Flandern-Rundfahrt für Amateure: Ex-Profi Stéphane Krafft stirbt nach Schwächeanfall am Oude Kwaremont im Krankenhaus
VonJan Zesewitz
Update 08/04/2025 um 11:53 GMT+2 Uhr
Tödliches Drama rund um die Flandern-Rundfahrt: Am Tag vor dem Profirennen fand eine Ausfahrt für Amateure mit 15.000 Teilnehmern auf der legendären Strecke des Klassikers statt. Tragischerweise starben zwei Teilnehmer beim Jedermann-Event, darunter der ehemalige Radprofi Stéphane Krafft. Der Franzose erlitt am Oude Kwaremont einen Schwächeanfall und wurde ins Krankenhaus geflogen, wo er verstarb.
Stéphane Krafft verstarb beim Jedermann-Rennen der Fandern-Rundfahrt
Fotocredit: Getty Images
Krafft wurde nur 45 Jahre alt. In den Jahren 2000 und 2001 hatte er bei dem französischen Rennstall Cofidis unter Vertrag gestanden.
Er wurde unter anderem 1999 Zweiter bei der Junioren-Variante von Paris-Roubaix - geschlagen vom langjährigen FDJ-Profi Sebastian Joly, aber vor unter anderem dem vierfachen Roubaix-Sieger Tom Boonen sowie Thomas Voeckler.
Vor seiner Zeit als Profi zeigte er ein enormes Talent, das er später bei den Profis nicht mehr im gleichen Maße abrufen konnte. "Er hatte viele menschliche Qualitäten und war ein liebenswerter Junge", erklärte Alain Deloeuil, der ehemalige Sportdirektor von Cofidis. "Aber er hatte es schwer, seinen Platz bei den Profis zu finden."
Ein ehemaliger Weggefährte, Jean-Francois Tatard, erinnerte sich an ein "Enfant Terrible" im Radsport: "Er war ein Rohdiamant, der nicht geschliffen werden wollte. Er hatte ein Bier und eine Zigarette im Mund, weit entfernt von der Einstellung eines Profis", sagte er über eine Szene aus dem Mai 2001. "Der Legende nach hatte er Frank Vandenbroucke während eines Trainingslagers bei Cofidis in die Schranken gewiesen. Er spielte das Radfahren, er fuhr nicht einfach." Frank Vandenbroucke war als Partygänger und "bunter Hund" in der Radsportszene bekannt.
"Er war ein Künstler, ein Rockstar"
Krafft kam erst durch seinen 16-jährigen Sohn wieder zum Radsport, der selbst bei einem Verein angemeldet war und auch den Vater wieder motivierte, sagte Tatard.
Das Team Cofidis nahm nach dem tragischen Tod in den Sozialen Netzwerken Abschied von ihrem ehemaligen Fahrer. "Wir haben mit großer Traurigkeit vom Tod von einem unserer ehemaligen Fahrer erfahren", hieß es in dem Statement. "Wir richten unser aufrichtiges Beileid an seine Familie und alle, die ihm nahestanden."
Tatard war es laut eigener Aussage, der die Nachricht via Facebook publik machte. Die Anteilnahme zeige auch den Zusammenhalt der Radsportfamilie und der alte Weggefährte fasste zusammen - "Stéphane, er war ein Künstler, ein Rockstar."
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