Giro d'Italia 2019 | Katusha jubelt mit Zakarin bei Bergankunft im Schnee

Die erste schwere Bergankunft des Giro d'Italia 2019 hat sich der Russe Ilnur Zakarin vom deutschen Team Katusha-Alpecin gesichert. Er gewann als Solist auf 2247m Höhe am Lago Serrù nach drei schweren Anstiegen. Während sich die Topfavoriten Primoz Roglic und Vincenzo Nibali belauerten und auf Rang sieben und acht ankamen (+2:57), machten einige ihrer Konkurrenten Zeit in der Gesamtwertung gut.

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Hinter Zakarin belegte Mikel Nieve (+0:35) Rang zwei vor Mikel Landa (+1:20), der sich wie am Vortag im Gesamtklassement weiter nach vorne schob.
Auch Richard Carapaz (+1:38), Bauke Mollema (+1:45) und Rafal Majka vom Team Bora-hansgrohe (+2:07) waren nach 196 km zwischen Pinerolo und dem Lago Serru vor Nibali und Roglic im Ziel.

Top 8 rücken zusammen

Der Slowene Jan Polanc konnte das Rosa Trikot, das er am Vortag erobert hatte, erfolgreich verteidigen. Er hat nun noch 2:25 Vorsprung auf Roglic. Neuer Dritter im Klassement ist Zakarin (+2:56), knapp vor Mollema (+3:06).
Nibali belegt Rang fünf (+4:09), ihm sitzen Carapaz (+4:22), Majka (+4:28) und Landa (+5:08) im Nacken.
Roglics Mannschaft mit dem Rostocker Paul Martens wurde auf Herz und Nieren geprüft, nachdem am Donnerstag schon die erste Bergetappe gezeigt hatte, dass der Slowene in den Bergen mehr oder weniger auf sich allein gestellt ist. Dieser Eindruck bestätigte sich. "Es gab viele Attacken, das wird so weitergehen", sagte Jumbo-Sportdirektor Jan Boven bei Eurosport.

Defekt bei Lopez, Krise bei Yates

Große Verlierer des Tages waren Simon Yates, der früh im Schlussanstieg den Anschluss an die anderen Favoriten verlor, und Miguel Angel Lopez, den wie am Vortag ein Defekt zurückwarf.
Roger Kluge (Lotto-Soudal), der seinem Kapitän Caleb Ewan aus Australien zu zwei Etappensiegen verholfen hatte, ging am Freitag nicht mehr an den Start. Der noch von einem Sturz gezeichnete Pascal Ackermann (Kandel/Bora-hansgrohe) biss sich dagegen durch die erste große Giro-Bergetappe seiner Laufbahn, hatte auf Rang 118 aber 41:52 Minuten Rückstand.
Am Samstag sind auf den 131 km zwischen Saint Vincent und Courmayeur am Mont-Blanc-Massiv die nächsten Angriffe der Favoriten zu erwarten. Roglic wird sich aufs Neue einiger Attacken erwehren müssen.
Vier Bergwertungen der ersten und zweiten Kategorie sind zu bewältigen und auch zum Ziel ist noch eine Steigung zu meistern. Die Konturen des Gesamtklassements werden sich weiter schärfen.
(SID)
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