Wout van Aert jagt alle Klassiker - Visma-Star nach Sturz mit großen Zielen für neue Saison: "Jede Chance nutzen"

Wout van Aert ist nach seinem Sturz zurück auf dem Rad und geht die Saison 2026 mit großen Zielen an: Er wolle insbesondere bei den Klassikern "jede Chance nutzen", kündigte der Belgier bei der Teampräsentation seines Rennstalls Visma-Lease a Bike an. Aber auch für die Tour de France und eine andere große Landesrundfahrt hat van Aert neue Siege im Visier, um seine Erfolgsliste zu verlängern.

"Nein Wout, mach's nicht schon wieder": Van Aert gibt nach Sturz auf

Quelle: Eurosport

Keine zwei Wochen nach seinem Knöchelbruch, den er sich beim Zilvermeecross zugezogen hatte, ist Wout van Aert wieder im Training in Spanien, um sich dort auf seine Klassikerkampagne vorzubereiten.
Die beginnt trotz der Verletzung wie geplant zum Openingsweekend am 28. Februar beim Omloop Nieuwsblad und führt von dort nach Italien, wo van Aert am 7. März bei Strade Bianche antritt, gefolgt von der Fernfahrt Tirreno - Adriatico (9. - 15. März) und Mailand - Sanremo (21. März), dem ersten von drei Monumenten, die der Belgier in seiner zehnten Profisaison bestreiten wird.
Die beiden weiteren, die Flandern-Rundfahrt am 5. April sowie Paris - Roubaix (12. April), genau eine Woche später, bilden die Höhepunkte seines Frühjahrs.
Insgesamt aber möchte van Aert "von Omloop Het Nieuwsblad bis Paris-Roubaix in Bestform sein. Ich will überall glänzen und jede sich bietende Chance nutzen", sagte der 31-Jährige am Medientag seines Teams. Das gilt auch für Strade Bianche und Mailand-Sanremo, die van Aert im Coronajahr 2020 jeweils gewinnen konnte.
"Nach meinem Sieg in Siena beim Giro d’Italia (2025, 9. Etappe, d. Red.) wurde mir klar, dass die Strade Bianche trotz der Streckenänderungen immer noch meinen Stärken entgegenkommt. Ich denke, Strade Bianche und Mailand - Sanremo gehören zu den besten Rennen der Saison, deshalb möchte ich sie nächstes Jahr auf keinen Fall verpassen", so der zehnmalige-Tour-Etappensieger, der auch diesmal wieder im Sommer die Frankreich-Rundfahrt und im Herbst die Vuelta a Espana bestreiten wird.
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Spannendes Finale in Siena: Van Aert erlöst sich nach langer Wartezeit

Quelle: Eurosport

Van Aert hat Tour-Auftakt im Visier

"Wenn ich mir die Strecke der Tour de France ansehe, reizt mich sofort das Mannschaftszeitfahren beim Auftakt in Barcelona", sagte van Aert und fügte an: "Bei meiner ersten Tour de France 2019 war das Mannschaftszeitfahren in Brüssel die 2. Etappe, und wir haben es gewonnen. Ich erinnere mich noch immer sehr gern daran zurück", so van Aert, der aber auch einige weitere Chancen sieht, "selbst einen Etappensieg zu holen."
Mit der letzten Grand Tour des Jahres hat van Aert "noch eine Rechnung offen", wie er anmerkte. Als Führender der Berg- und Punktewertung musste er auf der damaligen 16. Etappe nach einem Sturz aufgeben. "Es war ein schmerzhafter Abschied, aber ich komme hochmotiviert zurück. Wir können dort mit dem Team definitiv etwas Großartiges erreichen", sagte van Aert.
Die Spanien-Rundfahrt will er dann auch noch zur Vorbereitung auf die Straßen-WM in Montréal nutzen. "Die Vuelta ist für mich die ideale Vorbereitung, um dort in Bestform zu sein", sagte van Aert mit Blick auf das Straßenrennen am 27. September. Als größtes Ziel nannte er einen Sieg bei einem Monument, wobei er die Flandern-Rundfahrt oder Paris - Roubaix meinte. 
Es wäre "die Krönung meiner Karriere, aber vor allem hoffe ich auf eine konstante Saison. Die letzten Jahre hatten ihre Höhen und Tiefen, deshalb träume ich vor allem von einer unbeschwerten Saison. Dann werden die Ergebnisse von selbst kommen", schloss van Aert.
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Highlights: Schlussetappe gipfelt in Showdown der Superstars

Quelle: Eurosport

Jorgenson: Ardennen statt Paris - Nizza

Matteo Jorgenson wiederum wird trotz seiner dort sehr starken Auftritte in den vergangenen drei Jahren in der neuen Saison einen Bogen um die flämischen Kopfsteinpflasterklassiker machen und seinen Fokus auf die Ardennenrennen legen. Das bestätigte der US-Amerikaner, der 2024 Dwars door Vlaanderen gewann.
"Ich konzentriere mich dieses Jahr auf die hügeligeren Klassiker. Am liebsten würde ich alle Frühjahrsklassiker fahren, aber um in den Ardennen wirklich erfolgreich zu sein, muss man Prioritäten setzen", so Jorgenson. "Eines meiner Hauptziele in diesem Frühjahr ist Lüttich - Bastogne - Lüttich, ein Rennen, auf das ich mich sehr freue. Ich habe das Gefühl, dass mir Rennen dieser Art mit längeren Anstiegen besser liegen."
Doch nicht nur auf das Kopfsteinpflaster verzichtet der 26-Jährige in der Saison 2026, auch paris - Nizza steht nicht mehr in seinem Programm. Beim 'Rennen zur Sonne' hatte Jorgenson in den vergangenen beiden Jahren jeweils das Gelbe Trikot gewonnen und es ist quasi sein Heimrennen, da er in Nizza lebt.
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Matteo Jorgenson mit dem Siegerpokal von Paris - Nizza

