Vor dem Start galt das Hauptaugenmerk den Reifen. Mit 21 Grad Luft- und 28 Grad Asphalttemperatur war es nicht mehr so warm wie in den Rennen der beiden kleinen Klassen, aber immer noch wärmer als am trockenen Trainingsfreitag. In der Startaufstellung wurde noch fleißig an den Bikes geschraubt, hier und da tauschte man kurzfristig die Reifen.

Früher Vorsprung für Marquez

Marquez war kurioserweise mit einem Regenreifen in die Startaufstellung gefahren - wohl ein Ablenkungsmanöver, um seine finale Wahl nicht zu verraten. In die Aufwärmrunde ging der Weltmeister schließlich mit der Kombination medium-medium, während das Petronas-Yamaha-Duo aus Reihe eins am Hinterrad auf die weiche Reifenmischung setzte.
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Den Start gewann Pole-Setter Marquez, während Morbidelli im Duell mit Quartararo weit gehen musste und einige Positionen verlor. Quartararo wiederum wagte noch auf der ersten Runde einen Angriff auf Marquez und ging vorbei, konnte die Führung aber nicht lange halten. Marquez gelang es daraufhin, einen Vorsprung herauszufahren. Nach zwei Runden hatte der Honda-Pilot bereits über eine Sekunde Luft nach hinten.
Hinter Quartararo entbrannte derweil ein Duell zwischen Morbidelli und Miller um Platz drei, sodass beide abreißen lassen mussten. Dahinter hingen Dovizioso und Vinales fest, die zunächst keinen Weg vorbei fanden. Nach fünf Runden hatte sich das Feld sortiert und Quartararo schickte sich an, die Lücke zu Marquez zu schließen, doch der Spanier reagierte sofort.

Frühzeitiges Aus für Rossi

An dritter Stelle kämpfte Miller vergeblich um den Anschluss, konnte sich aber zumindest von seinen Verfolgern Mordidelli, Dovizioso und Vinales distanzieren. Allerdings hielt sein Vorsprung nicht lange: Innerhalb weniger Runden verlor der Pramac-Fahrer mehrere Positionen und fand sich zur Hälfte der 24 Rennrunden nur noch auf Platz sechs wieder.
Nicht in den Top rangierte zu diesem Zeitpunkt Yamaha-Pilot Rossi, der als Elfter bereits 13 Sekunden Rückstand hatte. Und das Feld dividierte sich weiter auseinander, denn Marquez zog das Tempo an der Spitze an und baute seinen Vorsprung auf über zwei Sekunden aus. Quartararo musste abreißen lassen und auch sein Teamkollege Morbidelli bekam Probleme, denn sowohl Dovizioso als auch Vinales gingen an ihm vorbei.
Mit Anbruch der letzten sieben Runden deutete sich ein Duell der beiden um den letzten Podestplatz an. Vinales setzte Dovizioso immer stärker unter Druck, fand trotz des Kurvenspeeds der Yamaha zunächst aber keinen Weg vorbei. Trotzdem lief es für ihn immer noch besser als für Rossi, der vier Runden vor dem Rennende im Kiesbett landete und ausschied.

Auch Marini und Dalla Porta triumphieren

In der Schlussphase konnte sich Dovizioso nicht nur von Vinales freischwimmen, sondern näherte sich auch mit großen Schritten Quartararo - allerdings zu spät für einen Angriff. Der Petronas-Pilot rettete Platz zwei mit einer knappen halben Sekunde Vorsprung ins Ziel, während Marquez einen ungefährdeten Sieg einfuhr. Dovizioso komplettierte das Podium als Dritter.
Hinter Vinales auf vier schnappte Cal Crutchlow (LCR-Honda) Morbidelli auf den letzten Metern noch den fünften Platz weg. Suzuki-Pilot Rins wurde Siebter vor Teamkollege Mir und den beiden Ducatis von Petrucci und Miller. Pol Espargaro landete als bester KTM-Pilot auf Rang elf, gefolgt von Markenkollege Miguel Oliveira, Francesco Bagnaia (Pramac-Ducati), Mika Kallio (KTM) und Aleix Espargaro (Aprilia).
Im MotoGP 2 triumphierte Luca Marini nach Thailand auch in Motegi. Der Italiener setzte sich im Duell gegen Tom Lüthi durch, der Zweiter wurde. Der Spanier Jorge Martin durfte als Dritter sein erstes Moto2-Podium bejubeln.
Marcel Schrötter ist dabei erstmals seit über zwei Monaten wieder in die Top-10 eines Moto2-Rennens gefahren. Der 26-Jährige belegte beim Großen Preis von Japan in Motegi den neunten Platz. Zuletzt war er Mitte August in Österreich unter die ersten Zehn gekommen, ehe er sich in Misano einen Schlüsselbeinbruch zuzog. Nach zwei verpassten Rennen fuhr er bei seinem Comeback in Thailand zuletzt auf den 14. Platz.
Lorenzo Dalla Porta feierte derweilen in Motegi seinen zweiten Saisonsieg in der Moto3, während WM-Rivale Aron Canet stürzte. Albert Arenas und Celestino Vietti sicherten sich hinter Dalla Porta die weiteren Podiumsplätze.
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