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Flandern-Rundfahrt: Duell Fabian Cancellara gegen Peter Sagan

"Ronde": Cancellara und Sagan im Fokus
Von SID

01/04/2016 um 11:24Aktualisiert 02/04/2016 um 10:13

Beim 100. Jubiläum der Flandern-Rundfahrt werden die deutschen Radprofis kaum über eine Statistenrolle hinauskommen. Nach dem Ausfall des verletzten John Degenkolb ist normalerweise keiner in der Lage, den großen Favoriten die Stirn zu bieten. Stattdessen werden bei dem 255 km langen Ritt über Hellinge und Kopfsteinpflaster-Passagen vor allem Peter Sagan und Fabian Cancellara in den Fokus rücken.

Viele erwarten am Sonntag zwischen Brügge und Oudenaarde ein Duell der beiden. Vorjahressieger Alexander Kristoff hat etwas dagegen. Ein Überblick des "SID":

Die Deutschen: Es werden wohl 15 deutsche Fahrer auf dem Grotemarkt in Brügge ins Rennen gehen - aber alle fast ausschließlich mit Helferaufgaben. André Greipel (33/Lotto-Soudal) scheint nach seiner Rippenverletzung noch nicht wieder in Bestform zu sein, eine Leistung wie 2015, als der Rostocker guter 15. wurde, ist unrealistisch. Tony Martin (30/Etixx-Quick Step) stellt sich bei seinem Flandern-Debüt in den Dienst des belgischen Routiniers Tom Boonen, und Marcus Burghardt (32/BMC Racing) fährt für den belgischen Mitfavoriten Greg van Avermaet.

Tony Martin stellt sich bei der Flandern-Rundfahrt in den Dienst von Tom Boonen

Tony Martin stellt sich bei der Flandern-Rundfahrt in den Dienst von Tom BoonenImago

Peter Sagan: Der extrovertierte Slowake nimmt 2016 den nächsten Anlauf zu einem Sieg bei einem Radsport-Monument, bei Mailand-Sanremo ging das schon mal schief. Dafür gewann der 26-Jährige aus dem Team Tinkoff zum zweiten Mal in seiner Laufbahn den Klassiker Gent-Wevelgem. Allerdings trübte die Tragödie um Antoine Demoitié diesen Erfolg. Wenn er keine taktischen Fehler begeht, führt der Sieg nur über ihn.

Fabian Cancellara: In seiner letzten Karriere-Saison ist der Schweizer so gut in Form wie lange nicht. Weil das aber auch seine Konkurrenten wissen, schieben sie dem 34-Jährigen gerne die Verantwortung zu. Mit einem vierten Erfolg bei der Ronde würde Cancellara zum Rekordsieger aufsteigen. Noch einmal will "Spartacus" den Frühjahrsklassikern seinen Stempel aufdrücken. Bis jetzt ist das dem Profi aus dem Trek-Team nur bedingt gelungen, es reicht eben manchmal einfach nicht, der Stärkste zu sein.

Greg van Avermaet: Der Belgier von BMC Racing ist der größte heimische Trumpf, wartet aber nach wie vor auf den ersten Triumph bei einem Radsport-Monument. Er dürfte in jedem Fall im Finale präsent sein, muss aber wohl Sagan und Kristoff vor einem Sprint abschütteln, wenn er gewinnen will. Neben dem 30-Jährigen drücken die Belgier an ihrem inoffiziellen Nationalfeiertag auch Routinier Tom Boonen (Etixx-Quick Step), Sep Vanmarcke (LottoNL-Jumbo), Jürgen Roelandts und Youngster Tiesj Benoot (beide Lotto-Soudal) besonders die Daumen.

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