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Giro d'Italia Women: Antonia Niedermaier wird Zweite und schiebt sich in die Weltspitze - "Lange drauf gewartet"
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Publiziert 08/06/2026 um 13:02 GMT+2 Uhr
Antonia Niedermaier hat beim Giro d'Italia Wome mit ihrem zweiten Platz in der Gesamtwertung einen historischen Coup hingelegt. Die 23-Jährige schob sich in der letzten Etappe um einen Platz nach vorne und war zwischenzeitlich sogar auf Gesamtsieg-Kurs. Letztlich schnappte sich Topfahrerin Demi Vollering den Titel – der Freude der einstigen Wintersportlerin Niedermaier tat das aber keinen Abbruch.
Highlights: Vollering macht Gesamtsieg perfekt
Quelle: Eurosport
Antonia Niedermaier umklammerte ihre gläserne Trophäe, lächelte erschöpft, aber zufrieden vom Podest herab und ließ sich von ihren stolzen Teamkolleginnen feiern.
Nach ihrem endgültigen Durchbruch in die absolute Weltspitze des Radsports fiel von der Rosenheimerin einiges ab.
"Es bedeutet mir viel. Ich habe lange auf dieses Podium gewartet", sagte Niedermaier nach ihrem zweiten Platz beim Giro d'Italia, der die Hoffnung auf mehr nährt.
Zuvor war Niedermaier auf einer spektakulären neunten und letzten Etappe der Italien-Rundfahrt vom dritten Rang noch an Anna van der Breggen vorbeigeklettert. Dank der nächsten beeindruckenden Leistung im Gebirge und Platz drei im Tagesklassement in Saluzzo.
Niedermaier schnupperte am ganz großen Coup
Beim ersten Giro-Gesamtsieg der niederländischen Topfahrerin Demi Vollering fehlten am Ende nur 30 Sekunden zum ganz großen Triumph im Rosa Trikot.
"Es war einfach ein toller Giro. Ich bin ziemlich zufrieden mit meinem Ergebnis", sagte Niedermaier, die am Sonntag auch ein kleines Stück deutscher Radsportgeschichte schrieb. Erstmals seit 13 Jahren hat es wieder eine Deutsche auf das Giro-Podium geschafft, erstmals seit Claudia Lichtenberg.

Demi Vollering räumte beim Giro Donne ab
Fotocredit: Getty Images
Beinahe wäre es Niedermaier dabei sogar gelungen, den Giro-Sieg von Lichtenberg aus dem Jahr 2009 zu wiederholen. Im virtuellen Gesamtklassement fand sich die Bayerin auf der letzten Etappe plötzlich ganz vorne wieder.
Doch es sollte letztlich nicht ganz reichen, weil die zwischenzeitlich abgehängte Vollering sich doch nochmal heranpirschte und mit Niedermaier in der Spitzengruppe ins Ziel kam.
Gemeinsamkeit mit Lipowitz
"Ich habe alles versucht, was ich konnte", sagte die Deutsche, die sich über die verpasste Chance partout nicht ärgern wollte. Und was im Juni 2026 nicht ist, kann ja auch noch werden.
Niedermaier ist schließlich noch immer eine Nachwuchsfahrerin - trotz ihrer beachtlichen Erfolge, zu denen auch die deutsche Meisterschaft im Zeitfahren 2025 gehört. Mit 23 Jahren steht ihr die Radsport-Welt offen.
Deutsche Fans dürfen sich jedenfalls auf eine rosige Zukunft freuen - dank zweier Quereinsteiger aus dem Wintersport. Wie auch dem einstigen Biathleten Florian Lipowitz ist der früheren Skibergsteigerin Niedermaier ein Triumph bei einer der großen Landesrundfahrten zuzutrauen. Die Entwicklung ist in der jüngeren Vergangenheit stetig vorangegangen.
2024 holte die Fahrerin des Teams Canyon beim Giro Platz sechs, 2025 reichte es schon zu Rang fünf, nun also feierte sie den größten Erfolg ihrer Karriere. Bislang.
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(SID)
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