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Straßenrad-EM: Tim Merlier gewinnt im Sprint in Hasselt - Niederländer um Mathieu van der Poel geschlagen
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Update 15/09/2024 um 18:10 GMT+2 Uhr
Tim Merlier hat das EM-Straßenrennen im belgischen Hasselt im Massensprint gewonnen. Der Belgier holte Gold in seinem Heimrennen knapp vor dem Niederländer Olav Kooij und dem Esten Madis Mikhels. In einem schnellen Rennen konnte sich Topfavorit Mathieu van der Poel auch auf den zahlreichen Kopfsteinpflasterpassagen nicht entscheidend absetzen. Bester Deutscher wurde Max Walscheid als Zwölfter.
Highlights: Merlier lässt Belgien bei Heim-EM jubeln
Quelle: Eurosport
Nach 223 Kilometern auf dem überwiegend flachen Kurs zwischen Heusden-Zolder und Hasselt hatte Merlier, der vorher den ganzen Tag überhaupt nicht zu sehen war hinter Jasper Philipsen als zweite Waffe im Team der Gastgeber galt, die Nase vorn.
Das deutsche Team präsentierte sich stark, hatte sechs Fahrer in der nur mehr knapp 50 Mann starken Gruppe, die gemeinsam das Ziel erreichte. Doch im absoluten Finale fehlten Max Walscheid, der als Sprinter auserkoren war, die Beine.
In der 45-köpfigen ersten Gruppe befanden sich außerdem Jonas Rutsch, John Degenkolb, Niklas Märkl, Nils Politt und Jannik Steimle. Auch wenn keiner von ihnen im Finale noch eine Rolle spielte, zeigte das Nationalteam von André Greipel eine ordentliche Leistung. Unter anderem, weil sich Rutsch zweimal in einer Ausreißergruppe platzieren konnte.
"Das ist Wahnsinn. Ich hatte mich den ganz Tag gut gefühlt“, sagte Merlier im Ziel. Er habe seine Helfer gebeten, ihn über den letzten Anstieg zu bringen, weil er immer daran geglaubt habe, die Meisterschaft gewinnen zu können.
Belgier mit zwei Sprintern im Finale
Er habe hart auf dieses Ziel hingearbeitet und es nun trotz zweier Stürze in den letzten Wochen erreicht. Neben seinen beiden belgischen Meistertiteln und seinen Grand-Tour-Etappensiegen sei dies sein größter Sieg.
Der geschlagene Top-Favorit Philippsen sagte, er habe im Finale nicht die besten Beine gehabt. Meeus und Merlier hätten ihn in eine gute Situation gebracht. "Am Ende kann nur einer gewinnen. Es war nicht mein bester Tag, aber das ist Radsport“, konstatierte Philippsen. Im Rennverlauf habe sein Team stets die Ruhe bewahrt. Auch wenn starke Fahrer weggesprungen waren, sei stets alles unter Kontrolle geblieben.
"Happy“ mit dem Rennen aus dänischer Sicht zeigte sich der Sechstplatzierte Pedersen. Es sei die Taktik seines Teams gewesen, möglichst viele schnelle Leute loszuwerden. Das habe nur teilweise geklappt.
Die Spitzengruppe, zu der Pedersen und Mathieu van der Poel gehörten, und die 25 Kilometer vor dem Ziel gestellt wurde, sei gut besetzt gewesen. „Doch Italien und Belgien hatten einfach noch zu viele Helfer hinten“, gestand der Ex-Weltmeister ein.
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EM-Titel beim Heimrennen: Merlier der Schnellste im Sprint
Quelle: Eurosport
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