Olympia 2024 - IOC-Präsident Dr. Thomas Bach im exklusiven Eurosport-Interview: Vorfreude auf "echte Gänsehautmomente"

Nach 100 Jahren kehren die Olympische Spiele 2024 nach Paris zurück. Gut sechs Wochen vor dem Start der Sommerspiele in der französischen Hauptstadt hat Eurosport exklusiv mit IOC-Präsident Dr. Thomas Bach gesprochen. Bach setzt in unruhigen Zeiten auf die Strahlkraft der Spiele als etwas, "das uns vereint, uns zusammenbringt und uns Hoffnung gibt". Sicherheitsbedenken hat der 70-Jährige nicht.

IOC-Präsident Bach verrät: "Da hatte ich Tränen in den Augen"

Quelle: Eurosport

Sicherheitsbedenken hat der 70-Jährige nicht. "Auch weil ich wusste, dass von Beginn an alle Sicherheitsdienste und alle Behörden in die Entscheidungsfindung einbezogen waren, so dass wir uns jetzt mit großer Vorfreude auf echte Gänsehautmomente einstellen können", sagt Bach mit Blick auf die Eröffnungsfeier auf der Seine.
Besonders freut sich Bach, dass bei Paris 2024 erstmalig die konkreten Auswirkungen der Olympischen Agenda zum Beispiel bei der Geschlechterparität zu sehen sein werden. "Wir haben seit Beginn unserer Olympischen Agenda im Jahr 2014 darauf hingearbeitet. Schließlich haben wir es in Paris gemeinsam mit den internationalen Verbänden geschafft, die gleiche Anzahl von Qualifikationsplätzen für weibliche und männliche Athleten zu vergeben", sagt Bach im exklusiven Gespräch mit Eurosport:
Herr Bach, Sie sind nun bereits zum dritten Mal für die Olympischen Spiele verantwortlich. Nehmen Sie uns doch bitte mal mit - wie läuft das für Sie ab?
IOC-Präsident Dr. Thomas Bach: Es ist eine arbeitsreiche, aber auch eine aufregende Zeit.  Alle Vorbereitungen laufen sehr gut. Wir sehen das Olympische Feuer, das Frankreich beflügelt, und wir spüren die Vorfreude der ganzen Welt. Denn die Menschen rund um den Globus haben genug von Nachrichten über Kriege, Konflikte, Sanktionen, Hass und Aggression. Ich glaube, wir alle sehnen uns im Herzen nach etwas, das uns vereint, uns zusammenbringt und uns Hoffnung gibt. Deshalb ist es eine aufregende Zeit, in der wir den Menschen auf der ganzen Welt diese Hoffnung geben wollen.
Derzeit findet in Frankreich der Fackellauf statt. Mit welcher Offenheit haben die Franzosen dieses Ereignis auf seinem Weg nach Paris aufgenommen?
Bach: Ich muss sagen, ich war überwältigt. Wenn ich mir die Bilder aus Marseille ansehe, sehe ich, wie 230.000 Menschen das Olympische Feuer empfangen. Die Flamme, das Schiff, die französischen Farben in der Luft, die Olympischen Ringe, die in den Himmel gezeichnet wurden, das war überwältigend. Ich muss zugeben, dass ich in manchen Momenten Tränen in den Augen hatte, als ich das sah.
Werden Sie in diesem Jahr auch am Fackellauf teilnehmen?
Bach: Auf jeden Fall. Ich mache das bei allen Spielen, und ich mache das mit dem größten Vergnügen.
Was bedeutet es für Frankreich, die Olympischen Spiele nach so vielen Jahren zurückzubekommen?
Bach: Es ist 100 Jahre her, seit 1924, dass Paris das letzte Mal die Ehre hatte, diese Spiele auszurichten. Es war an der Zeit, nach Frankreich zurückzukehren. Ich könnte mir im Moment keine bessere Stadt für die Organisation der Olympischen Spiele vorstellen als die Stadt des Lichts, die Stadt unseres Begründers, Pierre de Coubertin. Eine Stadt und ein Organisationskomitee, die bereit sind, alle Reformen der Olympischen Agenda in Angriff zu nehmen, um junge, integrative, nachhaltige und urbane Spiele zu veranstalten. Das ist sehr spannend.
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100 Jahre Olympia in Paris: Von 1924 bis 2024

