Kein Doping: Chris Froome vor Tour-Start freigesprochen
Chris Froome ist wenige Tage vor dem Start der Tour de France vom Dopingverdacht freigesprochen worden. Wie der Rad-Weltverband UCI mitteilte, beende man jegliche Ermittlungen um den Tour-Titelverteidiger vom Team Sky und spreche ihn von jeglichem Fehlverhalten frei. Gegen den 33-Jährigen liefen seit Monaten Ermittlungen aufgrund eines positiven Testergebnisses bei der Spanien-Rundfahrt 2017.
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Die Tour de France erklärte wenig später, sie akzeptiere die Entscheidung und ziehe ihr Startverbot für den vierfachen Sieger zurück. Der Tour-Veranstalter ASO hatte den Briten mit Blick auf das laufenden Verfahren zuvor zur Persona non grata bei der Frankreich-Rundfahrt erklärt.
Dagegen hatte Team Sky Einspruch eingelegt, dieser sollte am Dienstag in Paris verhandelt werden - dies wird nun hinfällig.
Tour-Chef Christian Prudhomme kommentierte:
"Spezielle Fakten" erklären Froomes Testergebnis
Man habe alle relevanten Beweise im Detail untersucht, schreibt die UCI in ihrer Mitteilung, und sei dabei in Übereinstimmung mit der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA zu dem Schluss gekommen, dass es bei der auffälligen Salbutamol-Probe vom 7. September 2017 um keinen sanktionswürdigen Befund (adverse analytical finding) im Sinne der Anti-Doping-Regeln gehandelt habe.
Froome war während der Vuelta positiv auf das Asthmamittel Salbutamol getestet worden. Die Werte des späteren Vuelta-Siegers lagen um das Doppelte über dem erlaubten Grenzwert.
Wie die Mitteilung der UCI präzisierte, hatten Froome und seine Anwälte am 4. Juni 2018 sein Dossier zur Erklärung des Testergebnisses, zusammen mit zahlreichen wissenschaftlichen Expertisen eingereicht. Details zum Inhalt nannte sie nicht, wie Froome also das extrem hohe Testergebnis einer sehr gut und umfangreich erforschten Substanz erfolgreich in Zweifel ziehen konnte, bleibt vorerst unklar.
"Ich habe nichts falsch gemacht"
Froome selbst ließ verkünden:
Froomes Teilnahme an Rennen wie zuletzt bei seinem Sieg beim Giro d'Italia waren wegen der bis dahin ungeklärten Affäre höchst umstritten gewesen.
Die UCI schloss ihre Mitteilung mit einem Hinweis an alle Kritiker des Verfahrens:
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