Fotocredit: Getty Images

"Ich war zunächst skeptisch, als mir das vorgeschlagen wurde. Aber mit Blick auf meine Ziele im weiteren Saisonverlauf ist dies die richtige Entscheidung", erklärte Jorgenson. "Deshalb fahre ich dieses Jahr die italienischen Rennen mit Strade Bianche, Tirreno - Adriatico und Mailand - Sanremo."
Nach den Ardennenklassikern rückt dann das Thema Höhentrainingslager im Mai in Jorgensons Fokus, bevor er im Juni die Tour de Suisse auf Gesamtwertung fahren will – "was mich sehr motiviert" - und dann bei der Tour de France einmal mehr in die Helferrolle für Vingegaard schlüpfen wird.

Toursiegerin Ferrand-Prévot will 2026 noch mehr

Pauline Ferrand-Prévot hat ihrerseits die Titelverteidigung bei der Tour de France Femmes als großes Saisonziel ausgegeben. Auf dem Weg dorthin absolviert die Französin ein im Vergleich zu 2025 abgespecktes Rennprogramm, das am 7. März in Italien bei der Strade Bianche Donne beginnt, ehe in Belgien die drei weiteren Frühjahrsklassiker Flandern-Rundfahrt, Flèche Wallonne und Lüttich - Bastogne - Lüttich folgen. Damit steht fest, dass die Vorjahressiegerin Ferrand-Prévot auf ihren Start bei Paris - Roubaix verzichten wird.
Anfang Mai steht die 33-Jährige am Start der Vuelta Espana, danach legt Ferrand-Prévot eine Rennpause ein, aus der sie zur am 1. August im schweizerischen Lausanne beginnenden Tour de France zurückkehren wird.
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Großer Moment: Ferrand-Prevot wird nach Sieg gefeiert

Quelle: Eurosport

"Letzte Saison war ich einige Male sehr gut, aber ich möchte noch an meiner Konstanz arbeiten. Mein Ziel ist es, bei jedem Rennen, an dem ich teilnehme, ganz oben mitzufahren. Das wird eine Herausforderung, aber ich freue mich darauf. Ich habe 2025 viele Podiumsplätze erreicht, aber insgeheim möchte ich noch mehr gewinnen", gab sie ihre ambitionierte Marschroute für 2026 vor.

Brennan soll mit van Aert lernen

Toptalent Matthew Brennan, der in seiner ersten Profisaison zwölf UCI-Rennen gewann, darunter auch vier Etappen der World-Tour-Rundfahrten in Katalonien, der Romandie und in Polen, soll nun den nächsten Schritt machen.
Der 20-jährige Brite will 2026 nahtlos an die letzten Erfolge anknüpfen - und nachlegen. "Ich hoffe, das gleiche Niveau wie in der letzten Saison zu erreichen und idealerweise sogar noch zu steigern", sagte er: "Von jetzt an möchte ich mich in den größeren Rennen immer mehr beweisen und eine wichtige Rolle spielen."
Die Ziele des Youngsters liegen längst inzwischen bei noch größeren Events, einigen der größten im gesamten Kalender. "Dieses Frühjahr konzentriere ich mich auf die großen Klassiker wie Mailand - Sanremo, Paris - Roubaix und die Flandern-Rundfahrt. Ich hoffe, dort eine wichtige Rolle zu spielen und Erfahrung in solch harten Rennen zu sammeln", sagte Brennan. "Und wenn alles gut läuft, gebe ich bei der Vuelta dann mein Grand-Tour-Debüt. Ich freue mich riesig darauf und bin gespannt."
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Zweiter Etappensieg für Visma: Brennan zieht's von vorne durch

Quelle: Eurosport

Spannend ist: Einen großen Teil seines Programms wird er an der Seite des elf Jahre älteren Wout van Aert bestreiten. Denn Omloop, Sanremo, Flandern-Rundfahrt, Roubaix und Vuelta hat auch der belgische Teamkapitän in seinem Rennkalender stehen. Er dürfte damit auch viel Druck von den Schultern des Youngsters nehmen, worum sich auch Visma-Sportdirektor Grischa Niermann bei der Teampräsentation bemühte. "Matthew ist ein wichtiger Mann für die Zukunft. Er ist noch jung und wir müssen Geduld mit ihm haben", meinte der Deutsche und betonte: "Er fährt hauptsächlich zum Lernen zu den großen Rennen. Wir erwarten nicht, dass er sofort auf ein Ergebnis zielt."
Zwischen den Klassikern und der Vuelta a Espana hat Brennan außerdem im Juni noch die Tour de Suisse in seinem Rennkalender stehen.
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"Neue Energie": Vingegaard erklärt Double-Plan für 2026

Quelle: Eurosport


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