Quelle: Eurosport

Sie sprechen die Stadt des Lichts an. Paris wird auch die Stadt der Liebe genannt. Glauben Sie, dass Paris und Frankreich sich ein wenig an diese Themen anlehnen werden?
Bach: Sicherlich. Paris ist eine Stadt des Lichts, eine Stadt der Liebe und eine Stadt mit einer großen Leidenschaft für den Sport. Es kommen also all diese Elemente zusammen.
Lassen Sie uns über die Geschlechterparität sprechen. Es sind die ersten Spiele, bei denen die gleiche Anzahl von Männern und Frauen am Start sein wird. Was bedeutet das für Sie und die Spiele?
Bach: Wir haben seit Beginn unserer Olympischen Agenda im Jahr 2014 darauf hingearbeitet. Die ersten bescheidenen Fortschritte haben wir in Rio gemacht, da zwischen 2014 und 2016 nicht viel Zeit blieb. Dann haben wir in Tokio einen größeren Schritt gemacht und waren nahe dran. Schließlich haben wir es in Paris gemeinsam mit den internationalen Verbänden geschafft, die gleiche Anzahl von Qualifikationsplätzen für weibliche und männliche Athleten zu vergeben.
Sie haben es auch bei den Youth Olympic Games geschafft und dort bereits Geschlechterparität hergestellt. Gilt das auch intern, z. B. bei den Mitgliedern der IOC-Kommission?
Bach: Man kann so etwas nicht nur in Bezug auf den sportlichen Wettkampf tun, man muss versuchen, mit gutem Beispiel voranzugehen. Und genau das tun wir als Organisation. So haben wir nach den Reformen der Olympischen Agenda den Anteil der weiblichen IOC-Mitglieder von etwa 20 Prozent auf 41 Prozent erhöht. Bei den Kommissionen ist es etwas einfacher, denn dort kann ich die Kommissionsmitglieder ernennen, und wir haben vollständige Geschlechterparität. Im Moment haben wir sogar einen Posten mehr für Frauen. Wir verfügen also über die volle Geschlechterparität, auch in diesem Bereich.
Das Olympische Dorf wird im Hinblick auf Frauen ebenfalls sehr zukunftsorientiert sein. So gibt es zum Beispiel einen Ort, an dem Mütter mit ihren Kindern zusammen sein können.
Bach: Das ist wirklich eine großartige Innovation. Für Tokio und Peking mussten wir improvisierte Lösungen finden, als einige junge Mütter oder Athletinnen zu uns kamen und fragten, ob wir nicht helfen könnten. Da mussten wir improvisieren und das ist uns gelungen. Ich werde den Moment in Tokio während der Eröffnungsfeier nicht vergessen, als ich nach meiner Rede vom Rednerpult trat, an den Athleten vorbeiging, und eine Athletin mich plötzlich am Arm festhielt und ich fragte: "Was ist denn los?" Sie sagte nur: "Ich wollte mich bei Ihnen bedanken, dass Sie mir mit meinem Baby so geholfen haben." Das hat mir gezeigt, wie wichtig die Sache ist. Deshalb sind wir mit dieser Lösung für Paris sehr zufrieden.
Wir kennen die derzeitige Situation in der Ukraine. Es heißt, dass es möglicherweise weder von russischer noch von ukrainischer Seite einen olympischen Waffenstillstand geben wird. Wie viel Einfluss können Sie darauf nehmen, dass dies geschieht?
Bach: Leider haben wir nicht nur den Krieg in der Ukraine, sondern mehr als 20 Kriege und bewaffnete Konflikte auf der ganzen Welt. Da ist es die Aufgabe des IOC und der Olympischen Spiele zu zeigen, dass man auch im Wettbewerb stehen, sogar in einem sehr harten Wettbewerb, aber gleichzeitig friedlich zusammenleben kann. Unsere Aufgabe ist es also, alle in Paris zusammenzubringen - und der Welt zu zeigen: Seht her, das ist das Olympische Dorf und dort leben sie alle zusammen, sie teilen ihre Mahlzeiten, sie haben Spaß zusammen, und dann gehen sie in den Wettkampf und messen sich. Sie folgen alle denselben Regeln. Und bei diesen Regeln geht es um Respekt, um Solidarität, um Fairness und am Ende um Frieden. Daran arbeiten wir, um zu zeigen, dass alle Nationalen Olympischen Komitees die Regeln einhalten werden. Sie sind willkommen, ungeachtet aller politischen, kulturellen, religiösen oder sonstigen Unterschiede. Die Spiele müssen und sollen diese Einheit der Menschheit in all ihrer Vielfalt zeigen. Und dass wir die Vielfalt nicht als etwas betrachten, das uns trennt, sondern als etwas, das jeden von uns bereichert.
Was waren Ihre Gedanken in Bezug auf die Eröffnungszeremonie, als jemand zu Ihnen kam und sagte: "Wir möchten dieses Jahr die Eröffnungsfeier auf der Seine veranstalten"?
Bach: Die Idee dazu entstand wie folgt: Bei den Youth Olympic Games 2018 gab es eine Eröffnungsfeier unter freiem Himmel, und das hat sehr gut funktioniert. Hunderttausende Menschen waren auf der Hauptstraße in Buenos Aires um den Obelisken herum versammelt, und es herrschte eine großartige Stimmung. Noch in Buenos Aires sprach ich mit Tony Estanguet und sagte: "Tony, ich könnte mir das auch gut für Paris vorstellen." Tony meinte, das wäre sehr schwierig. Wir unterhielten uns weiter und kamen immer wieder auf die Idee zurück. Da sagte Tony: "Weißt du, ich muss erst die Sicherheitsbehörden konsultieren, aber ich denke, es ist wirklich eine gute Idee." Irgendwann habe ich dann gesagt, dass man es auf den Champs-Élysées machen könnte. Eines Tages kam Tony zurück und sagte: "Ich glaube, wir sind am Ziel. Das ist die gute Nachricht für dich, denn du wolltest es ja. Aber die schlechte Nachricht ist, dass es nicht die Champs-Élysées sein werden." Also fragte ich, wo es stattdessen sein soll? Und er antwortete: "Die Seine." Ich meinte, das sei eine noch bessere Nachricht, denn diese Idee sei brillant, viel besser als jede andere Lösung. Ich war also von Anfang an begeistert. Auch weil ich wusste, dass von Beginn an alle Sicherheitsdienste und alle Behörden in die Entscheidungsfindung einbezogen waren, sodass wir uns jetzt mit großer Vorfreude auf echte Gänsehautmomente einstellen können.
Haben Sie Sicherheitsbedenken in Bezug auf die Eröffnungsfeierlichkeiten?
Bach: Wir haben volles Vertrauen in die französischen Behörden. Sie waren von Anfang an in diesen Prozess eingebunden. Wir erhalten regelmäßig Informationen, und alle arbeiten sehr, sehr sorgfältig und sehr professionell. Zudem profitieren sie von der guten Zusammenarbeit mit anderen Nachrichtendiensten auf der ganzen Welt. Wir haben also wirklich volles Vertrauen in die französischen Behörden und die internationalen Partner.
Sind Sie erleichtert, dass es in Paris viel weniger Hindernisse gibt als bei den letzten beiden Sommerspielen?
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Einblick in Eröffnungsfeier: Spektakuläre Fahrt auf der Seine

