MotoGP in Mugello: Jorge Lorenzo siegt im Fotofinish, Valentino Rossi raus

Weltmeister Jorge Lorenzo hat den Großen Preis von Italien in Mugello für sich entschieden. Der spanische Yamaha-Pilot setzte sich im Fotofinish knapp vor seinem Landsmann Marc Marquez (Repsol Honda) durch. Dritter wurde Andrea Iannone (Italien/Ducati). Valentino Rossi musste seine Yamaha vor heimischem Publikum mit technischen Problemen abstellen.

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Fotocredit: Eurosport

Nachdem Lorenzo vom fünften Startplatz einen Raketenstart hingelegt hatte, duellierten sich die beiden Yamaha-Teamkollegen Rossi und Lorenzo um die Führung in der Startphase. Maverick Vinales und Andrea Iannone konnten ihre guten Ausgangspositionen nicht ausnützen, sie fielen zurück auf die Positionen zehn und elf.
Vinales' Teamkollege Aleix Espargaro kämpfte mit Marc Marquez um den Anschluss zu den beiden Yamahas an der Spitze. Bereits in der ersten Runde wurden Jack Miller, Loris Baz und Alvaro Bautista durch einen Sturz aus dem Rennen gerissen.

Marquez kann Lücke schließen

Da sich die Yamahas in den ersten fünf Runden immer wieder duellierten, konnte Marquez mit seiner Honda den Abstand zu den beiden Konkurreten verringern. Dahinter reihten sich mit Respektabstand Andrea Doivzioso, der nur als 13. gestartet war, und Aleix Espargaro ein. Vor allem der Ducati-Pilot konnte seine bisher schwache Leistung an diesem Wochenende in Mugello im Rennen stark steigern - auch dank der Topspeed-Stärke der Desmosedici.
Lorenzo konnte Rossi über weite Strecken in Schach halten, da er vor allem in die erste Kurve später und härter bremsen konnte. Der italienische Rekordchampion fand in den ersten sieben Runden keinen Weg an seinem Teamkollegen vorbei. In Runde 8 dann das Desaster für Valentino Rossi: Seine Yamaha M1 geht vor tausenden Rossi-Fans in weißem Rauch auf. Der gefeierte Lokalmatador muss bei seinem Heimrennen aufgeben.
Nicht das erste Motorenproblem für die Japaner an diesem Wochenende: Bereits im Warmup erlitt Lorenzo einen Motorschaden. Nachdem der Pole-Mann ausgeschieden ist, musste Lorenzo eine knappe Führung vor Marquez und Dovizioso verteidigen.
Er versuchte Marquez abzuschütteln, der HRC-Fahrer konnte der Yamaha aber folgen und setzte vier Runden vor Rennende die erste Aktion. Er konnte Lorenzo aber nicht überholen. In Runde 21 versuchte es Marquez erneut in Kurve 1, doch auch dort konnte er seine Linie nicht halten. Und auch in der letzten Runde konnte Lorenzo in Kurve 1 vorerst die Führung halten, diese wechselte danach ein paar Mal zwischen den beiden Weltmeistern. Im Fotofinisch sichert sich Lorenzo den Triumph.

Iannone rettet Rang drei

Andrea Iannone konnte sich nach seinem schlechten Start noch an die Spitzengruppe heranfahren. Bei noch sieben Runden auf der Uhr griff er seinen Teamkollegen an und sicherte sich vorerst den letzten Platz auf dem Podium. Das Ducati-Duell hielt aber noch weiter an. Iannone wurde dabei im Windschatten mit 354 km/h geblitzt, ein neuer Rekord.
Fünf Runden vor Rennende ging Dovizioso weit in Kurve 1, damit verlor der Italiener den Anschluss zu Iannone und auch Dani Pedrosa. Der Spanier lauerte bei seinem 250. Grand Prix auf dem vierten Platz und lieferte sich mit dem Ducati-Piloten einen Kampf um den dritten Rang, den Iannone doch noch für sich entscheiden konnte.
Aprilia-Pilot Stefan Bradl sicherte sich als 14. immerhin zwei WM-Punkte.
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