Dauphiné | Kämna siegt in Megève - Buchmann stürzt

Für das Team Bora-hansgrohe lagen auf der vierten Etappe des Critérium du Dauphiné Freud und Leid ganz eng beieinander. Lennard Kämna siegte auf der Etappe über 153,5 Kilometer von Ugine nach Megève. Dagegen mussten seine Teamkollegen Emanuel Buchmann und Gregor Mühlberger nach einem Sturz aufgeben. Gesamtführender vor der Schlussteappe bleibt der Slowene Primoz Roglic (Jumbo-Visma).

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Kämnas erste Gedanken galten Buchmann. "Ich bin superglücklich über meinen ersten Profisieg. Eigentlich sollte ich die Relaisstation für Emanuel sein. Der Plan war, dass er am vorletzten Anstieg angreifen sollte", sagte der Bremer. "Durch seinen Sturz ist das ein bittersüßer Erfolg für mich. Ich hoffe er erholt sich schnell für die Tour. Aber ich muss jetzt natürlich auch für mich selbst genießen. Die DM ist mein nächstes Ziel, danach konzentriere ich mich auf die Tour."
Auf 1458 Metern hatte der 23-Jährige am Ende 41 Sekunden auf den Spanier David de la Cruz (UAE - Team Emirates). Rang drei sicherte sich mit 56 Sekunden Rückstand der Franzose Julian Alaphilippe (Deceuninck - Quick-Step). Der Schweizer Marc Hirschi (Sunweb / +1:43) wurde Achter.

Auch Roglic in Sturz verwickelt

Buchmann, der bei der Generalprobe für die Frankreich-Rundfahrt (29. August bis 20. September) zuvor eine starke Leistung gezeigt hatte und Gesamtdritter war, kam auf der Abfahrt vom Col de Plan Bois nach nur 29 km im Hauptfeld zu Fall. Wie Bora-hansgrohe mitteilte, hat sich der 27 Jahre alte Ravensburger einige tiefe Schürfwunden zugezogen und wurde ins Krankenhaus gebracht.
Ebenso stürzten sein österreichischer Helfer Gregor Mühlberger und der Niederländer Steven Kruijswijk, wichtigster Teamkollege von Tour-Favorit Primoz Roglic (Jumbo-Visma). Mühlberger hat sich nach Bora-Angaben am Arm verletzt, Kruijswijk laut Jumbo-Visma die Schulter ausgerenkt. "Gregor und er stürzen und plötzlich stehe ich alleine da", erklärte Kämna, der hofft, dass Buchmann "bis zur Tour wieder fit wird".

Jumbo-Visma-Sportdirektor: "War ein harter Sturz für Roglic"

Der Gesamtführende Roglic kam im Verlauf des Rennens ebenfalls zu Fall, stürzte auf seine linke Seite, der Slowene konnte aber trotz einiger blutender Wunden weiterfahren. "Es war ein harter Sturz für Primoz, er hat sich nicht gut gefühlt", sagte Jumbo-Sportdirektor Grischa Niermann: "Wir müssen uns den Schaden ansehen und schauen, wie es morgen geht."
Der Slowene führt vor dem Finale am Sonntag in den Bergen um Megeve das Gesamtklassement weiter an. Vor der Etappe war am Samstag schon Tour-Titelverteidiger Egan Bernal (Ineos) mit Rückenbeschwerden ausgestiegen.
(SID)
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung