich damit logischerweise am Ende der ersten Runde ganz am Ende des Feldes wieder. Weil die Strecke allerdings sofort stark abtrocknete, mussten nach und nach alle Piloten auf Slicks wechseln.
"Ich ging auf Regenreifen raus und merkte, dass es komplett die falsche Wahl war. Ich kam an die Box und wir wechselten so schnell wie möglich die Reifen", sagte Öttl. "Das Team hat heute wirklich einen großartigen Job erledigt. Ich ging sofort wieder raus und pushte in jeder Runde, um am Ende einen Vorsprung zu haben. Ich hoffte die ganze Zeit, dass es nicht wieder regnen würde!"
Nachdem sich das Feld nach einigen Runden sortiert hatte, lag Loi mit einem komfortablen Vorsprung von fast 20 Sekunden vor McPhee an der Spitze, Öttl lag klar hinter dem Schotten auf Rang drei. Weil sich hinter Öttl wiederum eine Lücke von fast einer Minute auftat, waren die drei Plätze auf dem Podium damit im Prinzip bereits nach wenigen Runden vergeben.
Sieger Loi hatte mit den Worten zu kämpfen. "Es ist unfassbar, ich kann es noch gar nicht glauben! Es war von Beginn an ein tolles Rennen. Ich konnte pushen und wir trafen die richtige Entscheidung. Ich musste ruhig bleiben und hoffte, dass es nicht noch einmal regnen würde. Ich hielt mich am Anfang in einer großen Gruppe aus allen Kämpfen heraus. Es ist großartig!", sagte der Belgier.
Ein Leidtragender des ganzen Chaos war unter anderem WM-Spitzenreiter Danny Kent. Der Brite entschied sich zu spät für einen Wechsel und kam lediglich als 21. ins Ziel. Er ging damit erstmals in dieser Saison komplett leer aus. In der Weltmeisterschaft ist Enea Bastianini damit wieder etwas näher an Kent (beide Honda) herangerückt. Der Italiener wurde Sechster und verkürzte den Rückstand auf 56 Punkte.
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung