Arctic Race of Norway: Andreas Leknessund holt sich mit beeindruckendem Solo überraschend den Gesamtsieg

Der Norweger Andreas Leknessund hat in beeindruckender Manier die 4. Etappe und die Gesamtwertung des Arctic Race of Norway gewonnen. Der DSM-Profi holte sich nach einer hart umkämpften und äußerst spannend verlaufenen Schlussetappe rund um Trondheim (159,1 km) am Sonntag zunächst als Solist den Tagessieg und durfte wenig später nach Eintreffen des Pelotons auch den Gesamtsieg bejubeln.

Trondheim steht Kopf! Leknessund krönt brillantes Solo

Quelle: Eurosport

Andreas Leknessund erreichte das Ziel im Herzen von Trondheim nach einer beeindruckenden Vorstellung auf dem schweren finalen Rundkurs mit 16 Sekunden Vorsprung auf den Tageszweiten Nicola Conci (Alpecin – Deceuninck). Dritter wurde der Franzose Axel Zingle (Cofidis), der die 1. Etappe am Donnerstag gewonnen hatte.
Durch seinen Solo-Ritt verbesserte sich Leknessund in der Gesamtwertung um sagenhafte 23 Plätze und schob sich von Rang 24 auf Platz eins und damit zum Gesamtsieg.
Rang zwei im Gesamtklassement ging an den Kanadier Hugo Houle (Israel – Premier Tech) vor Conci. Zingle beendete das Arctic Race auf Position vier.
Fünfter wurde Zingles Teamkollege Victor Lafay, der als Führende im Gelben Trikot in den Schlusstag gestartet war, aber dem Feuerwerk an Attacken, das auf den Schlussrunden rund um Trondheim abgefeuert worden wurden, nicht standhalten konnte.

Arctic Race of Norway - Leknessund: Attacke war fürs Fernsehen

Das Bergtrikot verteidigte Stephen Bassett (Human Powered Health), das Punktetrikot ging an Zingle. Der 23-jährige Leknessund holte sich auch die Nachwuchswertung.
Im Siegerinterview konnte es Leknessund nicht fassen, was er an diesem Tag geleistet hatte: "Ich hatte mich gestern schlecht gefühlt und wollte heute erst einmal sehen, wie die Beine anspringen. Ich habe auf die lokalen Runden gewartet. Und als dann die Angriffe begannen, ging es mir besser. Als wir dann zu dritt in der Fluchtgruppe waren, dachte ich zuerst, das sei eine ganz normale Attacke nur für Fernsehen. Ich habe nie damit gerechnet, dass es bis ins Ziel reichen würde."
Auch bis dahin war der 23-Jährige noch nicht auf Sieg gefahren. Leknessund: "Ich wollte eigentlich nur eine Runde alleine schaffen, um die Zuschauer genießen zu können. Als ich aber vorne war, bin ich weiter voll gefahren. Ich habe damit gerechnet, dass die von hinten ganz schnell zu mir aufschließen werden, gerade in den schweren, steilen Passagen. Im letzten Kilometer wusste ich vom Teamradio, dass ich Vorsprung habe. Das hat mich natürlich noch mal motiviert."
Dass er dabei war, nicht nur die Etappe sondern gleich die ganze Rundfahrt zu gewinnen, wusste er zu diesem Zeitpunkt nicht. Leknessund: "Das sich auch die Gesamtwertung gewonnen habe, ist wirklich verrückt. Ich bin in Tromsö weiter im Norden aufgewachsen. Das hier ist mein Heimrennen, dass ich schon als Kind verfolgte habe. Es ist vielleicht einer der Gründe, warum ich mit dem Radsport angefangen habe. Dass ich es nun gewonnen habe, ist wirklich unglaublich."
picture

Brutaler Antritt! So schnappte sich Jakobsen EM-Gold im Zielsprint

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung