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Paralympics 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo eröffnet - getrübte Stimmung durch Boykott zahlreicher Nationen
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Update 11/03/2026 um 18:33 GMT+1 Uhr
Die 14. Paralympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo sind eröffnet. Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella sprach am Freitag um 21.19 Uhr im Amphitheater von Verona die traditionelle Begrüßungsformel, angesichts der Wiederzulassung Russlands sowie Kriegshelfer Belarus und der Boykotts mehrerer Länder wie Deutschland war die Stimmung erheblich getrübt.
Das Feuer brennt: Paralympische Winterspiele sind eröffnet
Quelle: Eurosport
Ein Boykott, vorgefertigte Video-Schnipsel und nur knapp die Hälfte der Nationen vor Ort: Die 14. Paralympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo sind nach einer kühlen und politisch aufgeladen wirkenden Show eröffnet.
Angesichts des beklemmenden Eindrucks der Rückkehr der russischen Nationalfarben in den Weltsport verkam die große Jubiläumsfeier zu einer Farce, auch eine bunte, mit Elektro-Beats unterlegte Zeremonie ließ den Funken im legendären Amphitheater von Verona nicht überspringen.
Nur 28 der insgesamt 55 teilnehmenden Nationen waren gekommen. Viele Plätze in der Arena waren leer, als der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella die Spiele um 21.19 Uhr offiziell eröffnete und die traditionelle Begrüßungsformel sprach.
Die russische Fahne wurde an Position 44 von einem Freiwilligen zurück auf die große Sportbühne getragen. Wenig später folgte entgegen des ausdrücklichen Wunsches, sie nicht ins Stadion zu bringen, auch die ukrainische Flagge. Von den Zuschauern gab es großen Applaus. Deutschland und zahlreiche andere Nationen verzichteten aus Solidarität zur Ukraine auf einen Besuch.
Forster und Wedde schwenken Fahne im Video
"Vor vier Jahren habe ich gesagt, ich sei entsetzt über das, was in der Welt geschieht", sagte IPC-Präsident Andrew Parsons in seiner Rede: "In einer Welt, in der manche Länder eher unter den Namen ihrer Staatschefs bekannt sind, ziehe ich es vor, Länder unter den Namen ihrer Sportler zu kennen."
Sieben Länder, darunter die Ukraine und die baltischen Staaten, blieben aus Protest gegen die Aufhebung der russischen und belarussischen Suspendierung der Veranstaltung fern. Andere Länder wie Deutschland begründeten ihre Entscheidung offiziell mit den weiten Wegen zwischen den Austragungsorten und Verona und den am Samstag startenden Wettbewerben. Auch Sportministerin Christiane Schenderlein sagte ihren Besuch ab.
Anstatt beim üblichen Einmarsch schwenkten Monoskifahrerin Anna-Lena Forster und Eishockey-Routinier Jörg Wedde an Stelle 22 ihre Fahnen in wenige Sekunden langen Einspielern, die bereits am vergangenen Dienstag in den jeweiligen Austragungsorten aufgenommen worden waren. Mehrere Länder verzichteten gänzlich auf eine Videoaufnahme.
Sechs Russen und vier Belarussen erhielten Wildcards
Forster verfolgte die Eröffnungsfeier im Deutschen Haus in Cortina vor dem Fernseher, wie die anderen der insgesamt 40 Athletinnen und Athleten sowie acht Guides des Team D in den weiteren Austragungsorten in Mailand und Tesero. Aus Platzgründen waren ohnehin nur je zwei Athleten und Offizielle zur Eröffnung vor Ort zugelassen. Die Fahnen der Nationen wurden zu den Klängen der italienischen EDM-Band Meduza von Volunteers getragen.
Dabei stehen die Spiele zum 50. Jubiläum der Winter-Paralympics nach der Premiere 1976 im schwedischen Örnsköldsvik im Zeichen der Rekorde. Bis zum 15. März stehen insgesamt 79 Entscheidungen in sechs Sportarten an, 611 teilnehmende Sportlerinnen und Sportler aus 55 Nationen überbieten die vorige Bestmarke von 564 Teilnehmern aus 48 Ländern von Pyeongchang 2018 deutlich.
Unter ihnen sind sechs Russen und vier Belarussen, die Wildcards erhalten haben und deren Folge eine riesige, sportpolitische Debatte war. Iran sagte seine Teilnahme kurzfristig ab, nachdem für den einzigen Starter, Skilangläufer Aboulfazl Khatibi Mianaei, angesichts des Kriegs in Nahost keine sichere Anreise gewährleistet werden konnte.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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