Giro d'Italia 2024 - Georg Steinhauser nach Platz drei auf Königsetappe von Tadej Pocagar geadelt: "Brillante Fahrt"

Georg Steinhauser lässt mit Platz drei auf der Königsetappe des Giro d'Italia 2024 aufhorchen. Nach einem beherzten Antritt zwischenzeitlich im Führung, muss der 22 Jahre alte Deutsche auf dem Weg nach Livigno letztlich nur Ex-Sieger Nairo Quintana und Giro-Dominator Tadej Pogacar vorbei lassen. Das heimst ihm ein Lob vom Tagessieger ein. Als nächstes winkt bereits eine Beförderung.

Rotzfrech auf Platz drei: Sogar Pogacar lobt Steinhauser

Quelle: Eurosport

Auch wenn der große Kampf am Ende nicht ganz belohnt wurde: Man kann nicht sagen, dass sich deutsche Akteure auf der Königsetappe des Giro d'Italia 2024 versteckt hätten.
Mit Simon Geschke (Cofidis) bestimmte der Stellvertreter für Giro-Dominator Tadej Pogacar im Blauen Trikot das Renngeschehen der ersten Hälfte mit und sammelte tapfer Bergpunkte.
Am vorletzten Anstieg trat dann Georg Steinhauser (EF Education-EasyPost) auf den Plan - und wie. Mit einem beherzten Antritt knapp 22 Kilometer vor Schluss lag der 22 Jahre alte Youngster zeitweise aussichtsreich in Führung.
Am Ende sprang ein dritter Platz heraus; Steinhauser musste auf den letzten Kilometern lediglich Ex-Giro-Sieger Nairo Quintana (Movistar Team) und Tagessieger Pogacar an sich vorbeiziehen lassen - und war danach mehr als zufrieden.

Steinhauser: "Einfach der Hammer"

"Ich bin sicher nicht 'nur' Dritter geworden heute", sagte er zu "radsport-news.com": "Die beiden Fahrer, die heute besser waren als ich - das sind die besten der Welt. Bei der Königsetappe des Giro Dritter zu werden, das ist einfach der Hammer."
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Aldag: Geschke "den ganzen Tag mit dem Rücken zur Wand"

Quelle: Eurosport

Steinhauser kam zugute, dass seine Beine nach dem Zeitfahren am Samstag zunächst nicht die frischesten waren. So hielt er sich bei den ersten Ausreißversuchen noch zurück.
"Am Anfang habe ich mich nicht so gut gefühlt, aber das war wohl das Beste, was mir passieren konnte. So konnte ich darauf achten, so viel Energie wie möglich zu sparen", meinte er hinterher.
Im Laufe der insgesamt 159 Kilometer über fast 5400 Höhenmeter seien seine Beine dann "immer besser" geworden. Auf Quintana fehlten ihm im Ziel knapp zwei Minuten, Pogacar distanzierte Steinhauser um 2:32 Minuten.

Pogacar zu stark für Steinhauser

"Was er heute gemacht hat, geht in die Geschichtsbücher ein", meinte der Deutsche anerkennend: "Alle anderen Favoriten mit derart viel Zeitabstand zu schlagen - das war eine richtig starke Fahrt von ihm."
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Steinhauser attackiert - und keiner kommt mit

Quelle: Eurosport

Den Giro führt der Spitzenmann vom UAE Team Emirates, der bereits seine vierte Giro-Etappe 2024 gewann, mit nunmehr 6:41 Minuten Vorsprung vor Geraint Thomas (Ineos Grenadiers) an. "Das war einer meiner besten Tage hier", freute sich der 25-Jährige.
Mit Ansage, versteht sich. "Das Team hat einen superguten Job gemacht. Diese Etappe hatten wir seit Dezember im Auge. Wir mussten schlau sein, konnten die Spitze nicht zu weit weglassen. Rafal Majka hat einen sehr guten Job gemacht", lobte er seinen Edelhelfer.
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Sieg mit Ansage: VeloClub zieht den Hut vor Pogacar

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Pogacar lobt Steinhauser

Auf den letzten 15 Kilometer habe er dennoch alles geben müssen. "Ich bin superhappy, hier in Livigno eine Königsetappe gewonnen zu haben. Das ist einer meiner Lieblingsorte in Italien", so Pogacar, der sich nach eigener Aussage strecken musste, um Quintana und Steinhauser noch zu erwischen.
Quintana hatte 2014 die Italien-Rundfahrt gewonnen - da saß Pogacar noch als Jugendlicher vor dem TV: "Seine Duelle mit Chris Froome sind mir bestens in Erinnerung, die habe ich damals im Fernsehen verfolgt", berichtete er. Und holte dann zum Ritterschlag aus: "Er hat heute einen tollen Job gemacht, Steinhauser ebenso. Das war eine brillante Fahrt."
So sah es auch Eurosport-Experte Jens Voigt im VeloClub. "Wenn so ein Champion wie Pogacar einen jungen, relativ unbekannten Dritten so heraushebt, ist das toll und zeigt, dass Steinhauser ihn wirklich beeindruckt hat", meinte der 52-Jährige: "Wir können uns da nur anschließen. Leider waren Pogacar und Quintana noch ein kleines bisschen stärker als er."
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Highlights: Kannibale Pogacar schlägt auf Königsetappe zu

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Steinhauser Auf dem Weg zum Klassementfahrer?

Rolf Aldag, Sportlicher Leiter bei Bora-hansgrohe, hatte ebenfalls einen starken jungen Deutschen gesehen. "Er ist ein großes Talent. Er ist immer sichtbar und hat heute seine Chance genutzt", meinte der 55-Jährige bei Eurosport.
Im Gesamtklassement der Italien-Rundfahrt liegt Steinhauser als drittbester Deutscher hinter Simon Geschke (Cofidis/15.) und Maximilian Schachmann (Bora-hansgrohe/31.) auf Rang 38.
Geht es nach Aldag, könnte Steinhauser aber schon in naher Zukunft zum Klassementfahrer werden und auch die Kapitänsrolle bei EF Education-EasyPost (Vertrag bis 2026) übernehmen.
Rigoberto Urán (37) sei schließlich auf der Zielgeraden seiner Karriere, andere wie Richard Carapaz (30) seien laut dem Bora-Mann schon "über dem Zenit" - so auch Esteban Chavez (34), der die US-Amerikaner beim diesjährigen Giro noch anführt (aktuell Gesamt-19.).
Bei Steinhauser zeige die Kurve dagegen kontinuierlich nach oben. Aldag: "Er fährt wirklich sehr stark. Es ist eine Entwicklung da bei ihm. Es wird nicht unnatürlich gepusht, er verdient sich die Kapitänsrolle ja über so Etappen wie heute."
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Gnadenlos am Schlussanstieg: Pogacar eine Klasse für sich

Quelle: Eurosport


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Giro-Vorentscheidung? Pocagar lässt Konkurrenz stehen

Quelle: Eurosport


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