"Es fühlt sich richtig, richtig gut an. Ich hatte früh in der Saison das Gefühl, dass es das Jahr werden kann. Wichtig ist, gleich die erste Chance zu nutzen", sagte Marquez: "Wir genießen es jetzt einfach."

Duell mit Dovizioso

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In Motegi lieferte sich der Spanier erneut ein Duell mit seinem Herausforderer Andrea Dovizioso. Der Italiener auf Ducati setzte sich von der Pole Position direkt an die Spitze, Marquez verbesserte sich von Startplatz sechs sofort auf Platz drei. Im weiteren Rennverlauf ging der Spanier an Crutchlow vorbei und folgte Dovizioso wie ein Schatten.
Vier Runden vor Rennende schnappte sich Marquez die Führung vom Ducati-Piloten. Dovizioso bereitete einen Gegenangriff vor, aber in der vorletzten Runde klappte dem Italiener in der langsamen Kurve 10 das Vorderrad ein und er rutschte ins Kiesbett.
Damit war die Entscheidung gefallen. Dovizioso nutzte den weichen Vorderreifen, während Marquez mit der härteren Medium-Variante unterwegs war. Nach dem Crash fuhr "Desmo Dovi" zwar weiter, aber als 18. sammelte er keine WM-Punkte. Somit hatte Marquez drei Rennen vor Saisonende einen uneinholbaren Vorsprung von 77 Punkten auf Dovizioso. Inklusive den kleinen Klassen ist Marquez im Alter von 25 Jahren schon siebenmaliger Motorrad-Weltmeister.
"Ich fühle mich richtig gut", lacht der erfolgreiche Spanier. "Nach Aragon hatte ich das Gefühl, dass die Meisterschaft greifbar ist. Gut ist, wenn man den Titel bei der ersten Chance einfährt. Es war die bestmögliche Strecke, um das zu erreichen. Ich arbeitete übers komplette Wochenende sehr hart. Ich hing mich an Andrea dran und entschied mich für die gleiche Strategie wie in Thailand. Ich wollte vor der letzten Runde angreifen. Ich hatte das Gefühl, dass ich etwas mehr Reserven habe. Ich pushte wie verrückt und er machte den Fehler."

Crutchlow und Rins auf dem Podest

Drittschnellster Mann im Rennen war Cal Crutchlow (LCR-Honda). Er konnte über weite Strecken das Tempo von Dovizioso und Marquez halten. "Unser Problem war, dass Dovi das Tempo so runtergeschraubt hat", merkt der Brite an. "Deshalb konnten die Fahrer von hinten herankommen." Vom Start weg kontrollierte Dovizioso wie so oft von der Spitze aus das Tempo. Dadurch blieb eine größere Gruppe beisammen, die sich erst in der zweiten Rennhälfte nach und nach auseinanderzog.
Als Dovizioso und Marquez im letzten Rennviertel das Tempo richtig anzogen, schüttelten sie auch Crutchlow ab. Trotzdem ist der Brite nicht unzufrieden mit seiner Leistung, denn als Zweiter sorgte er schließlich für einen Honda-Doppelsieg:"Ich hatte in den Linkskurven Probleme mit der Haftung am Hinterrad. Ich schonte den Reifen für die Schlussphase und hielt mir Rins vom Leib. Als Dovi stürzte, übernahm ich Platz zwei. Wir zeigen momentan gute Rennen und hatten zuletzt gute Ergebnisse."
Suzuki zeigte ebenfalls ein starkes Heimrennen. Alex Rins und Andrea Iannone waren nach der Startphase nicht in den Top 5. Beide arbeiteten sich aber gut nach vorne und kamen dem Spitzentrio (Dovizioso/Marquez/Crutchlow) immer näher. Iannone schied allerdings durch einen Sturz in Kurve 10 aus. Von da an hielt Rins den Druck auf Crutchlow hoch und erbte durch Doviziosos Ausrutscher den dritten Platz.

Yamaha ohne Podiumschance

Yamaha spielte keine Rolle bei der Vergabe der Podestplätze. In der Anfangsphase zeigte Valentino Rossi gute Überholmanöver und war in der Spitzengruppe dabei. Als dann Dovizioso, Marquez und Crutchlow schneller wurden, konnte Rossi nicht mithalten. Beide Suzuki-Fahrer überholten die gelbe Startnummer 46 problemlos.
Schließlich kam der Italiener knapp vor Alvaro Bautista (Angel-Nieto-Ducati) als Vierter ins Ziel. Seine Markenkollegen Johann Zarco und Maverick Vinales folgten dahinter auf den Positionen sechs und sieben.
Dani Pedrosa wurde bei seinem letzten Japan-Auftritt Achter. Danilo Petrucci (Pramac-Ducati) und Hafizh Syahrin (Tech-3-Yamaha) rundeten die Top 10 ab. KTM sammelte mit den Positionen zwölf für Bradley Smith und 13 für Pol Espargaro WM-Punkte. Aprilia ging leer aus. Aleix Espargaro gab wegen eines Problems an der Box auf, Scott Redding wurde farbloser 19. Auch der Schweizer Tom Lüthi (Marc-VDS-Honda) war als 20. weit weg von seinem ersten Zähler.
Weiter geht es mit der MotoGP-Action bereits am 28. Oktober mit dem Grand Prix von Australien auf Phillip Island.
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