Smith zeigt sich von Yamaha enttäuscht: "Nur zweite Geige"

Während Pol Espargaro seinen Vertrag für 2016 sicher hat, gibt es zwischen Yamaha, Tech 3 und Bradley Smith noch Differenzen: Der Brite reagiert verärgert. Trotz der guten Leistungen hat Smith noch keinen Vertrag für die kommende Saison. Dass Espargaros Vertrag im Rahmen des Rennwochenendes in Indianapolis verlängert wurde, wurmt Smith besonders.

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Fotocredit: Eurosport

Offensichtlich stocken die Verhandlungen: "Ich hatte vor dem Indianapolis-Grand-Prix keine Gespräche für 2016 geführt. Mein Manager sprach in Indy meine Bedenken an. Das Gespräch hatte aber keine Konsequenzen", ärgert sich Smith.
"In Indy musste ich erkennen, dass es im Rahmen des Rennwochenendes keine Unterzeichnung geben wird. Davon waren wir zu weit entfernt", bemerkt der langjährige Tech-3-Pilot. "Die Absichten von Yamaha wurden in Indy klar. Sie einigten sich mit Pol für 2016 und gaben das auch bekannt. Ich hingegen muss weiter abwarten und bin im Moment nur die zweite Wahl", erklärt der Brite enttäuscht.
Smith: "Es ist frustrierend"
Doch woran scheitern die Verhandlungen? Tech-3-Teamchef Herve Poncharal betonte mehrfach, dass er mit Smith und Espargaro weitermachen möchte. Die Leistungen des Briten begeistern Poncharal. Vor dem Tschechien-Grand-Prix hat Smith 97 Punkte auf seinem Konto und liegt in der Meisterschaft vor Ducati-Werkspilot Andrea Dovizioso, Honda-Werkspilot Dani Pedrosa und LCR-Honda-Pilot Cal Crutchlow. Espargaro reist nur als WM-Neunter zum elften Rennen der Saison.
Doch offensichtlich ist Yamaha mit Smith nicht komplett zufrieden. Es ist denkbar, dass die Japaner lieber ein junges Talent aus der Moto2 verpflichten möchten, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Valentino Rossi ist mit 36 Jahren der älteste Pilot im Feld. Teamkollege Jorge Lorenzo hat bereits angemerkt, nicht ewig in der MotoGP fahren zu wollen.
Zweifelt Yamaha an Smith' Talent und würde lieber einen Rookie ins Tech-3-Team transferieren? Smith hat die Hinhaltetaktik satt: "Es ist frustrierend, doch ich muss es akzeptieren. Ich muss mich damit abfinden und versuchen, weiterhin mein Bestes zu geben. Von Tech-3-Seite gibt es kein Problem. Herve steht schon sehr lange hinter mir. Doch das Verhalten des Herstellers ärgert mich ein bisschen", so der 24-Jährige.
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