DM 2024: Marco Brenner kürt sich vor Florian Lipowitz zum deutschen Meister - Talente dominieren in Bad Dürrheim

Radtalent Marco Brenner hat sich bei den Deutschen Straßen-Radmeisterschaften 2024 in Bad Dürrheim erstmals den Meistertitel der Elite gesichert. Der 21 Jahre alte Augsburger setzte sich nach einem packenden Rennen mit 55 Sekunden Vorsprung auf den nur zwei Jahre älteren Florian Lipowitz (Ulm) durch. Dritter wurde in Kim Heiduk (24/Herrenberg) ein weiterer Youngster. Die Routiniers enttäuschten.

Nur Silber für Bora: Tudor-Youngster holt Deutschen Straßen-Titel

Quelle: Eurosport

Marco Brenner wünschte sich nach seinem Teufelsritt durch den Südschwarzwald eine ganz bescheidene Belohnung. "Ich würde mich jetzt gerne ein wenig hinlegen", sagte der neue deutsche Straßenrad-Meister reichlich erledigt, aber ziemlich glücklich im "SWR".
In einem packenden Rennen war der 21-Jährige der stärkste von drei starken Youngstern, die den Routiniers eine eindrucksvolle Lektion erteilten. Auch Nils Politt war sechs Tage vor Start der Tour de France chancenlos.
"Das Gefühl jetzt kann ich kaum beschreiben, ich habe heute alles riskiert", sagte der Augsburger Brenner, der zehn Kilometer vor dem Ziel seinen Begleiter Florian Lipowitz abgeschüttelt hatte: "Wir haben gut zusammengearbeitet. Aber dann habe ich gemerkt, dass ich berghoch stark bin - und einfach Vollgas hochzufahren habe."
Brenner, der für das zweitklassige Tudor Pro Cycling Team fährt und 2020 bereits deutscher Junioren-Meister war ("Ich habe das Meistertrikot schon sehr vermisst), hatte nach 200,9 km in Bad Dürrheim 55 Sekunden Vorsprung auf Lipowitz (23) vom Team Bora-hansgrohe. Dritter wurde in Ineos-Profi Kim Heiduk (24/+2:34) ein weiterer Youngster.

Straßen-DM: Favorisierte Routiniers enttäuschen

"Ich war zuletzt krank und wusste deshalb, dass ich nicht die besten Beine hatte", sagte Lipowitz, als Biathlet einst deutscher Schüler-Meister, "ich bin aber schon etwas enttäuscht. Als Team hatten wir sicher andere Erwartungen." Seit 2015 hatte Bora die DM dominiert, nur 2016 (Andre Greipel) und 2020 (Marcel Meisen) war der Titel nicht an die deutsche Top-Mannschaft gegangen.
Die favorisierten Routiniers hatten den Anschluss an die Spitzengruppe verloren. Nils Politt, der am Freitag seinen Zeitfahr-Titel erfolgreich verteidigt hatte, kam auf Platz 28 ins Ziel. Das DM-Double aus Straßenrennen und Kampf gegen die Uhr hat somit weiterhin noch kein Fahrer bei den Elite-Männern geschafft. Damit fährt Politt nur mit einem Meister-Trikot zur Tour, wo er seinem slowenischen Kapitän Tadej Pogacar zum Sieg verhelfen soll.
Simon Geschke, der am Jahresende seine Karriere beendet, wurde Zwölfter. "Ich wäre gerne vorne dabei gewesen, aber ich bin nicht wirklich enttäuscht. Man kann nicht jede Attacke über 200 km mitgehen", sagte der 38-Jährige
Am Samstag hatte sich Franziska Koch, mit 23 wie Brenner noch jung, im Dauerregen den Frauen-Titel gesichert. Kurz vor dem Ziel des Rennens über 134,2 km ließ die Athletin aus Mettmann Titelverteidigerin Liane Lippert und Antonia Niedermaier stehen, das Trio hatte sich vom Feld absetzen können.
(SID)
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DM-Überraschung: Koch schnappt Lippert den Titel weg

Quelle: Eurosport


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