Der "Doctor" müsste alle vier noch verbleibenden Rennen - inklusive Motegi - gewinnen, um noch eine Chance auf den Titel zu haben. Gleichzeitig dürfte Marquez bis Saisonende keinen einzigen Punkt mehr holen. Ein mehr als unwahrscheinliches Szenario. Aber wie kann Marquez den Sack bereits an diesem Sonntag zumachen? Er müsste Japan mit einem Vorsprung von mindestens 75 Punkten verlassen. Wir haben einmal durchgerechnet.

Fall 1: Marquez vor Dovizioso

Die einfachste Variante für Marquez. Kommt er am Sonntag vor Dovizioso ins Ziel, ist er auf jeden Fall vorzeitig Weltmeister. Einzige minimale Einschränkung: Bleibt Marquez dabei ohne Punkte, dürfte Rossi in diesem Fall nicht gewinnen. Ansonsten würde dem Spanier ein Zähler zur Vorentscheidung fehlen, und die Sektkorken dürften in der Honda-Box noch nicht knallen.
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Fall 2: Dovizioso wird maximal 14.

Auch hier ist die Sache klar. Der Titel würde - in diesem Fall ohne eigenes Zutun - an Marquez gehen. Hintergrund: Dovizioso muss in Motegi mindestens drei Punkte mehr holen als Marquez, um den Rückstand auf 74 Punkte zu reduzieren. Zwar sind anschließend noch 75 Punkte zu vergeben, doch Marquez konnte bereits sieben Saisonrennen gewinnen - Dovizioso nur drei. Und das würde bei Punktgleichheit nach Valencia entscheiden.
Auch in diesem Szenario gibt es übrigens wieder den "Rossi-Faktor" zu beachten. Gewinnt der "Doctor" und Marquez bleibt ohne Punkte, kann er ihm noch in die Suppe spucken

Fall 3: Dovizioso vor Marquez (und auf dem Podium)

Ebenfalls eine klare Sachlage - hier allerdings zu Ungunsten von Marquez. Landet "Dovi" vor seinem Rivalen und steht dabei auf dem Podium, wird die Entscheidung auf jeden Fall vertagt. Anders sieht es jedoch aus, wenn "Dovi" das Podest verpasst ...

Fall 4: Dovizioso vor Marquez (und nicht auf dem Podium)

Wird Dovizioso Vierter, dürfte Marquez höchstens Sechster werden, um die Entscheidung noch hinauszuzögern. Landet "Dovi" irgendwo zwischen Rang fünf und 13, müsste er sogar drei Plätze vor Marquez ins Ziel kommen, um eine Woche später in Australien noch rechnerische WM-Chancen zu haben. In jedem anderen Fall haben wir - mit Ausnahme des bekannten "Rossi-Szenarios" - schon in Motegi einen neuen Weltmeister.
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