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Skandal bei Kart-WM: Fahrer schmeißt Frontflügel - dann Schlägerei
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Publiziert 05/10/2020 um 17:15 GMT+2 Uhr
Skandalöse Szenen bei einem Rennen der Kart-Weltmeisterschaft in Lonato/Italien haben die FIA auf den Plan gerufen. Der Automobil-Weltverband hat Ermittlungen eingeleitet, nachdem der italienische Fahrer Luca Corberi an der Strecke völlig ausgeflippt war. Da Corberi nach einer Kollision mit Paolo Ippolito ausgeschieden war, warf er mit Teilen nach dem Kontrahenten, als dieser vorbeifuhr.
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Fotocredit: Eurosport
Im Parc fermé ging Corberi dann auf Ippolito los, es entwickelte sich eine wüste Schlägerei mit mehreren Beteiligten.
"Die FIA und der ACI (Automobile Club d'Italia, d. Red.) sind zutiefst besorgt wegen der beunruhigenden Szenen, die sich bei der Kart-Weltmeisterschaft in Lonato/Italien ereignet haben und an denen Fahrer, Teammitglieder und Streckenposten beteiligt waren", teilte die FIA mit.
Eine Untersuchung der Vorfälle sei eingeleitet worden.
Ansehen: Hier wirft Corberi mit einem Frontflügel nach seinem Gegner:
Corberi kündigt seinen Rücktritt vom Motorsport an
Noch am Montag kündigte Corberi nach dem Skandal seinen Rücktritt an und entschuldigte sich für sein Verhalten: "Ich möchte mich bei der Motorsportwelt für das, was ich getan habe, entschuldigen. Es gibt keine Ausrede, die erklären kann, warum ich mich so schändlich benommen habe. Das ist mir in den 15 Jahren meiner Karriere noch nie passiert, und ich hoffe ernsthaft, dass wir das zukünftig auch von niemandem mehr sehen werden."
"Als ich nach dem Rennen zu den Sportkommissaren gerufen wurde, habe ich sie gebeten, meine Lizenz einzuziehen, denn ich war mir meiner unentschuldbaren Fehler bewusst. Sie haben mir dann aber anhand des Regelbuchs gezeigt, dass sie dazu gar nicht befugt sind. Seid also bitte nicht gegen sie, sie haben ihr Bestmöglichstes getan."
"Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, für den Rest meines Lebens nicht mehr an Motorsport-Veranstaltungen teilzunehmen. Das ist kein Akt der Selbstjustiz, sondern einfach die richtige Entscheidung."
"Meine Familie betreibt seit 1985 Kartsport. Wir sind damit aufgewachsen und haben gute und schlechte Zeiten erlebt. Diese Episode wird als die schlimmste in der Geschichte unseres Sports in Erinnerung bleiben, ich werde das nie vergessen."
"Ich bitte nicht um Nachsicht, denn die habe ich nicht verdient. Ich werde mit allen geforderten Strafen einverstanden sein. Ich schreibe das heute um mich zu entschuldigen, auch wenn das nicht ausreicht. Von allen schlechten Dingen, die bei dieser Veranstaltung passiert sind, habe ich das schlimmste getan. Ein Junge, der seinen Sport liebt, und der sich nach dem schlimmsten Tag in seinem Leben an die guten Momente im Rennsport erinnern wird."
(SID)
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