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Paralympics: Sabotage-Skandal am Rollstuhl von Goldmedaillengewinner Peter Genyn vor dem 100-Meter-Finale
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Publiziert 05/09/2021 um 10:11 GMT+2 Uhr
Sabotage-Skandal bei den Paralympischen Spielen in Tokio. Vor dem 100-Meter-Finale der Rollstuhlsprinter in der Klasse T51 ist der Rollstuhl von Titelverteidiger Peter Genyn manipuliert worden. "45 Minuten vor dem Rennen hatte ich plötzlich drei platte Reifen und mein Rahmen war gebrochen. Sabotage pur", erzählte der 44-Jährige aus Antwerpen der belgischen Presse.
Peter Genyn (mitte) gewann trotz des Sabotage-Skandals an seinem Rollstuhl Gold
Fotocredit: Getty Images
Genyn ergänzte: Jemand muss furchtbare Angst gehabt haben. Für mich ein großer Feigling." Allerdings nutzte dem unbekannten Saboteur die Aktion nicht. Genyn verteidigte in 20,33 Sekunden seinen Titel aus Rio und stellte zudem einen neuen paralympischen Rekord auf.
"Ich bin ein Wahnsinniger, was meine Ausrüstung angeht und hatte viele Ersatzteile dabei. Wir haben Teile von verschiedenen Rollstühlen genommen. Das ganze Team hat zusammengearbeitet. Es war unbeschreiblich", meinte der Goldmedaillengewinner, der zuvor bereits Silber über 200 m gewann.
Am Rollstuhl wurden die Reifen ausgetauscht und ein Ersatzrahmen organisiert. Zudem musste der Sitz mit Klebeband notdürftig fixiert werden. "Es war schrecklich. Ich dachte, es wäre vorbei. Man muss ein Arschloch sein, um so etwas zu tun. Aber nicht einmal so können sie gewinnen. So konnte man wenigstens sehen, wer wirklich mit dem Stuhl fahren kann und wer nicht", sagte Genyn nach seinem Erfolg mit viel Genugtuung.
Das Belgische Paralympische Komitee will nun eine offizielle Klage nach der Sabotage einreichen. Damit will das Komitee "sicherstellen, dass so etwas in Zukunft nicht mehr möglich ist".
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Quelle: Eurosport
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