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Johannes Rydzek stürmt bei Flug-Premiere aufs Podest - Johannes Lamparter nach Sieg dicht vor Gesamtweltcuperfolg
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Update 27/02/2026 um 17:05 GMT+1 Uhr
Ein Highlight nach dem Tiefpunkt: Johannes Rydzek hat die Olympia-Enttäuschung gut weggesteckt und ist bei der Skiflug-Premiere im Weltcup der Nordischen Kombinierer in Bad Mitterndorf/Österreich auf das Podest gestürmt. Der 34 Jahre alte Oberstdorfer musste sich am Freitag als Dritter nur dem Finnen Ilkka Herola und dem Österreicher Johannes Lamparter geschlagen geben.
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Johannes Rydzek glühte noch Minuten nach der Landung vor Adrenalin. "Das war unglaublich cool und unglaublich schön", sagte der so erfahrene Kombinierer, der mit fast 35 Jahren noch eine Premiere erleben durfte: Beim ersten Skiflug-Weltcup der Schnee-Zweikämpfer testeten die 30 Topathleten ihre Grenzen aus - und flogen am Kulm in bislang nur Spezialisten vorbehaltene Regionen.
Dass Rydzek berauscht von seinem 212,5-m-Flug vom Riesenbakken in der Steiermark noch von Platz sieben im 7,5-km-Langlauf im Auslauf der Schanze auf Rang drei stürmte, entschädigte ihn für die herbe Olympia-Enttäuschung. In Norditalien war das deutsche Team ohne Medaille geblieben, zum Abschluss platzte Rydzeks Gold-Traum im Teamsprint nach einem Sturz von Vinzenz Geiger.
Acht Tage später musste sich Rydzek als Dritter nur dem Finnen Ilkka Herola und dem Österreicher Johannes Lamparter geschlagen geben, lag im Spurt um Platz drei in einer großen Gruppe um Norwegens Dreifach-Olympiasieger Jens Luraas Oftebro vorne. "Der Sturz bei Olympia hat uns noch enger zusammengeschweißt", sagte Rydzek in der "ARD".
Herola setzte sich bei seinem zweiten Weltcupsieg mit 0,1 Sekunden Vorsprung auf Lamparter durch, der mit 236,5 m die Tagesbestweite erzielt hatte und nun dicht vor seinem zweiten Weltcup-Gesamtsieg steht. Rydzek lag 16,2 Sekunden zurück. Wendelin Thannheimer als Achter und Julian Schmid auf Platz neun schafften es ebenfalls in die Top 10. Geiger kam nach einem schwachen Flug nur auf Rang 17.
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Rydzek hofft auf Verbleib im Kalender
Für Rydzek und Geiger waren es nicht die ersten Skiflug-Erfahrungen. 2022 hatten sie an den Trainingsdurchgängen beim Weltcup in Oberstdorf teilgenommen.
Bester DSV-Starter auf der Riesenschanze war David Mach mit 220,5 m auf Platz vier. Im Training am Donnerstag war er bei seiner Premiere bereits auf 236,0 m gesegelt. "Alle hatten sicherlich die Hosen voll. Aber jetzt will ich schnell wieder fliegen", sagte der 25-Jährige.
Der deutsche Rekord unter den Spezialisten steht bei 248,0 m, erzielt von Markus Eisenbichler in Planica, den Weltrekord hält der Slowene Domen Prevc mit 254,5 m. Die reinen Springer, die am Samstag und Sonntag am Kulm zwei Weltcupfliegen bestreiten, agieren allerdings mit deutlich weniger Anlauf.
"Ich hoffe, das bleibt im Kalender", sagte Rydzek. Nachteil des Spektakels: Die Frauen, die ohnehin um ihr Standing in der Kombination kämpfen, sind wie bei Olympia nicht beim Fliegen dabei - bei den meisten Kombiniererinnen reicht das Niveau noch nicht für die Flugschanzen.
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(SID)
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