Giro d'Italia: Maximilian Schachmann glänzt beim Auftakt mit Topleistung - Tadej Pogacar verpasst Sieg auf 1. Etappe
Maximilian Schachmann hat sich beim Auftakt des Giro d'Italia in herausragender Form präsentiert. Auf der 1. Etappe mit Ziel in Turin hielt der Bora-Profi mit Superstar Tadej Pogacar mit und belegte nach 140 Kilometern den zweiten Platz im Sprint eines Spitzentrios. Den Sieg holte nicht der Topfavorit aus Slowenien, sondern Jhonatan Narváez aus Ecuador, der das Rosa Trikot eroberte.
Highlights: Narváez schlägt Pogacar und Co. ein Schnippchen
Quelle: Eurosport
Schachmann hatte auf den letzten Kilometern aus dem reduzierten Feld heraus eine Attacke gestartet und als Pogacar an der letzten Rampe kurz vor dem Ziel von hinten mit Narváez im Schlepptau heranflog, konnte der Berliner den Rückstand begrenzen, auf der Abfahrt die Lücke schließen und dann mit um den Tagessieg sprinten.
Zum zweiten Giro-Etappenerfolg seiner Karriere reichte es für Schachmann zwar nicht, doch mit Rang zwei meldete er sich nach schweren Jahren höchst eindrucksvoll in der absoluten Weltelite zurück.
"Ich habe am vorletzten Anstieg meine Chance gesucht und attackiert, aber keiner wollte in der Gruppe arbeiten. Ich wusste aber, dass zehn Sekunden Vorsprung am letzten Anstieg helfen könnten - so war es auch. Dann hieß es Vollgas in der Abfahrt und der schwere Sprint - leider hat es für den Sieg nicht gereicht", fasste Schachmann den Tag am Eurosport-Mikrofon zusammen.
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Maximilian Schachmann (r.) im Sprint um den Soeg auf der 1. Giro-Etappe
Fotocredit: Getty Images
Auf den letzten Metern fand Topfavorit Pogacar in Narváez seinen Meister: Der Ecuadorianer vom Ineos-Team sprintete im Trikot des Landesmeisters zu seinem zweiten Giro-Etappensieg nach 2020 und ins maglia rosa.
Giro-Auftakt: Erste Favoriten verlieren an Boden
Bei bestem Wetter und vor dicht gedrängten Fanmassen bestimmte lange eine sechsköpfige Ausreißergruppe den Auftakt, auch wenn das vom Team UAE kontrollierte Peloton sie an der kurzen Leine hielt. Auf dem anspruchsvollen Kurs ließen der Franzose Lilian Calmejane und Amanuel Ghebreigzabhier aus Eritrea ihre Begleiter bergan hinter sich und verteidigten einen knappen Vorsprung auf das Feld der Favoriten bis auf die Schlussrunde in Turin.
Kurz nach der letzten Bergwertung des Tages wurde Calmejane als letzter Angreifer gestellt, das Bergtrikot war die Belohnung für seinen Kampfgeist.
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"Lauf doch schneller!" Frau und Hund platzen in Giro-Etappe
Quelle: Eurosport
Wie schwer die Etappe und wie hoch das Tempo der Helfer von Tadej Pogacar war, zeigte sich im massiv geschrumpften Fahrerfeld, das schon vor der finalen Rampe drei Kilometer vor dem Ziel arg dezimiert war.
Zu den unerwarteten Verlierern des Auftakts gehörten Topfahrer wie der Franzose Romain Bardet oder Thymen Arensman (Niederlande), die der Konkurrenz schon früh nicht mehr folgen konnten.
Nur 17 Fahrer kamen in der ersten Verfolgergruppe mit zehn Sekunden Rückstand hinter dem Spitzentrio ins Ziel, insgesamt lagen lediglich 42 Profis innerhalb einer Minute.
Giro: Streit über "Tragedia di Superga"
Die erste Etappe hatte vor dem Start für Diskussionen gesorgt, die Strecke führte über den Superga, den Hügel, auf dem vor genau 75 Jahren die große Fußballmannschaft des AC Turin mit dem Flugzeug in den Tod gestürzt war. Die Tifosi hatten sich das traurige Jubiläum anders vorgestellt und liefen deshalb Sturm. Während des Rennens gedachten sie am Samstag der Toten der "Tragedia di Superga".
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Narváez bezwingt Pogacar - Schachmann verpasst Sieg nur knapp
Quelle: Eurosport
Am Sonntag steht auf der 2. Etappe (ab 15:00 Uhr im Liveticker) bereits die erste Bergankunft des 107. Giro auf dem Programm. Fast 12 Kilometer geht es dann im Finale hinauf zum Santuario di Oropa (1. Kategorie).
Der Giro endet am 26. Mai traditionell in Rom. Bis dahin liegen vor den 176 Fahrern noch 20 Etappen mit mehr als 3200 km und fast 45.000 Höhenmetern. Die Königsetappe am 19. Mai führt vom Gardasee über 222 km und 4500 Höhenmeter zur Bergankunft in Livigno.
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(mit SID)
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Giro d'Italia Stage 2 map as another hilly day lies ahead
Quelle: Eurosport
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