Giro: Lennard Kämna verliert auf Königsetappe an Boden - Thomas verteidigt Rosa Trikot bei 19. Etappe zu Drei Zinnen

Lennard Kämna hat auf der Königsetappe des Giro d'Italia zur Bergankunft an den Drei Zinnen in den Dolomiten an Boden in der Gesamtwertung verloren. Im Dreikampf um den Gesamtsieg verteidigte Geraint Thomas (Ineos) sein Rosa Trikot, er büßte nur drei Sekunden gegenüber Primoz Roglic (Jumbo-Visma) ein, während Joao Almeida (Team UAE) zwanzig weitere Sekunden an Rückstand verbuchen musste.

Highlights: Showdown um Rosa in den Dolomiten

Quelle: Eurosport

Den Tagessieg sicherte sich an den Tre Cime di Lavaredo als Ausreißer der Kolumbianer Santiago Buitrago vom Bahrain-Team.
Lennard Kämna verlor in den steilen Rampen hinauf zum Ziel auf 2304 Metern Höhe rund 2,5 Kilometer vor dem Ziel den Anschluss an seine Rivalen um einen Spitzenplatz in der Gesamtwertung. Er erreichte das Ziel als 18. im Tagesklassement, mit nun 5:54 Minuten Rückstand rutschte er vom sechsten auf den achten Rang ab.
Zum Schlagabtausch der Favoriten führte Team Ineos das Feld in die beiden letzten Anstiege, begleitet von einem kurzen wilden Regenschauer, der nach einem sonnigen Tag das Finale der 183 Kilometer mit fünf Bergwertungen und über 5400 Höhenmetern nochmals schwerer machte.
Primoz Roglic attackierte anderthalb Kilometer vor dem Ziel, doch Geraint Thomas konnte das Hinterrad des Slowenen halten, auch Joao Almeida gelang es, die Lücke nach einigen Sekunden wieder zu schließen. Doch als 450 Meter vor der Linie Thomas angriff, war der Portugiese am Ende seiner Kräfte, während Roglic kontern konnte, den Waliser wieder stellte und letztlich sogar einige Sekunden .herausfuhr.
"Das war ein schwieriger Tag, gerade auch wegen der Höhe, "sagte der Thomas im Ziel, "ich habs im Finale versucht, aber Roglic kam zurück und holte noch etwas raus. Morgen wird es grandios für die Fans, aber ein Horror für uns."
Vor dem Bergzeitfahren am Samstag liegt Thomas in der Gesamtwertung nun noch 26 Sekunden vor Roglic, Almeida folgt 59 Sekunden hinter dem maglia rosa.
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"Der Berg ist die Hölle": Zeitfahren wird zum Zünglein an der Waage

Quelle: Eurosport

Giro: Gee tragischer Held der Königsetappe

Die Königsetappe begann mit einer mehr als einstündigen Hetzjagd vom Start weg: Pausenlose Attacken bei der noch halbwegs flachen Anfahrt zu den schweren Anstiegen des Tages prägten die ersten rund 50 Kilometer. Erst dann ließ das Feld eine Gruppe von 15 Profis ziehen, in der auch der Österreicher Patrick Konrad vom Team Bora-hansgrohe vertreten war, dazu als gefährlichster Fahrer der Gesamtwertung der Kolumbianer Buitrago (17.) war, der 12:02 Minuten hinter dem Rosa Trikot lag.
Der Abstand wuchs auf maximal acht Minuten an, für Wirbel im Feld sorgte dabei nur Ben Healy: Der Ire attackiert zweimal, um seine Chance im Kampf ums Bergtrikot zu wahren - doch dessen Träger Thibaut Pinot reagierte umgehend und stellte seinen Rivalen, der für die Aktionen Kopfschütteln im Feld erntete.
An den Bergwertungen des Tages sammelte der unermüdliche Kanadier Derek Gee fleißig Punkte, er gewann u. a. am Passo Giau und Passo Valparola (jeweils 1. Kategorie). Im Ziel aber belegte er zum vierten Mal bei diesem Giro den zweiten Platz, die Attacke von Buitrago konnte er nach kurzem Solo im Finale nicht mehr kontern. Mit 51 Sekunden Rückstand war er letztlich klar geschlagen, ist nun aber nicht nur in der Punktewertung, sondern auch in der Bergwertung Zweiter, Beweis seiner Vielseitigkeit und enormen Konstanz und Angriffslust.
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Spektakel an den Drei Zinnen: Thomas lässt Roglic nicht davonziehen

Quelle: Eurosport

Am Samstag geht es beim Giro d'Italia mit dem entscheidenden Bergzeitfahren weiter, Eurosport ist dann wie immer vom Start (11:50 Uhr) bis ins Ziel live im Free-TV, im Livestream bei discovery+ und hier im Liveticker dabei!
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Giro d'Italia Stage 20 profile and route map: Tarvisio - Monte Lussari

Quelle: Eurosport

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