Motorrad-Legende Valentino Rossi giftet gegen jahrelangen Erzfeind Marc Márquez: "Nie war jemand so schmutzig"

Valentino Rossi ist einer der erfolgreichsten Motorradrennfahrer der Geschichte. Der Italiener ist 2021 zurückgetreten – seine jahrelange Fehde mit Konkurrent Marc Márquez verfolgt ihn aber offenbar noch heute. In einem Podcast attackierte er seinen langjährigen Konkurrenten heftig. Nie sei jemand so "schmutzig" gefahren wie der Spanier. Dabei liegt der Ursprung des Streits fast zehn Jahre zurück.

Valentino Rossi (R) beäugt seinen Kontrahenten Marc Márquez

Fotocredit: Getty Images

Rossi scheint dennoch noch Jahre nach seinem Rücktritt Groll gegen den 31-Jährigen zu hegen. Im Podcast "Mig Babol" mit Ex-Moto2-Pilot Andrea Migno erklärte er, wie es beim Moto-GP-Rennen in Argentinien zur Fehde mit Márquez kam.
"Ich war stärker als er. Für mich war es eine Formalität, ihn zu überholen. Ich nahm seinen Windschatten auf der Geraden und überholte ihn beim Anbremsen. Bis zu diesem Zeitpunkt verstanden Marc und ich uns gut", betonte Rossi.
Der Italiener ging vorbei, doch Márquez wollte offenbar nicht locker lassen. In der nächsten Rechtskurve kam es zu einer ersten Berührung. "Er dachte, dass die einzige Möglichkeit, mich zu stoppen, darin bestand, mich anzufahren. Er versuchte sofort, mich zu Fall zu bringen, obwohl ich vorne war", führte Rossi weiter aus.
"Er tat es absichtlich, um mich zu Fall zu bringen, weil er nicht verlieren wollte. Also kehrte ich auf meine Linie zurück, wir berührten uns (erneut) und er stürzte. Ab diesem Moment war unsere Beziehung zerrüttet. Er tat weiterhin so, als würde er gut mit mir auskommen, aber das war nur Fassade."

Rossi macht Márquez schwere Vorwürfe

In der Folge gerieten Rossi und Márquez auf der Rennstrecke immer wieder aneinander. Auch beim Titelgewinn von Landsmann Jorge Lorenzo im Jahr 2015 habe der Spanier den heute 45-Jährigen absichtlich ausgebremst, um ihn am Gewinn der Weltmeisterschaft zu hindern:
"Was bringt es dir, dich in so eine Sache einzumischen? Kümmere dich um deinen eigenen Kram! Es war übrigens eine wunderschöne WM, ein großer Kampf zwischen mir und Lorenzo!"
Der Höhepunkt des Streits sei dann der sogenannte"Sepang-Clash" gewesen, so Rossi: "In Malaysia hat er mich während des gesamten Rennens behindert und gestört. Er versuchte, mich drei- oder viermal zu Fall zu bringen."
"Dann, in der langen Rechtskurve, kam ich ihm näher und sah ihm ins Gesicht, als wollte ich sagen: 'Jetzt reicht's, was machst du?!' Wir berührten uns, aber ich habe große Zweifel an diesem Kontakt. Keine Ahnung, eigentlich verhakte sich sein Bremshebel in meinem Knie. Ich wollte ihn nicht zu Fall bringen, aber er stürzte."
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Valentino Rossi und Marc Marquez während des Malaysia GP in Sepang

Fotocredit: AFP

Am Ende kostete der Crash Rossi seinen zehnten WM-Titel, er wurde strafversetzt und musste im nächsten Rennen vom letzten Platz starten: "Mir gefror das Blut, weil ich wusste, dass ich die WM verloren hatte." Eine Niederlage, die der Italiener offenbar bis heute nicht überwunden hat.
So lautet Rossis Fazit auch heute noch: "Es gibt viele, die böse, aggressiv, an der Grenze des Schmutzigen sind. Aber es war noch nie ein Fahrer so schmutzig wie er. Ich könnte viele Beispiele nennen, aber nie hat jemand, von den Ausnahmetalenten des Motorsports, gekämpft, um einen anderen Fahrer verlieren zu lassen."
Freunde werden Rossi und Márquez nach diesen Aussagen wohl nicht mehr. Inzwischen kreuzen sich ihre Wege aber nicht mehr - während Marquez nach langer Durststrecke zuletzt wieder einen Sieg auf dem Motorrad einfuhr, ist Rossi inzwischen in der Langstrecken-WM WEC unterwegs.
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Rossi gibt WEC-Debüt: "Das Highlight wird Le Mans"

Quelle: Eurosport


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