Eurosport
Paralympics - Skeletoni Vladyslav Heraskevych hofft auf Russen-Ausschluss: "Widerspricht allen sportlichen Prinzipien"
Von
Update 11/03/2026 um 18:32 GMT+1 Uhr
Der ukrainische Skeletonpilot Vladyslav Heraskevych glaubt noch an einen Ausschluss der russischen Sportler von den Paralympics und hofft dabei auf deutsche Unterstützung. "Deutschland ist ein starkes, einflussreiches Land im Sport. Eine klare Position hat Gewicht", sagte der 26-Jährige der "Bild": "Es ist noch nicht zu spät, die Russen auszuschließen. Man könnte ihnen die Visa entziehen."
Vladyslav Heraskevych mit seinem kontroversen Helm bei den Olympischen Winterspielen
Fotocredit: Getty Images
"Auch der Druck auf die italienische Regierung wächst jetzt, wenn immer mehr Länder die Eröffnungsfeier boykottieren", ergänzte er.
Mit einem Boykott der Eröffnungsfeier am Freitag habe Deutschland bereits "ein wichtiges Zeichen" gesetzt, führte der bei Olympia wegen seines Helms ausgeschlossene Skeletoni aus.
Er habe aber den Eindruck, dass Deutschland gegenüber den Verbänden "sehr vorsichtig agiert. Es gibt viel Zurückhaltung bei den Offiziellen. Ein Grund könnte sein, dass Deutschland selbst Olympische Spiele ausrichten möchte. Wenn ein Land Gastgeber werden will, legt es sich nicht gern mit dem IOC an."
Dies möge "politisch verständlich" sein, er halte es aber für "moralisch schwierig. Entscheidungen sollten auf Werten basieren - nicht auf strategischen Interessen", so Heraskevych.
Heraskevych: Start der Russen widerspricht "allen sportlichen Prinzipien"
Der Start der Russen widerspreche aus seiner Sicht "allen sportlichen Prinzipien. Was mich besonders schockiert: Es gibt keinerlei ernsthafte Überprüfung der Athleten. Gleichzeitig wurde ich disqualifiziert - angeblich wegen eines Verstoßes gegen Regeln. Aber hier sagt man plötzlich, man könne nichts gegen Flaggen und Hymnen tun."
Dies sei "total widersprüchlich", betonte der Ukrainer. Russland werde die Bühne nutzen, "um Narrative zu verbreiten, um ein positives Bild zu erzeugen - während in der Ukraine ein Krieg tobt. Sie dürfen aufs Podium, hören ihre Hymne, während sie gleichzeitig in der Ukraine Menschen töten".
Er habe aus Russland selbst gehört, "dass Hunderte Athleten im Krieg waren und nun Teil paralympischer Teams sind". Eine unabhängige Prüfung habe es nicht gegeben.
Das könnte Dich auch interessieren: Wegen Landkarte auf Anzügen: Ukraine-Dress bei Paralympics verboten
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/02/21/image-ebf8a6db-b7e0-4154-8bde-1e0641bf25d1-85-2560-1440.png)
"Ziel ist Platz 5" - Rädler erklärt Para Eishockey
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung