Rollstuhl-Basketballer scheiden im Halbfinale gegen Großbritannien aus - nun warten die USA oder Kanada

Die deutschen Rollstuhlbasketballer haben den sensationellen Einzug ins Finale bei den Paralympics in Paris klar verpasst. Die Mannschaft von Bundestrainer Michael Engel hielt im Halbfinale gegen den Mitfavoriten aus Großbritannien nur zu Beginn gut mit und verlor mit 43:71 (24:28). Im Spiel um Bronze trifft Deutschland am Samstag ab 16 Uhr auf den neunmaligen Paralympicssieger USA oder Kanada.

Thomas Böhme bei den Paralympics

Fotocredit: Getty Images

Die deutsche Auswahl erhält damit eine weitere Chance auf die erst zweite Medaille überhaupt nach Silber 1992 in Barcelona bei Sommerspielen. In der Pariser Bercy Arena war Böhme vor 11.400 Zuschauern mit elf Punkten der beste Deutsche auf dem Parkett.
"Wir haben das in der ersten Halbzeit ordentlich gemacht, aber das ist ein paralympisches Halbfinale, das kannst du nicht üben", sagte Engel. Der Bundestrainer zog aus der Pleite auch Positives: "Wir haben im Turnier eigentlich gute Erfahrungen mit hohen Niederlagen gemacht, weil danach haben wir gewonnen. Daher ist das eigentlich kein schlechtes Omen."
Wie bereits im Viertelfinale gegen Vize-Europameister Spanien (57:49) stellten die Deutschen gegen den Tokio-Dritten die Wege in der Defensive zu Beginn gut zu. Gregg Warburton bekamen Böhme und Co. aber überhaupt nicht in den Griff, der beste britische Korbjäger kam insgesamt auf 35 Punkte. Erst kurz vor der Halbzeit konnten sich die Briten leicht absetzen.
Nach dem Seitenwechsel verloren die Deutschen dann den Faden. Das Engel-Team wurde in seinen Würfen zu ungenau, während Großbritannien seine Ausbeute deutlich erhöhte. Dazu leistete sich Deutschland zu viele einfache Ballverluste, die sich sofort rächten. Insgesamt gelangen in den letzten beiden Spielabschnitten lediglich 19 Punkte.

Paralympics: Schmidberger holt Tischtennis-Silber

Feng Panfeng war wieder zu stark: Tischtennis-Weltmeister Thomas Schmidberger hat das Finale bei den Paralympics in Paris verloren und zum dritten Mal nacheinander Einzel-Silber geholt. Der 32-Jährige aus Zwiesel unterlag in der Startklasse MS3 wie schon in Rio und Tokio dem chinesischen Dominator Feng mit 0:3 (2:11, 7:11, 7:11).
Für Schmidberger ist es in der Pariser Arena Sud 4 die zweite Silbermedaille, auch im Doppel war der querschnittgelähmte Einzel-Weltranglistenzweite mit seinem Düsseldorfer Vereinskollegen Valentin Baus auf dem zweiten Platz gelandet. Auch dort war Feng mit seinem Teampartner Ningning Cao im Finale nicht zu schlagen gewesen.
Nach dem lockeren 3:0-Sieg im Halbfinale gegen den Thailänder Yuttajak Glinbancheun am Morgen erwischte Schmidberger keinen guten Start. Zwar hielt der Deutsche ab dem zweiten Satz deutlich besser dagegen, doch Feng, der seine insgesamt zehnte Goldmedaille gewann, zeigte auch unter Druck seine ganze Klasse. Nach 18 Minuten war das einseitige Endspiel bereits beendet.
Neben den nun drei Einzel-Silbermedaillen war Schmidberger schon dreimal mit der Mannschaft sowie in Paris mit Baus Zweiter.
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(SID)
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Para-Schwimmer Engel peilt in Paris nächste Medaille an

Quelle: Eurosport


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