Moto-GP - Marc Márquez rutscht in Austin, Texas weg und verliert Führung im WM-Klassement: "Komplett mein Fehler"

Erst setzte Dauersieger Marc Márquez vor dem Start auf einen Trick, dann warf der Spanier beim Texas-Rodeo der MotoGP den Sieg weg und musste seinen jüngeren Bruder in der WM vorbeiziehen lassen. Anschließend gab sich der 32-Jährige reumütig und räumte seinen Fehler im "einfachsten Moment des Rennens" ein. Er habe "25 Punkte verloren", das sein "komplett mein Fehler" gewesen.

Marc Márquez in Texas

Fotocredit: Getty Images

Wie eine Maschine spulte Marc Márquez sein Programm ab. Fuhr in Austin vorneweg, kontrollierte das Feld, so wie immer seit Saisonbeginn, dann passierte es.
Ein bisschen zu viel, ein bisschen zu eng, schon lag der Motorradstar mit seiner Ducati auf dem Boden und warf den sicheren Sieg leichtfertig weg.
"Das war komplett mein Fehler. Ich kann mich nur beim Team entschuldigen", sagte der Spanier zu seinem Aus beim Großen Preis der USA.
Nach fünf Siegen in fünf Rennen fiel der bisherige Dominator vom Sattel, ging leer aus - und verlor auch noch die Führung im WM-Klassement der MotoGP.

Márquez rutscht im "einfachsten Moment" weg

Ehe ihm der Ausrutscher unterlief, hatte Marc Márquez wie auf den Stationen in Thailand und Argentinien, und wie im Sprint am Samstag, scheinbar alles im Griff gehabt.
"Im einfachsten Moment des Rennens, als ich versucht habe, den Vorsprung zu verwalten, habe ich den Kerb etwas zu sehr geschnitten und dabei die Front verloren", beschrieb Márquez sein teures Aus beim Texas-Rodeo. In Kurve 4 bekam sein bislang perfektes Jahr den ersten Riss.
Das Vorderrad rutschte weg, der achtmalige Weltmeister beschädigte sein Motorrad, unter anderem flog die rechte Fußraste weg. Erst nach ein paar weiteren Runden mit hängendem Bein fuhr der stets kämpferische Márquez mit seiner Ducati in die Box.

Bagnaia gewinnt vor Márquez-Bruder Alex

"Ich habe 25 Punkte verloren", sagte der 32-Jährige, im Klassement liegt er nun einen Zähler hinter Bruder Alex (28), der wie in allen vorherigen Rennen Zweiter wurde - diesmal allerdings hinter Francesco Bagnaia. Der Italiener, MotoGP-Champion von 2022 und 2023, liegt nun nur noch zwölf Zähler hinter der Spitze.
Aufregung gab es beim Grand Prix schon, bevor Márquez für neue Spannung im Titelrennen sorgte. Ein Großteil des Feldes stand mit Regenreifen in der Startaufstellung, doch der Asphalt trocknete ab.
Also sprang Pole-Setter Márquez plötzlich vom Bike und sprintete in die Boxengasse - denn dort wartete die Ersatzmaschine mit Slicks.

Márquez springt ab: Karma schlägt zurück

Der Beginn einer Kettenreaktion. Der Rennleitung war das Chaos zu groß, es kam zum Abbruch. "Ein Neustart war die sicherste Lösung", erklärte Renndirektor Mike Webb: "Wir werden die Situation gemeinsam mit den Teams analysieren und das Reglement überarbeiten."
Verlierer waren all jene Fahrer, die mit Trocken-Setup im Grid standen, aber nicht wie erhofft profitierten. "Das war nicht fair", sagte Alex Márquez, seinem Bruder Marc waren solche Überlegungen ziemlich egal: "Ich wusste, dass wenn ich das Grid verlasse, mir mehr als zehn Fahrer folgen und es einen Abbruch geben würde."
Die Rechnung ging auf - dann schlug das Karma zu.
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