Fahrradfahrer auf der Autobahn seien in Kolumbien keinesfalls ungewöhnlich, sagte ein Informant. "Wenn sie mit dem Fahrrad von Bogota in bestimmte Städte in der Umgebung fahren, ist es normal, auf der Autobahn zwischen den Autos, Lastwagen und Bussen zu fahren.“
Bernal - der wie einige Teamkollegen einen Zeitfahrlenker montiert hatte - war laut der Quelle in einer Gruppe um Richard Carapaz und Daniel Felipe Martinez mit hoher Geschwindigkeit unterwegs - nach Angaben kolumbianischer Zeitungen mit 65 km/h. “Plötzlich hatte ein Bus vor ihnen angehalten, um einen Fahrgast aussteigen zu lassen. Egan bemerkte dies zu spät und prallte gegen das Heck des Busses“, hieß es in der Quelle der Belgier.
Schon vor dem schweren Unfall sei immer wieder die Rede davon gewesen, professionelle Radfahrer mit Polizeieskorte trainieren zu lassen. “Ansonsten fährt man hier immer unter Adrenalin.“ Inwieweit so etwas sinnvoll und praktikabel ist, wird sich zeigen.
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Für Bernal kommt das auf jeden Fall zu spät. Der 25-Jährige steht vor einer langen Rehabilitation, die zunächst noch auf der Intensivstation weitergeht. Bernal ist bei Bewusstsein, kann Arme und Beine bewegen.
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