Quelle: Eurosport

Bach: Es gab auch diesmal einige Herausforderungen, wenn ich an die geopolitische Lage und die Spannungen denke. Aber Sie wissen ja, wir sind im Sport. Am Ende geht es nicht um die Vorbereitungen, sondern um das Ergebnis. In Rio hatten wir Spiele, trotz der enormen Herausforderungen durch eine der vielleicht schlimmsten wirtschaftlichen und politischen Krisen in der Geschichte des Landes. Wir hatten die Spiele in Tokio während der Pandemie. Aber am Ende waren beide Spiele erfolgreich. Sie werden von den Athletinnen und Athleten und der ganzen Welt sehr geschätzt. Deshalb konzentrieren wir uns nicht auf die Herausforderungen oder die Vorbereitungen, sondern wir freuen uns auf weitere, hoffentlich großartige Spiele. Für uns sind es wiederum großartige Spiele, weil wir hier zum ersten Mal sehen, wie unsere olympischen Reformen mit Leben gefüllt werden, wie sie Früchte tragen. In dieser Hinsicht ist Paris also etwas ganz Besonderes. Für mich persönlich vielleicht sogar noch mehr, denn ich liebe Paris seit meiner Zeit als Athlet, die schon ein paar Jahre zurückliegt. Jetzt in diese Stadt zurückzukommen, die mir so sehr am Herzen liegt, ist für mich persönlich ein ganz besonderes Gefühl.
Haben Sie das Gefühl, dass Paris in Anbetracht dessen, was wir in letzter Zeit erlebt haben, eine noch größere Verantwortung hat, die besten Spiele zu veranstalten, die es je gab?
Bach: Das ist die Aufgabe eines jeden Organisationskomitees, sie müssen immer die besten Spiele aller Zeiten ausrichten. Und deshalb sollte man die Spiele niemals vergleichen. Jede Ausgabe muss authentisch sein und darf keine Kopie einer anderen Ausgabe der Olympischen Spiele sein. Wenn es Kopien gäbe, würde es mit der Zeit langweilig werden. Jede Ausgabe der Spiele muss also innovativ sein, die Kultur des Gastgeberlandes widerspiegeln und wegweisend sein. Bis jetzt sind in Paris alle Zutaten dafür vorhanden. Aber wir sind im Sport, wissen Sie, und am 26. Juli beginnt ein Spiel, dessen Schlusspfiff bei der Schlussfeier sein wird.
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Olympia-Countdown in Paris läuft: Zverev on Tour

