Vuelta Femenina: Schweizerin Petra Stiasny siegt bei Bergankunft am Angliru - Paula Blasi macht Gesamtsieg perfekt

Petra Stiasny vom Team Human Powered Health hat am letzten Tag der 12. Vuelta Femenina zum großen Schlag ausgeholt und sich am bis zu 23 % steilen Angliru den größten Sieg ihrer Karriere gesichert. Die 24-jährige Schweizerin entschied die abschließende 7. Etappe von La Pola Llaviana zur Bergankunft auf 1.555 Metern als Solistin mit 23 Sekunden Vorsprung auf Paula Blasi (UAE-Team ADQ) für sich.

Highlights: Blasi nach beherztem Ritt am Angliru am Ziel aller Träume

Quelle: Eurosport

Die 23-jährige Spanierin, die auf den letzten beiden Kilometern des extrem schweren Anstiegs den Anschluss an Stiasny verlor, konnte aber genauso jubeln. Blasi fuhr nämlich Anna van der Breggen (SD Worx-Protime) noch aus dem Roten Trikot und sicherte sich als erste heimische Fahrerin die Gesamtwertung der Spanien-Rundfahrt der Frauen, vor van der Breggen, der nach dem dritten Platz aus dem Vorjahr diesmal mit 24 Sekunden Rückstand Rang zwei blieb vor der Französin Marion Bunel (Visma-Lease a Bike / +0:49), die zeitgleiche Tagesvierte hinter ihrer Landsfrau Juliette Berthet (FDJ United-Suez / +0:43) wurde, van der Breggen (+0:59) rollte als Fünfte über die Linie.
Eine starke Leistung zeigte deren österreichische Teamkollegin Valentina Cavallar, die elf Sekunden hinter ihrer Leaderin auf Rang sechs ins Ziel kam. Beste deutsche Fahrerin war wie bereits bei der gestrigen ersten Bergankunft Ricarda Bauernfeind (Lidl-Trek / +4:06), die wieder Rang 16 belegte. Die Friedrichshafenerin Liane Lippert (Movistar) wurde nach einer beeindruckenden Vorstellung als letzte Fahrerin der dreiköpfigen Gruppe des Tages gut fünf Kilometer vor dem Ziel gestellt.

Angliru-Premiere bei Vuelta Femenina

"Ich kann es ehrlicherweise noch nicht ganz fassen und bin ein bisschen sprachlos", kommentierte Stiasyim Ziel-Interview ihren Coup am Angliru, der erstmals im Programm der Vuelta Femenina stand. "Ich habe mich schon lange auf diese Etappe efreut. Seit bekannt wurde, dass der Angliru Teil der Vuelta sein wird, hatte ich nur noch eine Sache im Kopf. Es war ein Traum von mir, diese Etappe zu gewinnen", so die Kletterspezialistin, die vom Vuelta-Start weg ihren Blick auf das Finale gerichtet hatte. 
"Es hätten so viele Dinge passieren können, auch noch in dieser Woche. Ich habe zu Beginn der Vuelta zu meinem Sportdirektor gesagt, wenn ich zur Angliru Etappe schaffe, bin ich an meinem Wohlfühlort. Das ist hier mein Anstieg, das ist die richtige Steigung für mich. Als wir am Fuß des Berges waren, habe ich mich richtig frei gefühlt. Ich habe es sehr genossen", betonte Stiasny.
Die Top 5 der Gesamtwertung vervollständigten Blasis Landsfrau Usoa Ostoloza (+2:31) vom heimischen Zweitdivisionär Laboral Kutxa-Fundación Euskadi sowie Berthet (+2:36). Bauernfeind büßte im Schlussklassement vier Positionen ein und belegte mit 5:19 Minuten Rückstand auf Blasi den 15. Platz, Lippert folgte auf Rang 21 (+8:56).
Paris-Roubaix-Siegerin Franziska Koch (Mettmann/FDJ United-Suez), die zu Beginn der Vuelta zwei Tage lang das Rote Trikot der Gesamtführenden getragen hatte, konnte am Samstag die zweimalige Weltmeisterin Lotte Kopecky (Belgien) erwartungsgemäß nicht mehr aus dem Trikot der Punktbesten fahren.
picture

Bredewold triumphiert, Kopecky verteidigt Rot - Highlights 5. Etappe

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung