Giro d'Italia: Tadej Pogacar siegt auf 2. Etappe bei Bergankunft in Oropa und erobert mit Solo Rosa Trikot
Tadej Pogacar hat nach seiner Niederlage zum Auftakt des Giro d'Italia 2024 bei der ersten Bergankunft des Rennens eindrucksvoll zurückgeschlagen. Am Santuario di Oropa feierte der Slowene einen Solo-Sieg und eroberte damit auch das Rosa Trikot des Spitzenreiters. Dabei hatte den 25-jährigen Superstar vor dem Berg der 1. Kategorie noch ein Sturz nach Defekt hinter das Feld zurückgeworfen.
Erst Sturz, dann pure Dominanz: Pogacar lässt die Muskeln spielen
Quelle: Eurosport
Tadej Pogacar hat beim Giro d'Italia die erwartete Trotzreaktion gezeigt und der Konkurrenz am ersten schweren Anstieg der Rundfahrt keine Chance gelassen. Nach starker Vorarbeit seines Teams nutzte er 4,4 Kilometer vor dem Ziel eines der Steilstücke im Schlussanstieg und hängte alle Rivalen ab.
Allerdings war der Vorsprung am Ende der 11,8 Kilometer hinauf zum Kloster auf 1142 m mit weniger als 30 Sekunden für die lange Alleinfahrt deutlich geringer als bei vielen anderen Auftritten des Seriensiegers.
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Urgewalt am Berg: Pogacar attackiert und stürmt ins Rosa Trikot
Quelle: Eurosport
Platz zwei ging nach 161 Kilometern an Bora-Kapitän Daniel Martinez aus Kolumbien (+0:27) , der nach anfänglichen Problemen im Finale stark zurückkam und den Briten Geraint Thomas (Ineos) auf Rang drei verwies.
Giro: Lipowitz glänzt mit Spitzenplatz
Eindrucksvoll präsentierte sich Florian Lipowitz (Bora-hansgrohe), der zeitgleich mit den ersten Verfolgern als Fünfter für ein grandioses Ergebnis aus deutscher Sicht sorgte. Trotz Helferdienste für Martinez gelang ihm ein herausragender Auftritt bei seiner Giro-Premiere.
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Defekt und Sturz in der Kurve: Superstar Pogacar am Boden
Quelle: Eurosport
Für Pogacar war es der erste Erfolg bei einer Giro-Etappe, nachdem er bei der Tour de France bereits elf Teilstücke und bei der Spanien-Rundfahrt drei Tagesabschnitte in seiner Karriere gewinnen konnte.
"Das war immer ein Traum von mir, nicht viele Fahrer können das vorweisen", freute sich Pogacar. "Der Sturz war nichts Ernstes, ich habe mich gut gefühlt. Ich kannte den Anstieg nicht gut, aber das Team hat einen tollen Job gemacht. Das Rosa Trikot war mein Traum, ich habe die Beine getestet und jetzt kann ich mich auf den nächsten Tagen etwas erholen."
Zuletzt hatte der Giro 2017 am Santuario di Oropa Station gemacht, damals gewann dort der Niederländer Tom Dumoulin auf dem Weg zu seinem Giro-Gesamtsieg. Vor 25 Jahren sorgte Marco Pantani an diesem Berg für einen spektakulären Auftritt, als er nach einem Defekt noch zum Solo-Sieg stürmte - fast wie Pogacar heute.
Giro: Pogacar in Gesamtwertung vorn
In der Gesamtwertung liegt Pogacar nun 45 Sekunden vor Martinez und Thomas, der junge Belgier Cian Uijtdebroeks (Visma) sowie Einer Rubio (Kolumbien/Movistar) sind mit 0:54 Minuten Rückstand auf den nächsten Plätzen die nächsten Podiumskandidaten. Auftaktsieger Jhonatan Narváez (Ecudaor/Ineos) fiel erwartungsgemäß weit zurück.
Lipowitz verbesserte sich in der Gesamtwertung auf Rang 30 (+3:06), vor ihm liegen noch Georg Steinhauser (Team EF/+2:47) und Maximilian Schachmann (Bora/+1:58).
"Ich wusste, dass diese Etappe schwer wird, ich hatte nicht das beste Gefühl, aber es geht um Dani Martinez", sagte Schachmann mit Blick auf seinen Teamkollegen, der auf eine Platzierung in der Gesamtwertung fährt: "Wir wussten, dass Tadej stark zurück kommt, das war beeindruckend, Gratulation."
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Schmerzhafter Crash stoppt Dunbar und Kooij: Sorge um Stars
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Giro: Erste Chance für Sprinter am Montag
Die Etappe mit Start in San Francesco al Campo begann mit 90 fast flachen Kilometern, schon nach fünf Kilometern bildete sich eine Ausreißergruppe. Im Feld leisteten Ineos und UAE Führungsarbeit, gerade Pogacars Team hielt sich aber bei den ersten beiden Bergwertungen der 3. Kategorie noch sichtlich zurück, bereiteten dann aber souverän das Finale mit dem fast 12 Kilometer langen Anstieg vor. Die Ausreißer waren geschluckt, und viereinhalb Kilometer vor dem Ziel setzte Pogacar sich ab, niemand konnte folgen.
Größte Verlierer des ersten Tests am Berg waren die beiden Mitfavoriten Nairo Quintana (Kolumbien, Giro-Sieger 2014) und Eddie Dunbar (Irland), die jeweils über fünf Minuten und alle Chancen aufs Podium verloren.
Am Montag haben auf der 3. Etappe nach Fossano erstmals beim 107. Giro die Sprinter um Phil Bauhaus und Max Kanter ihre Chance (ab 15:00 Uhr im Liveticker).
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(mit SID)
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Schachmann exklusiv: Das ist die Taktik für die Bergankunft
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