Quelle: Eurosport

Steht Paris unter Druck, großartige Spiele veranstalten und ein dauerhaftes Vermächtnis hinterlassen zu müssen, da die Bewerberzahl für künftige Spiele nicht so hoch war?
Bach: Auch hier gilt: Jeder Gastgeber sollte ein Vermächtnis hinterlassen. Mit unseren Reformen haben wir die Gastgeberstädte in die Lage versetzt, ein noch besseres Erbe zu hinterlassen, weil wir die gesamte Organisation der Spiele geändert haben. Vor Paris haben wir der Stadt gesagt, wie sie aussehen muss, wenn sie Olympische Spiele haben will. Jetzt sagen wir, wie wir die Spiele an die Entwicklung der Stadt anpassen können. Deshalb haben wir diese urbanen Spiele, diese jugendlichen Spiele, diese nachhaltigen Spiele in Paris konzipiert. Paris wird hoffentlich den Weg für künftige Olympische Spiele weisen."
Das Organisationskomitee nutzt auch einige der französischen Überseegebiete, wie Französisch-Polynesien und Tahiti, für das Surfen, was eine tolle Chance für diese Gebiete ist und zeigt, was Frankreich zu bieten hat.
Bach: Dies ist eine französische Entscheidung, die vom Internationalen Verband unterstützt wurde. Auch das ist ein Teil der Authentizität des Gastgebers. Wir können ihren Ansatz mehr oder weniger nur zur Kenntnis nehmen.
Haben Sie die Big Wave dort schon erlebt?
Bach: Die Surfer haben darüber gesprochen, als die Austragung dort genehmigt wurde, und der Internationale Verband hat darüber gesprochen. Hoffen wir also, dass die Wellen halten, was sie versprechen!
Haben Sie das Gefühl, dass wir mit der Aufnahme neuer Sportarten an der Kapazitätsgrenze angelangt sind oder können weitere hinzugefügt werden, ohne dass die Spiele zu groß werden?
Bach: Wir kontrollieren die Größe der Spiele und arbeiten dabei eng mit dem Organisationskomitee zusammen. Dies ist ein weiterer Teil der Reform. Wir haben gesagt, dass das IOC ab dem Zeitpunkt der Unterzeichnung durch das Gastgeberland keine neuen Sportarten aufnehmen oder andere Maßnahmen vorschreiben kann, die sich auf den Haushalt auswirken. Wir haben uns also sehr über den Vorschlag aus Paris gefreut, Breaking aufzunehmen. Ich komme gerade von den Olympischen Qualifikationswettkämpfen in Shanghai, und die Athleten haben uns erzählt, dass ihr Sport einen Aufschwung erlebt hat, seit er olympisch ist. Die Leistungen sind atemberaubend. Als ich Breaking zum ersten Mal bei den Youth Olympic Games in Buenos Aires gesehen habe, war das schon sehr interessant. Ich musste lernen, dass ich nicht applaudieren darf, dass ich meine Anerkennung auf andere Weise zeigen muss. Mit Shanghai war das dennoch nicht vergleichbar. Das ist eine andere Liga, was die Leistung angeht. Deshalb freue ich mich sehr darauf.

