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Moto2 in Malaysia: Johann Zarco siegt und wird Weltmeister, Jonas Folger wird Dritter
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Publiziert 30/10/2016 um 07:13 GMT+1 Uhr
Der Franzose Johann Zarco vom Team Ajo Motorsport hat den Großen Preis von Malaysia gewonnen und sich damit dem WM-Titel in der Moto2 gesichert. Zarco siegte in Sepang vor Franco Morbidelli (Italien/Estrella Galicia) und Jonas Folger vom Dynavolt-Intact-Team. Folger vergab einen möglichen zweiten Platz mit einem Patzer zwei Runden vor Ende des Rennens.
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Auf nasser Strecke ließ der vorzeitige Weltmeister beim Start Vorsicht walten und ordnete sich als Dritter hinter Jonas Folger und Franco Morbidelli ein. Der Deutsche führte das Rennen allerdings nur für wenige Kurven an, wurde schnell von Morbidelli kassiert und musste schließlich auch Zarco vorbeilassen. In dieser Reihenfolge setzte sich die Spitzengruppe vom Rest des Feldes zusehends ab, während dahinter mit Sam Lowes, Mattia Pasini und auch Axel Pons bekannte Sturzkandidaten im Kies landeten.
Auf abtrocknender Strecke setzte Zarco schließlich sechs Runden vor Schluss den Angriff auf Morbidelli, ging vorbei und behielt die Führung bis zum Schluss. Als schnellster Mann auf der Strecke konnte sich der Franzose in kürzester Zeit absetzen und brachte den Sieg souverän mit einem Vorsprung von mehr als drei Sekunden ins Ziel. Im Kampf um Platz zwei lieferten sich Morbidelli und Folger ein packendes Duell: Nach mehreren Überholvorgängen macht der Deutsche in der letzten Runde einen Fehler und fällt auf Rang drei zurück.
Folger büßt Rang zwei ein
"Es war schwierig. Ich habe Franco überholt und habe gepusht, das war zu viel für die Reifen. Ich wäre in der Kurve dreimal fast gestürzt. Aber ich konnte es zum Glück abfangen und den dritten Platz absichern", erklärt Folger, der erneut seine Stärke im Nassen unter Beweis stellte. Diese war auch Morbidelli bewusst: "Das Rennen war gut, ich konnte in der Spitzengruppe mitfahren, selbst bei diesen Bedingungen. Ich konnte auch mit Jonas kämpfen, der bei diesen Bedingungen immer gut ist. Ich bin sehr glücklich."
An Zarco richtete der Italiener seine Glückwünsche: "Das ist das erste Mal, dass ich einen Weltmeister feiern sehe. Es ist toll!" Der Weltmeister selbst musste bei seinem Siegerinterview ganz tief Luft holen, um überhaupt ein Wort herauszukriegen: "Es fühlt sich gut an. Und es ist schwer, nicht zu weinen", gibt er zu. "Es war ein gutes Rennen für mich. Im Regen war ich nicht der Schnellste, aber ich konnte einen guten Rhythmus fahren. Als die Strecke abgetrocknet ist, habe ich mich besser gefühlt als erwartet."
Der 26-Jährige ist der erste Fahrer seit Einführung der Moto2-Klasse, der seinen Titel verteidigen konnte. In der 250er-Klasse war das zum letzten Mal Jorge Lorenzo in den Jahren 2006 und 2007 gelungen. "Ich möchte meinem Team und jedem, der mich unterstützt hat, danken. Ich liebe meine Familie und meine Mannschaft. Ich bin in der Form meines Lebens und überglücklich, zweifacher Weltmeister zu sein", freut sich Zarco, der beim Saisonfinale in Valencia als vorzeitiger Champion ganz befreit auffahren kann.
Alex Rins, der vor dem Sepang-Rennen rechnerisch noch Chancen auf den WM-Titel hatte, kam als 14. ins Ziel und fiel in der WM-Wertung sogar hinter Tom Lüthi zurück, der hinter Lorenzo Baldassarri (4.) und Hafizh Syahrin (5.) immerhin Sechster wurde. Die Top 10 komplettieren Alex Marquez, Xavi Vierge, Luca Marini und Isaac Vinales. Bis auf Folgers Podestplatz blieb die deutsche Performance enttäuschend: Sandro Cortese und Marcel Schrötter beendeten das Rennen auf den Plätzen 17 und 20 ohne Punkte.
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