Abu-Dhabi-Rundfahrt: Neues Einzelzeitfahren verspricht mehr Spannung

WorldTour-Teams und drei Zweitdivisionäre werden vom 21. bis zum 25. Februar bei der 4. Abu Dhabi Tour dabei sein, die zu ihrer 4. Auflage um eine auf nunmehr fünf Etappen aufgestockt wurde. Neu im Programm der zweiten WorldTour-Rundfahrt des Jahres ist ein Einzelzeitfahren am vorletzten Tag, das entscheidenden Einfluss auf die Gesamtwertung nehmen könnte.

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Die gestiegene Wertigkeit des Rennens schlägt sich auch in der erstklassig besetzten Teilnehmerliste nieder. Und bis auf Groupama-FDJ nehmen sämtliche Erstdivisionäre an der Rundfahrt teil.
Der neu angesetzte Kampf gegen die Uhr wird auf der Maryah Insel nordöstlich des Stadtzentrums von Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, ausgetragen. Der Hochgeschwindigkeitskurs weist nur zwei Kurven und eine Kehrtwende auf und führt über 11,8 brettebene Kilometer.

Schlussetappe ist entscheidend

Die Entscheidung über den Gesamtsieg und die Nachfolge des Portugiesen Rui Costa (UAE Team Emirates), der diesmal auch wieder dabei sein wird, fällt dennoch erst auf der Schlussetappe, die nach 199 Kilometernan am 1025 Metern Höhe am Jebel Hafeet zu Ende geht. Bisher war der zehn Kilometer lange und bis zu elf Prozent steilen Schlussanstieg immer zum Finale der vorletzten Etappe zu bewältigen.
Ehe die Zeitfahrspezialisten und die Kletterer auf ihre Kosten kommen, werden die Sprinter die ersten drei Etappen unter sich ausmachen, wobei die Windverhältnisse dabei eine Rolle spielen dürften, ob das Feld jeweils geschlossen ins Ziel kommt.

Valverde wird gejagt

Nach einem erneut fulminanten Saisonstart mit dem überlegen herausgefahrenen Gesamtsieg bei der Valencia-Rundfahrt sowie zuletzt Rang zwei bei der Murcia-Rundfahrt wird Alejandro Valverde (Movistar) auch in Abu Dhabi wohl der Mann sein, den es zu schlagen gilt. Der 37-jährige Spanier kann auf ein ganz auf ihn ausgerichtetes Team bauen, sieht sich allerdings einer Phalanx von Rundfahrtspezialisten gegenüber, die ebenfalls für den Gesamtsieg in Frage kommen.
Vor ihren ersten Renneinsätzen stehen der Vorjahresdritte Tom Dumoulin (Sunweb), der Italienische Meister Fabio Aru, Titelverteidiger Rui Costa (beide UAE Team Emirates) und der Russe Ilnur Zakarin (Katusha-Alpecin) - allesamt Klassementkandidaten, wie auch der Oman-Zweite Miguel Angel Lopez (Astana), Simon Yates (Mitchelton-Scott) oder Domenico Pozzovivo (Bahrain-Merida).
Das deutsche Bora-hansgrohe-Team schickt Rafal Majka an den Start, wobei der Pole mit dem Ravensburger Emanuel Buchmann und dem italienischen Neuzugang Davide Formolo zwei starke Kletterer an seiner Seite weiß. Nicht zuletzt aufgrund ihrer Zeitfahrqualitäten zu beachten sind auch Wilco Kelderman (Sunweb), Ion Izagirre (Bahrain-Merida) und vor allem Rohan Dennis (BMC).

Kittel will Premiere feiern

Noch beeindruckender ist die Liste der Sprinter, die auf hart umkämpfte Finals an den ersten drei Tagen schließen lassen. Marcel Kittel (Katusha-Alpecin) will nach bisher erfolglosen Versuchen bei der Dubai Tour seinen ersten Saisonsieg einfahren, bekommt es aber mit Hochkarätern wie Dubai-Gesamtsieger Elia Viviani (Quick-Step Floors), Mark Cavendish (Dimension Data), Caleb Ewan (Mitchelton-Scott), Europameister Alexander Kristoff (UAE Team Emirates) und Danny van Poppel (LottoNL-Jumbo) zu tun, die allesamt in dieser Saison bereits siegreich waren.
Gleiches gilt für André Greipel (Lotto Soudal), das zweite deutsche Trumpfass in den zu erwartenden Massensprints. Nach seinen beiden Etappensiegen bei der Tour Down Under hat der 35-jährige Hürther eine fünfwöchige Rennpause eingelegt. Die Hoffnungen der deutschen Fans ruhen zudem auf den Schultern der beiden Nachwuchssprinter Phil Bauhaus (Sunweb) und Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe).
Das Zeitfahren besonders ins Visier nehmen neben Dumoulin, Kelderman, Dennis und Izagirre Jos van Emden (LottoNL-Jumbo), Matthias Brändle (Trek-Segafredo), Steven Cummings (Dimension Data), Alex Dowsett (Katusha-Alpecin), Svein Tuft (Mitchelton-Scott) und Jonathan Castroviejo (Sky).

Die Etappen:

Die Teams:

ag2r, Astana, Bahrain-Merida, BMC, Bora-hansgrohe, Lotto Soudal, Mitchelton-Scott, Movistar, Quick-Step Floors, Dimension Data, EF Education First, Katusha-Alpecin, LottoNL-Jumbo, Sky, Sunweb, Trek-Segafredo, UAE Team Emirates, Bardiani-CSF, Gazprom-RusVelo, Novo Nordisk
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