Werden wir in Zukunft auch eSports sehen?
Bach: Es wird hoffentlich schon bald Olympische eSport-Spiele geben. Wir streben die Einbeziehung von eSports in die Spiele aus verschiedenen Gründen nicht an - aus organisatorischen und budgetären Gründen -, aber wir arbeiten an der Schaffung von Olympischen eSports-Spielen, und es geht voran. Ich kann Ihnen noch kein festes Datum nennen, aber ich hoffe, sehr bald.
Wie wichtig ist nicht nur das Flüchtlingsteam, sondern auch das, was wir als Warner Bros. Discovery mit der Home Crowd Initiative zu tun versuchen?
Bach: Wir sind sehr dankbar für das, was WBD tut und wie Sie es tun. Ich bin wirklich begeistert. Ich habe einige Bilder gesehen. Sie präsentieren das Projekt auf großartige Weise, denn Sie sprechen nicht nur über das Team, als wäre es gerade vom Himmel gefallen, sondern Sie zeigen auch all die Schwierigkeiten, die jeder Einzelne durchmachen musste, um hierher zu gelangen. Das ist die eigentliche Botschaft des Flüchtlingsteams. Man kann zeigen, was Menschen erreichen können, wie belastbar und stark Menschen sein können und wie der Sport ihnen helfen kann, diese Herausforderungen zu überwinden - und wie sehr Flüchtende mit diesen menschlichen Qualitäten eine Bereicherung für jede Gesellschaft sind. Mit dem IOC Refugee Olympic Team wollen wir zeigen, welche Bereicherung sie für unsere Olympische Gemeinschaft sind. Also, danke, dass Sie das tun und wie Sie das tun.
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Olympics - Paris 2024 - 1 in 100 Million - Olympic refugee team

Quelle: Eurosport

Eines der bekanntesten Mitglieder des Teams ist Yusra Mardini. Wussten Sie, dass sie in Paris als Reporterin für Warner Bros. Discovery arbeiten wird?
Bach: Ja, ich weiß es, denn wir stehen in regelmäßigem Kontakt. Ich denke, es ist eine große Chance für sie, denn sie muss sich mit einem Leben nach dem Sport befassen. Sie hat in L.A. studiert, aber es wird ihre erste echte berufliche Herausforderung sein. Ich danke Ihnen, dass Sie ihr diese Chance geben, und ich bin sicher, dass sie mit all der Entschlossenheit und dem Willen arbeiten wird, die sie in ihrer gesamten Karriere im Sport und darüber hinaus gezeigt hat.
Werden Sie in diesem Jahr bei einigen Wettkämpfen dabei sein und wie neidisch sind Sie, dass die Wettkämpfe in Ihrer ehemaligen Sportart, dem Fechten, auf der grandiosen Bühne des Grand Palais stattfinden werden?
Bach: Neid entspricht nicht meinem Naturell. Ich freue mich sehr für die Athleten, dass sie ihre Olympischen Wettkämpfe im Grand Palais austragen können. Das ist ein Traum. Und deshalb freue ich mich sehr für sie. Natürlich werde ich auch beim Fechten zuschauen. Wissen Sie, das größte Privileg eines IOC-Präsidenten ist es, dass man während der Olympischen Spiele alle Sportarten sehen kann.
Wie schaffen Sie es, alle Sportarten live zu sehen?
Bach: Ich schaffe es. Bevor ich Präsident wurde, hatte ich mit einem anderen IOC-Kollegen und Freund eine Wette abgeschlossen, wer es schaffen würde, alle Sportarten bei einer Ausgabe der Spiele zu sehen. Diese Wette lief seit 1992 in Barcelona, und wir haben es beide nie geschafft. Und dann in Rio, bei meinen ersten Spielen als Präsident, habe ich es geschafft. Ich habe die Wette gewonnen. Aber ich habe ihm gesagt, dass er die sehr gute Flasche Rotwein nicht zu zahlen braucht, weil ich den unfairen Vorteil der Privilegien eines IOC-Präsidenten hatte. Wir haben uns also die Hände geschüttelt und alles war gut. Deshalb bleibt es eine Herausforderung, aber ich werde es schaffen. Wie wir es tatsächlich machen, müssen Sie die Leute in meinem Büro fragen, die setzen dieses Puzzle irgendwie zusammen!
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Quelle: Eurosport


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