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MotoGP - Ducati-Piloten Francesco Bagnaia und Jorge Martín crashen in Katar: "Hatte Angst um mein Leben"
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Publiziert 07/03/2022 um 01:05 GMT+1 Uhr
Nach seiner zweiten Katar-Pole in Folge hatte Jorge Martín gehofft, den guten Startplatz beim MotoGP-Saisonauftakt 2022 wie schon im Vorjahr in einen Podestplatz ummünzen zu können. Doch ein verkorkster Start und eine Kollision mit Ducati-Markenkollege Francesco Bagnaia machten diese Hoffnung zunichte. Gleich am Start musste Martin die beiden Repsol-Hondas sowie Enea Bastianini ziehen lassen.
Jorge Martín nach dem Crash mit Francesco Bagnaia in Katar // Foto: Twitter/@pramacracing
Fotocredit: From Official Website
Jorge Martín geriet aus dem Tritt und fiel bis auf Platz sieben zurück.
"Ich bin leider nicht gut gestartet", räumte er ein."Ich wäre fast mit Enea kollidiert und musste das Gas zudrehen. Viele Fahrer überholten mich. Von da an lief alles falsch", grübelte der Polesetter.
Verwunderlich war, dass nicht nur er, sondern auch die beiden Ducati-Werkspiloten schlecht vom Fleck kamen. Dabei waren die Starts immer die große Stärke der Roten.
"In den Trainings hatte ich gute Übungsstarts. Ich weiß auch nicht, woran es heute lag. Vielleicht habe ich die Kupplung etwas zu früh losgelassen", suchte Martín nach Erklärungen. "Aber am Startprozedere selbst hat sich nichts geändert", betonte er.
Bagnaia rutscht beim Anbremsen weg und reißt Martín mit
Auch Bagnaia hielt fest: "Es ist seltsam, denn alle neuen Ducatis sind schlecht gestartet." Der Italiener ging von Startplatz neun ins Rennen und fiel ebenfalls weit zurück. "Wir haben so viele Positionen verloren. Ich war nach drei Kurven Sechzehnter."
"Ich versuchte, Positionen gutzumachen, aber wir waren heute überhaupt nicht bereit, um den Sieg zu kämpfen. Das war Wunschdenken", gab Ducatis Titelhoffnung zu. Immerhin gelang es Bagnaia, sich im weiteren Rennverlauf bis auf Rang neun vorzukämpfen. Dort angekommen traf er vor sich auf Markenkollege Martin.
Der Pramac-Pilot war Achter, als ihn Bagnaia zu Beginn von Runde zwölf attackierte und aus dem Rennen riss. Der Italiener versuchte Martin in der ersten Kurve auszubremsen, rutschte dabei jedoch übers Vorderrad weg. Beide kollidierten und stürzten. "Ich hatte das erste Mal wirklich Angst um mein Leben", gab Martín zu, "denn ich flog wirklich schnell durch das Kiesbett und befand mich genau zwischen beiden Motorrädern. Ich glaube, ich versuchte, Peccos Motorrad mit der Hand abzuwehren."
Nach dem Rennen klagte der Spanier über Schmerzen. Ein erster Check im Medical Centre an der Rennstrecke ergab zwar keine Verletzungen. Doch Martín sagte: "Wir werden das morgen in Barcelona checken lassen. Ich hoffe, es ist nichts gebrochen."
Martín: "P7 oder P8 wäre Maximum gewesen"
Auf die Kollision angesprochen, erklärte Bagnaia: "Ich war am Kurveneingang etwas zu spät, aber ich habe nicht wirklich hart gebremst. Deshalb war es ein bisschen seltsam, dass das Vorderrad blockierte. Ich kann mich nur bei Ducati, Pramac und Jorge entschuldigen." Böses Blut gibt es zwischen den beiden also nicht.
"Ich bin vor allem wütend, weil wir heute nicht konkurrenzfähig waren", sagte Martín. "Ich erwartete, um das Podest und vielleicht sogar den Sieg kämpfen zu können. Aber die Pace war nicht da und wir hatten Probleme. Das müssen wir verstehen."Auch den sonst üblichen Topspeed-Vorteil auf der Geraden habe er nicht ausspielen können.
"Selbst die Aprilia konnte ich nicht überholen - oder die Suzukis. Das war immer unsere Stärke, doch die scheint jetzt weg zu sein. Ich denke, heute wäre Platz sieben oder acht für mich das Maximum gewesen", gestand Martín.
Bagnaia will sich mehr auf sich konzentrieren
Und auch Bagnaia gab sich zerknirscht, vor allem angesichts der Sieges von Enea Bastianini. "Das Vorjahresmotorrad hat heute hier gewonnen. Es war schon vergangenes Jahr sehr konkurrenzfähig. Enea musste seit den Tests quasi nur Benzin nachfüllen und losfahren. Wir haben uns zu sehr auf die Entwicklung konzentriert."
Darunter litt laut Bagnaia auch die Rennvorbereitung in Katar: "Bis zum dritten Freien Training haben wir zu viel an anderen Dingen gearbeitet. Erst im vierten Freien Training konnte ich mein Gefühl für das Motorrad wiederfinden", erklärte er."Trotzdem spürte ich vor dem Rennen, dass wir nicht bereit waren. Die Elektronik und das Setting waren nicht gut genug für die Strecke und das Griplevel." Gemessen daran sei die Pace "nicht so schlecht" gewesen, "aber ich verlor zu viel in der Beschleunigung."
"Das Wichtigste ist jetzt, nichts mehr am Motorrad zu ändern", mahnt Bagnaia mit Blick auf die nächsten Grands Prix. "Ich muss mich mehr auf mich selbst und meinen Fahrstil konzentrieren, um wieder das Gefühl vom vergangenen Jahr zu bekommen. Das wird der Schlüssel sein, um wieder ganz vorne mitzufahren."
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Quelle: SNTV
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