Radsport

Doping-Eklat: Ermittlungen gegen Denifl bestätigt

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Ermittlungen wegen Dopingverdacht gegen Stefan Denifl

Fotocredit: SID

VonSID
04/03/2019 Am 14:16 | Update 04/03/2019 Am 14:17

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat im Zuge der Operation Aderlass bestätigt, dass auch gegen den österreichischen Radprofi Stefan Denifl wegen des Verdachts des Sportbetruges ermittelt wird. Der Verdacht gegen den 31-jährigen Tiroler habe sich im Zuge der Ermittlungen gegen den deutschen Sportmediziner Mark S. und dessen Komplizen ergeben, teilte die Behörde dem "SID" offiziell mit.

Update 4. März: Denifl sei am Freitag verhört worden, habe sich geständig gezeigt und sei bereits am gleichen Tag wieder enthaftet worden. Es bestehe der Verdacht, dass Denifl die verbotene Methode des Blutdopings angewendet und daher Sponsoren und Veranstalter getäuscht habe.

Denifl hätte in dieser Saison für das Team CCC fahren sollen, am 23. Dezember 2018 teilte die Mannschaft jedoch mit, dass der Vertrag wieder aufgelöst wurde und führte persönliche Gründe Denifls dafür an. Der Kletterspezialist hatte im September 2017 eine Etappe der Vuelta in Spanien gewonnen.

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Unterdessen hat der Radsportweltverband UCI den ermittelnden Behörden jede Kooperation angeboten. Die von der UCI beauftragte Anti-Doping-Agentur CADF möge jede Hilfe anbieten, die den Untersuchungen nützlich ist. Der Verband selbst verfüge nicht über Informationen aus erster Hand, was Geständnisse von Radsportler beträfe.

Die CADF sei zudem angewiesen, die österreichischen Behörden um Kooperation zu ersuchen, um ohne Verzögerung alle Informationen zu erhalten, die direkt oder indirekt den Radsport betreffen. Wenn die entsprechenden Elemente vorliegen, werde die UCI dann auch alle notwendigen Maßnahmen ergreifen.

3. März | Nach Doping-Razzia in Seefeld: Tiroler Radprofi gesteht offenbar Blutdoping

Der Doping-Skandal rund um die Nordische Ski-WM in Seefeld weitet sich offenbar auf den Radsport aus. Wie mehrere österreichische Medien am Sonntag übereinstimmend berichteten, hat die Staatsanwaltschaft Innsbruck Ermittlungen gegen einen 31 Jahre alten Tiroler Radprofi bestätigt. Dieser soll in einem Verhör ein umfassendes Blutdoping-Geständnis abgegeben haben.

Im Rahmen der "Operation Aderlass" sind bislang die fünf Skilangläufer Max Hauke und Dominik Baldauf aus Österreich, Andreas Veerpalu und Karel Tammjärv aus Estland sowie Alexei Poltoranin aus Kasachstan aufgeflogen.

Weitere Enthüllungen sind nicht unwahrscheinlich.

Bei Razzien in Erfurt stellten Beamte rund 40 Blutbeutel und eine Zentrifuge sicher. Die Blutbeutel müssen nun den jeweiligen Personen zugeordnet werden.

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