Überraschung im Fünfersprint: Amateur Conca wird italienischer Meister
Quelle: Eurosport
Obwohl die Tour de France (ab 5. Juli live bei Eurosport und
discovery+) schon ihre Schatten voraus wirft, war am Sonntag ein wichtiger Tag im Rennkalender.
Denn: Die nationale Meisterschaft hat für viele Profis einen besonderen Stellenwert.
Während in Deutschland
Georg Zimmermann dank eines starken Comebacks die große Konkurrenz um Maximilian Schachmann und Lennard Kämna ausstach, hielten die Meisterschaften in anderen Länder große Überraschungen bereit.
Ein Überblick über ausgewählte Ergebnisse der Straßenwettbewerbe der Männer in anderen Ländern.
ITALIEN: Conca überrascht die Konkurrenz
Profi ist Filippo Conca (ASD Swatt Club) nach fünf Jahren als Berufsradfahrer nicht mehr – dafür darf sich der 26-Jährige jetzt italienischer Meister nennen. Bei Q36.5 bekam er keinen neuen Vertrag und auch andere Mannschaften der ersten beiden Kategorien wollten Conca nicht an sich binden, deswegen ist der Lombarde diese Saison nur in der vierten Division als Club-Fahrer unterwegs.
Das hinderte ihn aber nicht daran, in Gorizia nach 228 Kilometern im Fünfersprint Alessandro Covi (UAE Team Emirates-XRG) und Thomas Pesenti (Soudal-Quick-Step Devo) auf die weiteren Medaillenränge zu verweisen.
Red-Bull-Profi Giovanni Aleotti wurde Vierter vor Concas Clubkollegen Mattia Gaffuri, der wie Anton Schiffer 2024 im Finale der Zwift-Academy dabei war. Im Gegensatz zum Deutschen gehörte der Italiener auch im vergangenen Winter zu den Top Vier.
Sprintstar Jonathan Milan (Lidl-Trek) wurde nur Siebter. 2021 und 2022 hatte es Conca in die WorldTour geschafft, erreichte im Trikot von Lotto-Soudal einen fünften Etappenplatz bei der Vuelta a España. Mittlerweile fährt er für einen Amateurverein, der Fahrern jenseits des Profilevels eine Heimat bietet.
Das Meistertrikot wird nun aber für ein Jahr nicht in wichtigen Rennen zu sehen sein: Abseits der nationalen Titelkämpfe sind Swatt-Fahrer nur bei kleinen Veranstaltungen zugelassen. Allerdings ist ein frischgebackener Meister ohne Vertrag natürlich auch wieder für Profi-Teams interessant.
Filippo Conca wird im Fünfersprint italienischer Meister
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Belgien: Wellens vor Evenepoel und Philipsen
Tim Wellens (UAE Team Emirates-XRG) ist der neue belgische Meister. Der 34-Jährige setzte sich rund 40 Kilometer vor dem Ziel aus einer Favoritengruppe ab. Remco Evenepoel (Soudal-Quick-Step) und Jasper Philipsen (Alpecin-Deceuninck) reagierten zu spät, kamen als Duo aber auch nur kurze Zeit näher, bevor der Spitzenreiter seinen Vorsprung wieder ausbaute.
Letztendlich siegte Wellens mit 38 Sekunden Vorsprung auf den Doppel-Olympiasieger, der auf den letzten Metern seinen Begleiter noch abschüttelte.
Tim Wellens wird vor Remco Evenepoel belgischer Meister
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Spanien: Romeo trotzt der glutHitze von Granada
Ivan Romeo heißt der neue spanische Meister. Der 21-Jährige vom Team Movistar siegte auf dem Kurs rund um Granada in Andalusien bei 45 Grad dank einer Attacke kurz vor dem Ziel.
Romeo, der beim diesjährigen Critérium du Dauphiné eine Etappe gewann und zwischenzeitlich die Gesamtwertung anführte, setzte sich gegen Adria Barcelo und Roger Adria durch.
U23-Weltmeister Romeo krönt sich zum spanischen Champion
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ÖSTERREICH: Bahn-Ass Wafler schlägt die Straßenprofis
Tim Wafler (Tirol-KTM) ist in Illmitz überraschend österreichischer Meister geworden. Der amtierende Vize-Europameister im Scratch war nach 172 Kilometern im Dreiersprint schneller als die WorldTour-Profis Felix Großschartner (UAE Team Emirates-XRG) und Tobias Bayer (Alpecin-Deceuninck).
Hinter dem Trio wurde Marco Haller (Tudor) mit 1:54 Minuten Rückstand Vierter vor Patrick Konrad (Lidl-Trek).
