Olympische Winterspiele 2030 - Nordische Kombination fliegt aus dem Programm: DOSB bedauert IOC-Entscheidung

Das Olympia-Aus der Nordischen Kombination ist besiegelt. Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Dienstag nach einer Sitzung seiner Exekutive bekannt gab, gehört die traditionsreiche Mischung aus Skispringen und Skilanglauf bei den Winterspielen 2030 in den französischen Alpen nicht mehr zum olympischen Programm.

DSV-Boss Schlütter zum Olympia-Aus der NoKo: "Konsequenzen zu erwarten"

Quelle: Eurosport

"Ich teile die Enttäuschung der Athletinnen und Athleten, die über Jahre mit großer Disziplin, Leidenschaft und Entbehrung auf die Verwirklichung ihres olympischen Traums hingearbeitet haben und nun zunächst mit dieser Entscheidung leben müssen", sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert: "Zugleich müssen wir anerkennen, dass das IOC das olympische Programm im Sinne zukunftsfester Spiele an veränderte Rahmenbedingungen anpassen muss."
Weiterhin dabei ist der Parallel-Riesenslalom der Snowboarder. Dieser hatte ebenfalls auf dem Prüfstand gestanden. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bedauert die Entscheidung des IOC.
"Wir können verstehen, dass die Athleten enttäuscht sind. Wir haben aber auch sehr gute Gespräche mit dem internationalen Verband darüber geführt, welche Erwartungen in Zukunft bestehen und dass die Möglichkeit einer Teilnahme im Jahr 2034 weiterhin besteht", sagte IOC-Präsidentin Kirsty Coventry bei einer Pressekonferenz.
Der Österreichische Skiverband (ÖSV) wurde in einer Stellungnahme noch deutlicher: "Die heutige Entscheidung des IOC ist eine Hiobsbotschaft für den österreichischen Wintersport und ein schwerer Schlag für die Nordische Kombination", wurde ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher zitiert: "Kaum eine andere Disziplin steht so sehr für Tradition und eine österreichische Erfolgsgeschichte wie diese. Wir sind zutiefst enttäuscht, dass die sichtbare Weiterentwicklung dieser Sportart nicht ausreichend berücksichtigt wurde."

NoKo seit den ersten Winterspielen im Programm

Die NoKo war seit der Winterspiel-Premiere 1924 in Chamonix dabei, allerdings wurde die "Königsdisziplin" des Wintersports vor Jahren schon angezählt. Das IOC, das sich Geschlechtergleichheit auf die Fahnen geschrieben hat, formulierte einige Kritikpunkte: zu geringe internationale Verbreitung, begrenzte Zahl konkurrenzfähiger Nationen und vergleichsweise geringe globale Zuschauerreichweite.
Auch im Februar Mailand und Cortina waren die Frauen, die seit 2020 Weltcups austragen, nicht zugelassen gewesen.
"Hinsichtlich der meisten Beliebtheitsindikatoren belegte die Nordische Kombination bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014, PyeongChang 2018, Peking 2022 und Mailand-Cortina 2026 den letzten Platz unter allen Disziplinen.
Bei den jüngsten Olympischen Winterspielen rangierte sie bei 11 der 14 untersuchten Beliebtheitsindikatoren auf dem letzten Platz", erklärte das IOC.
(SID)
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IOC-Präsident Coventry besucht Olympisches Dorf

Quelle: Eurosport


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