Anni Friesinger, Natalie Geisenberger und Martin Schmitt über ihre wichtigsten Olympiamedaillen und emotionale Momente
VonFabian Kunze
Update 08/01/2026 um 17:26 GMT+1 Uhr
Drei Legenden, drei Geschichten, dreimal Olympia: Eurosport-Expert:innen Anni Friesinger, Natalie Geisenberger und Martin Schmitt sprechen über ihre wichtigsten Olympiamedaillen, emotionale Höhepunkte und die Kraft des olympischen Geistes. Was ihre Erfolge für sie bedeuten und wie sie den Zauber von Olympia weitergeben wollen, haben sie im Interview mit dem Magazin "Milano Cortina .26" verraten.
Emotion pur! Alle deutschen Goldmedaillen 2022 mit Eurosport-Kommentar
Quelle: Eurosport
Wenn Natalie Geisenberger, Anni Friesinger und Martin Schmitt über ihre Olympiamedaillen sprechen, wird schnell klar: Jede Auszeichnung steht für einen ganz eigenen Meilenstein und eine besondere Geschichte. Zusammen bringt es das Expert:innen-Trio von Eurosport auf 15 olympische Medaillen – zehn davon in Gold.
Für Geisenberger, sechsfache Rodel-Olympiasiegerin, ist jede Medaille einzigartig. "Die Bedeutung meiner Medaillen will und kann ich gar nicht vergleichen", sagt die 37-Jährige, für die Bronze bei den ersten Spielen in Vancouver die Erfüllung eines Kindheitstraums war. Das erste Gold in Sotchi war die Krönung, doch besonders emotional wurde es in Peking, als sie als junge Mutter zurückkehrte und erneut ganz oben stand: "Das war für mich persönlich sicher das emotionalste Gold."
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"Schnellste Mutti der Welt!" Der Gold-Hattrick von Natalie Geisenberger
Quelle: Eurosport
Friesinger, dreifache Goldmedaillengewinnerin im Eisschnelllauf, hebt ihr Einzelgold über 1500 Meter in Salt Lake City 2002 hervor. "Über die 1500, meine Lieblingsdistanz, war ich die ganze Saison ungeschlagen", erinnert sich Friesinger. Doch so richtig laufen wollte es bei den Spielen zunächst nicht. "Die Rennen davor knapp an einer Medaille vorbei, der Beef mit Claudia Pechstein, der zum öffentlichen Eklat wurde. Dieses Gold, und dann noch mit Weltrekord, war für mich persönlich so wichtig, ein Sieg über mich, meine Zweifel, alle meine Zweifler. Die mit Abstand schönste Medaille meiner Karriere."
Ich habe das Gold dann auch in souveräner Manier nach unten gebracht...
Auch Skisprung-Olympiasieger Schmitt erinnert sich besonders an 2002 und ein Teamgold, über dessen Zustandekommen er heute noch manchmal den Kopf schütteln muss. Nachdem es im Verlauf der Einzelwettbewerbe nicht rund lief, blieb dem hocheingeschätzten deutschen Team nur noch das Mannschaftsspringen, um die erwartete Goldmedaille zu gewinnen. "Vor dem allerletzten Sprung kam Sven (Hannawald) noch mal zu mir hoch und sagte: ‚Martin, ich mache mir keine Sorgen, du machst das schon. Ich geh' schon mal runter zur Siegerehrung.‘ Er hatte offenbar keinerlei Zweifel", erinnert sich Schmitt im Gespräch mit dem Magazin "Milano Cortina .26". Und Schmitt lieferte ab, wie er mit einem Schmunzeln auf den Lippen erzählt: "Ich habe das Gold dann auch in souveräner Manier nach unten gebracht. Mit einem Vorsprung von 0,1 Punkten. Ein Zehntel! Immer noch Wahnsinn!"
Alle drei sind sich einig: Der olympische Geist, die Begegnung mit anderen und die Vielfalt des Sports sind einzigartig. "Olympia hat eine Wirkung über den eigenen Sport hinaus", sagt Schmitt. Friesinger unterstreicht den Wert eines Olympiasieges an einem ganz einfachen Beispiel: "Für den Zweiten gibt es nicht mal ein Wort. Vize-Olympiasieger? Gibt es nicht!" Umso schöner, wenn die Olympiamedaille für die Ewigkeit golden glänzt. "Es gibt keinen Ex- oder ehemaligen Olympiasieger", sagt Geisenberger. "Das bleibt man für immer!"

Olympia-Magazin "Milano Cortina.26" mit den Eurosport-Experten im Interview
Fotocredit: From Official Website
Das komplette Interview mit Anni Friesinger, Natalie Geisenberger und Martin Schmitt lesen Sie im Magazin "Milano Cortina .26", erhältlich ab 11. November für nur 5 Euro im Bahnhofsbuchhandel, am Zeitschriftenkiosk oder online unter https://2026magazin.de/
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