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Griff an die Bremse: Kontroverse Szene um Petr Svoboda und Walid Khan schlägt hohe Wellen in IDM-Rennserie
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Publiziert 09/08/2023 um 15:58 GMT+2 Uhr
Eine kontroverse Szene hat am vergangenen Wochenende in der Motorrad-Rennserie IDM auf dem Red Bull Ring in Österreich hohe Wellen geschlagen. Der Pilot Petr Svoboda warf seinem Kontrahenten Walid Khan in der Supersport-300-Klasse vor, während des Rennens in Richtung seines Bremshebels gegriffen zu haben, um ihn auf der Start-und Zielgeraden überholen zu können.
Petr Sovoboda (r.) und Walid Khan (l.)
Fotocredit: Instagram
"Ein KTM-Fahrer hat versucht, seine Hand an meine Bremse zu legen, während wir in einer engen Gruppe nebeneinander gefahren sind. Nach dieser Situation hat er mich zu Fall gebracht", beschrieb Svoboda seinen Blickwinkel auf die Situation am Red Bull Ring.
Der Tscheche richtete scharfe Worte an seinen Konkurrenten und befand den Zwischenfall als "eine beängstigende Situation, die es im Rennsport nicht geben sollte".
Beobachter erinnerte die Szene an einen Vorfall in der Motorrad-WM, wo 2018 Romano Fenati in der Moto2-Serie seinem Gegner Stefano Manzi in Misano tatsächlich an die Bremse griff und dessen Maschine auch wirklich verzögerte.
Das gleiche widerfuhr Svoboda zum Glück nicht. Dennoch forderte er harte Konsequenzen für Khan: "Was hätte alles passieren können? Ich will gar nicht darüber nachdenken. Ich hatte einen Schutzengel. So etwas sollte auf jeden Fall bestraft und dabei nicht einfach weggeschaut werden."
Khan weist Schuld von sich
Der beschuldigte Khan meldete sich in einem Statement seines Freudenberg-Teams zu Wort. Er verteidigte sein Verhalten und stellte die Szene aus seiner Sicht dar.
"Petr ist auf mich zugekommen und da wir ziemlich nah an der Boxenmauer fuhren, hatte ich Angst, dass sich die Lenker berühren. Aus diesem Grund habe ich meine Hand vom Lenker genommen, um Petr auf Distanz zu halten", erklärte Khan seine Handbewegung.
Zu einer ähnlichen Einschätzung kamen die Verantwortlichen der Rennserie.
"Nach Analyse der verfügbaren Videoaufnahmen aus verschiedenen Kameraperspektiven durch die Race Control traf die Rennleitung die Entscheidung, dass die Handbewegung von Walid Khan nicht dazu diente, Einfluss auf die Bremse von Petr Svoboda zu nehmen", schrieb der Promoter in einem offiziellen Statement.
Schutzsperre vom eigenen Team für Khan
Stattdessen deuteten die Verantwortlichen Khans Handbewegung als Signal, "dass Petr Svoboda ihm Platz lassen soll, da die Streckenbreite durch die Sicherheitslinie der Boxenmauer begrenzt ist". Aufgrund dieser Einschätzung sah sich die Rennserie auch nicht gezwungen, Khan für die folgenden Rennen zu bestrafen.
Nichtsdestotrotz wird der Fahrer des Freudenberg-Teams die anstehenden zwei Rennen nicht bestreiten, gab der Rennstall bekannt. Nicht zuletzt, weil Khan in den Sozialen Medien übel attackiert wurde.
"Wir haben uns aufgrund der vielen Androhungen entschieden, unseren Fahrer Walid Khan zu schützen und ihn weder in Assen noch in Hockenheim an den Start gehen zu lassen", verkündete das Team.
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Quelle: Eurosport
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