"Ich habe immer am Limit gepusht", atmet Marquez im Ziel durch. "Mein Start war nicht perfekt, aber ich konnte die anderen Fahrer Stück für Stück aufsammeln. Dann ging der Grip auf den Reifen langsam weg und ich musste verwalten. Aber es wurde wieder besser und ich kam an Vale heran. Das hat meine Motivation angestachelt. Als er den Fehler gemacht hat, habe ich Tempo rausgenommen."
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Mit diesem Rennergebnis sicherte Marquez auch die Konstrukteursweltmeisterschaft für Honda. Mit 24 Titeln sind die Japaner die erfolgreichste Marke in der Königsklasse. Für Marquez war es klassenübergreifend schon der 70. Sieg und sein 44. in der MotoGP. Nur die Teamweltmeisterschaft ist in diesem Jahr noch offen. Honda hat vor dem letzten Rennen 39 Punkte Vorsprung auf Yamaha. Ducati kann diesen Titel nicht mehr gewinnen.

Rins schnappt Zarco Platz zwei weg

Hinter dem Duell um den Sieg war es bis zum Schluss spannend. Zu Beginn der letzten Runde schnappte sich Alex Rins (Suzuki) den zweiten Platz von Johann Zarco (Tech-3-Yamaha). "Ich habe Zarco vor mir gesehen und immer gepusht. Ich habe mir gesagt: 'Der wird mich heute nicht schlagen.'", lacht der Spanier.
Rins zeigte eine starke Aufholjagd, denn nach der ersten Runde war er nur Achter. Dann überholte er Gegner um Gegner. Zum achten Mal in dieser Saison stand ein Suzuki-Fahrer auf dem Podest. Rins verbesserte sich in der WM auf Rang fünf.
Zarco reihte sich zu Beginn des Rennens hinter Rossi ein, musste aber bald Platz zwei an Marquez abgeben. "Nicht nur in den letzten Runden habe ich um Grip gekämpft", sagt der Franzose. "Ich hatte einen guten Start, nur Valentino war weit genug vorn. Ich konnte ihn nicht überholen, aber wir hatten einen guten Speed."
In der zweiten Rennhälfte fuhren ihm Rossi und Marquez davon. "Aber ich hatte einen guten Vorsprung auf Platz vier. Am Ende kam Rins dann zurück. Guter Job von ihm, guter Job von Marc. Schön, wieder auf dem Podium zu sein."

Dovizioso ist Vizeweltmeister

Australien-Sieger Maverick Vinales (Yamaha) kam als Vierter ins Ziel. Er zahlte für sein schlechtes Regenqualifying, denn in der Anfangsphase steckte er rund um Platz zehn fest. Mit Fortdauer des Rennens arbeitete sich Vinales durch das Feld. Seine Rundenzeiten waren auch sehr gut, aber vorne war der Zug bereits abgefahren. Dani Pedrosa (Honda) egalisierte als Fünfter sein bestes Saisonergebnis.
Ducati erlebte einen schwierigen Tag. Lorenzo-Ersatz Michele Pirro stürzte schon früh in der Zielkurve. Andrea Dovizioso, der in den vergangenen beiden Jahren in Sepang gewonnen hat, war chancenlos und kam als Sechster über die Linie. Da aber Rossi keine Punkte sammelte, steht Dovizioso als Vizeweltmeister fest. Die Plätze sieben bis zehn gingen an Alvaro Bautista (Angel-Nieto-Ducati), Jack Miller und Danilo Petrucci (beide Pramac-Ducati) sowie an Lokalmatador Hafizh Syahrin (Tech-3-Yamaha).

Bradl sammelt WM-Punkte

Stefan Bradl (LCR-Honda) sammelte bei seinem vierten Renneinsatz in diesem Jahr als 13. seine ersten WM-Punkte. Tom Lüthi (Marc-VDS-Honda) verpasste als 16. seinen ersten Zähler. Bester Aprilia-Fahrer war Aleix Espargaro als Elfter. Im KTM-Lager war es wieder Bradley Smith, der als 15. einen WM-Punkt mitnahm. Sein Teamkollege Pol Espargaro kam nicht ins Ziel.
Für Suzuki-Werksfahrer Andrea Iannone war das Rennen schon in der Anfangsphase vorbei. Am Ende der ersten Runde wurde der Italiener auf der Geraden Richtung Zielkurve von Marquez überholt. Dann hatte Marquez in Kurve 15 in voller Schräglage einen Rutscher. Der direkt dahinter fahrende Iannone versuchte zu reagieren. Genau in diesem Moment klappte das Vorderrad ein und er rutschte in die Wiese.
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