Mailand-Sanremo: Mathieu van der Poel lässt aufhorchen - "Nur eine Frage der Zeit, bis es Tadej Pogacar gewinnt"
Mathieu van der Poel hat im Vorfeld von Mailand - Sanremo 2026 mit einer Aussage aufhorchen lassen. "Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, bis es Tadej (Pogacar; Anm. d. Red.) gewinnt", stellte der 31-Jährige am Eurosport-Mikrofon klar. Der Niederländer und der slowenische Weltmeister gelten als die großen Favoriten auf den Sieg. Bislang hatte van der Poel im direkten Duell die Nase vorn.
Van der Poel über Pogacar: "Es wird der Tag kommen, an dem..."
Quelle: Eurosport
2025 hatte Pogacar an der Cipressa attackiert, doch van der Poel und Filippo Ganna blieben an seinem Hinterrad. Am Ende fuhr der Klassiker-Spezialist seinen zweiten Sieg in Sanremo nach 2023 ein, während Pogacar leer ausging.
Warum also nicht noch einmal? "Ich wünschte, es wäre so einfach", sagte van der Poel im exklusiven Interview bei Eurosport: "Letztes Jahr waren die Bedingungen mit Rückenwind perfekt, so wird es nicht jedes Jahr sein.”
Pogacar, seinem Rivalen bei den Monumenten im Frühjahr, traut van der Poel derweil den großen Wurf in Sanremo zu. "Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, bis es Tadej gewinnt", sagte der 31-Jährige.
Dafür müsse Pogacar jedoch nicht zwangsweise an der steilen Cipressa attackieren, sondern "kann auch am Poggio oder nach einem harten Rennen im Sprint gewinnen", so van der Poel: "Jeder weiß, was für ein starker Fahrer er ist. Wie immer liegt es an uns, ihm zu folgen, wenn er attackiert."
Mind Games vor dem Rennen? Vielleicht. Immerhin kommt das Profil eher van der Poel als dem viermaligen Tour-de-France-Sieger entgegen. Und in Top-Form ist der Niederländer auch. "Ich fühle mich gut, ich hatte bei Tirreno - Adriatico eine gute Vorbereitung und bin bereit", sagte van der Poel, der bei der Fernfahrt zwischen den Meeren zwei Etappen gewinnen konnte.
Pogacar: "Wir haben ein paar Karten auf der Hand"
Auch Pogacar weiß, wie schwierig es wird, den zweimaligen Sieger in diesem Jahr zu schlagen. "Ich hoffe, ich habe bessere Beine und kann van der Poel abhängen und dann einfach weiterkämpfen", sagte der Weltmeister: "Ich muss einfach besser sein, das ist alles. Und ein bisschen Glück brauche ich auch."
Seine Taktik wollte Pogacar im Vorfeld nicht verraten. Auf die Frage, ob er an der Cipressa oder dem Poggio attackieren werde, meinte der Slowene: "Das wird auf die Rennsituation ankommen. Wir haben ein tolles Team am Start, unter anderem Isaac (Del Toro; Anm. d. Red.), der super in Form ist. Wir haben ein paar Karten auf der Hand."
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Angriff an der Cipressa oder am Poggio? Das sagt Pogacar
Quelle: Eurosport
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