Felix Gall auf Kurs Richtung Tour: Neuer Look fürs Team, neue Rolle für Österreichs Topkletterer

Felix Gall war einer der Aufsteiger der letzten Saison und greift 2024 mit gewachsenem Selbstbewusstsein nach noch größeren Erfolgen: Der Österreicher spricht im Exklusiv-Interview mit Eurosport über seinen ersten Renneinsatz im neuen Jahr, die Arbeit im Zeitfahren und neue Teamkollegen. Außerdem präsentiert sich sein Rennstall Decathlon-ag2r ab sofort in einem neuen Look - sehr zu seiner Freude.

Jubel und Emotionen: Gall nach Sieg tief bewegt

Quelle: Eurosport

Als Solo-Sieger der Königsetappe der Tour de France 2023 geht Felix Gall mit gewachsenen Ambitionen ins neue Radsportjahr. Sein Triumph in Courchevel nach dem Ritt über den Col de la Loze brachte ihn auf den achten Gesamtrang der Frankreich-Rundfahrt und sorgte dafür, dass er 2024 als Kapitän seines Rennstalls in Florenz starten wird.
Auf dem Weg dahin war Paris - Nizza der erste Test und mit der Baskenland-Rundfahrt folgt die nächste Standortbestimmung. Der 26-Jährige sieht sich dabei bisher voll auf Kurs und ist insbesondere voll des Lobes über zwei seiner neuen Teamkollegen.
Was hat sich für Sie im Vergleich zum Vorjahr besonders verändert?
Felix Gall: Es hat sich einiges verändert, wenn man ein Jahr zurückschaut: Wir haben einen neuen Sponsor, haben neues Material - das so ziemlich das Beste im Fahrerfeld ist. Ich bin jetzt in einer neuen Rolle und habe mehr Verantwortung, aber auch mehr Selbstvertrauen und das ist ein ganz wichtiger Punkt. Ich bin schon von einem anderen Niveau aus in die Vorbereitung eingestiegen und habe im Winter gute Schritte gemacht.
Jetzt kommt auch noch ein neuer Look dazu - wie gefällt er Ihnen?
Gall: Es ist ein cooles neues Trikot! Wir hatten bislang ein klassisches Design und jetzt mal was ganz anderes, das ist sehr erfrischend für das Auge und ich freue mich schon auf das erste Rennen damit!
Wie zufrieden sind Sie mit dem Saisonstart bei Paris - Nizza?
Gall: Der Saisonstart war ok, ein Platz in den Top Ten am Ende war das Minimalziel und das habe ich mit dem neunten Gesamtrang erreicht. Aber ich weiß, dass ich besser bin als Platz neun, doch ich bin damit zufrieden gewesen. Wenn man sich anschaut, wo ich vor einem Jahr stand und wo ich durch meine Entwicklung jetzt stehe, hat sich viel getan.
Wie war der Eindruck beim Zeitfahren, einer bei der Tour de France in diesem Jahr besonders wichtigen Disziplin?
Gall: Das Zeitfahren ist ein wichtiger Bereich, in dem ich mich verbessern muss und will. Daran haben wir im Winter schon gearbeitet und auch einige Tests gemacht. Der große Punkt für mich ist, beim Zeitfahren biomechanisch die gleiche Leistung zu bringen, die ich auf dem Straßenrad als Kraft im Rennen entwickeln kann. Das haben wir jetzt geschafft und nun geht es um Feintuning und Aerodynamik, da machen wir noch einige Tests - aber wir sind auf einem guten Weg. Mit Blick auf die Tour ist es ein großer Punkt, an dem wir arbeiten.
Bei Paris - Nizza sind Sie erstmals auch mit Ihren neuen Teamkollegen Sprinter Sam Bennett und Zeitfahr-Ass Bruno Armirail zusammen gefahren - wie waren Ihre Eindrücke?
Gall: Sam war sehr beeindruckend, sowohl als Sprinter als auch als Mannschaftskollege, der sich auf den anderen Etappen massiv für das Team reingehauen hat und auch für mich persönlich. Bruno war absolut unglaublich, besonders auf der letzten Etappe: Ich habe so etwas noch nie gesehen: Die Helferdienste, die er geleistet hat, waren wirklich beeindruckend. Ich bin sehr froh, dass die beiden meine Teamkollegen sind.
Was ist das Ziel fürs nächste große Rennen, die Baskenland-Rundfahrt - und wo werden Sie sich vorbereiten?
Gall: Ich war jetzt sehr viel unterwegs und werde die Vorbereitung in Österreich, in Osttirol machen. Die Form passt und ich kann mich mit Selbstvertrauen aufs Baskenland vorbereiten und dort neu angreifen.
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"Goßartiges Solo": Gall siegt am höchsten Punkt der Tour

Quelle: Eurosport

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