Pascal Ackermann knapp geschlagen - Max Walscheid nach Zieleinlauf attackiert

Der Sparkassen Münsterland Giro ist mit einem turbulenten Finale zu Ende gegangen. Zunächst setzte sich nach 193 Kilometern der Kolumbianer Alvaro Hodeg (Deceuninck - Quick-Step) im Regen von Münster im Sprint hauchdünn vor Pascal Ackermann (Bora - hansgrohe) durch. Kurz nach dem Zieleinlauf wurde schließlich Max Walscheid (Sunweb) von einem Teamkollegen Hodegs attackiert.

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Florian Senechal ging nach dem Rennen auf Walscheid zu, der gerade im "WDR" ein Interview gab, und verpasste dem Heidelberger einen heftigen Schlag gegen dessen Helm. Hintergrund: Der Franzose, der dem Kolumbianer den Sprint angezogen hatte, hatte sich nach getaner Arbeit am Hinterrad von Walscheid aufgehangen und war gestürzt.
Allerdings: Der Fehler lag klar beim Deceuninck-Fahrer, denn der drehte sich nach rechts um, während Walscheid auf der linken Seite auf seiner Fahrbahn bleibend vorbeizog.

Senechal fährt auf Walscheid auf

Dabei fuhr der nicht achtsame Senechal halb in Walscheid hinein, verlor die Kontrolle über sein Rad, stürzte und zog dadurch weitere Fahrer mit sich zu Boden. Der von Senechal angezettelte Disput wurde schließlich von dessen Teamkollegen unterbunden.
Der belgische Rennstall Quick Step distanzierte sich später von Senechals Verhalten und teilte mit, dass der 26-Jährige mit einer Geldstrafe belegt worden sei. Das Geld komme einer Wohltätigkeitsorganisation zugute.
"Ich weiß nicht, was los war", sagte Walscheid im "WDR", nachdem sich die Gemüter wieder beruhigt hatten. Von dem Sturz habe er nichts mitbekommen. Das Rennen insgesamt sei "extrem hart" gewesen, "das Wetter hat uns allen zugesetzt. Es war super kalt, ich habe extrem gefroren, das hat das Rennen noch viel härter gemacht", erklärte Walscheid.
(mit SID)
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