Titelverteidiger Alexander Hajek (Red Bull-Bora-hansgrohe) kam mit dem Hauptfeld vier Minuten nach dem Sieger ins Ziel.
Bahnrad-Ass Tim Wafler gewinnt überraschend österreichische Straßenrad-Meisterschaft
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Polen: Majka nach neun Jahren zum zweiten Mal Meister
Der 35-jährige Rafal Majka (UAE Team Emirates-XRG) ist in Dobcyce zum zweiten Mal nach 2016 polnischer Meister geworden. Der 35-Jährige bewältigte die 201 Kilometer 40 Sekunden schneller als das Mazowcze-Serce-Polski-Duo Pawel Bernas und Mateusz Gajdulewic, das sich Silber und Bronze sicherte.
Zeitfahrmeister Filip Maciejuk (Red Bull-Bora-hansgrohe) kam als Solist mit 2:07 Minuten Rückstand als Vierter ins Ziel.
Rafal Majka ist zum zweiten Mal polnischer Meister
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Tschechien: Vacek gewinnt in der Slowakei
Nach einem Jahr "Pause" ist Mathias Vacek (Lidl-Trek) wieder tschechischer Meister geworden.
Im slowakischen Banovce nad Bebravou war er im mit den Slowaken kombinierten Rennen 52 Sekunden eher im Ziel als Matyas Kopecky (Novo Nordisk). Bronze ging an Titelverteidiger Tomas Pridal (Elkov-Kasper), der vier Sekunden nach Kopecky über den Zielstrich rollte.
Kurios: Mathias Vacek wurde in der Slowakei tschechischer Meister
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Slowakei: Shootingstar Kubis verteidigt Meisterschaft
Der Shootingstar dieses Frühjahrs, Lukas Kubis (Unibet-Tietema Rockets), hat seinen Titel in der Slowakei verteidigt. Der Neoprofi kam in Banovce nad Bebravou bei der gemeinsam mit Tschechien ausgetragenen Meisterschaft 1:59 Minuten vor U23-Vizeweltmeister Martin Srvcek (Soudal-Quick-Step) ins Ziel.
Bronze ging an den 19-jährigen Matthias Schwarzbacher (UAE Team Emirates-XRG Gen Z), der das Rennen allerdings schon mit 6:27 Minuten Rückstand auf Kubis beendete.
Lukas Kubis wird mit 6:27 Minuten Vorsprung slowakischer Meister
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Norwegen: Leknessund beim großen Uno-X-Fest vorn
Dass Uno-X Mobility die norwegische Meisterschaft dominiert, war abzusehen. Und der Zweitdivisionär konnte seine zahlenmäßige Überlegenheit auch auf dem Ergebnistableau in bare Münze umwandeln. Andreas Leknessund gewann in Honefoss das Meistertrikot, er wurde gefolgt von fünf Teamkollegen.
Mit 25 Sekunden Rückstand erreichten die Johannessen-Zwillinge gemeinsam das Ziel, wobei Anders Silber vor Tobias gewann. Rasmus Tiller, Fredrik Dversnes und Titelverteidiger Markus Hoelgaard blieben 44 Sekunden nach dem Sieger die Plätze vier bis sechs.
Andreas Leknessund holt sich das norwegische Meistertrikot
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Luxemburg: Kluckers gewinnt in Merzig
Arthur Kluckers (Tudor) hat im luxemburgischen Mertzig seinen ersten nationalen Titel auf der Straße gewonnen. Sein Teamkollege Luc Wirtgen war nach 140 Kilometern 11 Sekunden langsamer und fuhr so zu Silber.
Wie im Vorjahr sicherte sich Alexandre Kess vom deutschen KT-Team Lotto-Kern Haus-PSD Bank Bronze.
Arthur Kluckers wurde erstmals luxemburgischer Meister
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Baltikum: Skujins, Mihkels und Mikutis gewinnen Meisterschaften
Toms Skujins ist der neue lettische Meister. Bei der kombinierten Meisterschaft der drei baltischen Staaten war nach 98 Kilometern er 18 Sekunden schneller als Madis Mihkels (Intermarché-Wanty), der estnischer Meister wurde.
Als Fünfter erreichte Aivaras Mikutis (Tudor) das Ziel, damit sicherte sich der Neoprofi im lettischen Cesis den litauischen Titel.
Toms Skujins wurde im Baltikum lettischer Meister
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(mit SID)
Vingegaards neuer Helfer: Campenaerts erklärt Visma-Rolle
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